Königliches Gymnasium zu Conitz : Schuljahr 1885/86 : Fünfundsechzigster Jahresbericht

Biblioteka \ . 
U. M.K. ., 
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Königliches Gymnasium zu Conitz. 



 


S b:U.]jahr 18S51s6. 



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rünfundseclmlgster Jahrelberi ch t 
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von dem 


Direktor des Gymnasium 
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fEWSKl' 
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Inhalt: I} ('"t('schi
hte des Köni
 licllc!l. Gymnasiums zu Conitz seit seiner 
NcubegrÜndung im J..lhrc 1815. von dcm Direktor. 
z) Schulnachrichtcn von dcmselben. 


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COllitZ, 1886. 
Bnchdl'uckcl"ci von Fr. W, Gcbaucr. 


]886. No. 33.
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Geschichte des Königlichen Gymnasiums zu Conitz 
seit seiner Neubegründung im Jahre I8IS. 


Vorwort. 



\m 27. November 1885 waren 70 Jahre seit dl'r 
publ'gründung des hipsigcn l r)"mnasiums 
verflosspn. Dieser Zeitabschnitt durfte angempssC'n erscheinen, l'in Yersprechen C'inzulüsen. 
das bcreits vor zwanzig- J ahrC'n. bei der fÜnfzigjährigC'n J ubplfC'iC'r dC's l T)"mnasiums, gC'geben 
wurde. Der Direktor Dr. (Toe be I stl'llte damals »eine ausfÜhrlichp (1pschichte dps (Tym- 
na....iums \'on seinC'm lT rsprungp bis auf dip (yC'gpnwart« fÜr das Programm dps nächstl'n 
Jahrps in .:\ ussieht. Durch spin am 1 y. ':\(;irz 1866 prfolgtp ErJ1C'nnung zum Provinzial- 
schulrat wurdp dip . \ usfÜhrung spines \'orhabpns H'rhinclprt. \\' elm pr dip (TeschichtC' 
auch dC'r \'orb.ufprin ups jptzigen (yymnasiums, dpr phpmaligpl1 Jesuitpnsehulp, LU lipfprIl 
bC'absichtigtC', so habp ich gC'g-Iaubt. dip (yrpnzpn engl'r stpckl'n 7U mÜsspn, da das \\'ich- 
tigste aus l!pr (TC'schichtp dps (yymnasiums bis zum Jahrp liiJ tpils im Programmp von 
1866 ang"pg"C'hpn. tl'ils von Dr. l'pppnkamp in sC'inpr (Tf'schichtp dpr Stadt Konitz l , dip 
1873 prschipn, mit (h'rjpnigf'n . \ ustlihrlichkf'it f'rzählt ist. welche dip dürftigpn Uup11pn 


1) Sl'ihh'lll d.'r lluch
tabt' e in .Jer .h'utsdlt'n Ort.hu
rlll'hit' auf .Ien AU8sterbeetät 
{'.!l'tzt i.4, hat die 
2':ichrdhwl.j..t' Kunitro. llIuut'utlich 8eit ihrd' .\ufuahme in deli l'lIstverkehl'. weite Verhreitung I!:efundeu; e.. i..t 
dUl!"el!"eu !tuch. wenng-Iei,'h du" Gymna
iuU\ un .Ier iateren Selu'eibweise Conitz r.,..thiilt. uicht viel ron "ap:en. nur 
ID\I-f milu ..idl fiir di.,,,., 
t'uernng- nicht nur .Iie Et)"mlllo
it, herulin. wie e" Upl'enkaml' timt, t!pr ei' VIIII koui..c. 
wt'ud. kuiiro .In.. I:nde nhleitet. uud. .11\ .Ue"e ßetlt'utnn
 l!eu!!rRlthi",'h uaf'h keiner K..ite hiu passt. dem "'orte. 
W'L
 nicht. nngiinglidl hIt. die allgt'mein!lte Bezeit'hnuu!!: tIer Rmlln
1' g'ieht. 11 ie....e di., SbL.lt wi... dm.. mähris,'he 
",..lIitro im Hlavi:,cheu KtHli('
. SII wiil'e es mit Bllttmann um:weil"e1hat't VOll kolt tlll.
 Plt'l',1 nbzult'iten und t'lIt"'präehe 
d"JII .Iellt..('hen Rtls!'l!urlt'lI. da ..i.. ahel' l)olui
rh Choini.
., heisst. 111111 11 nzweilel haft von \Venden im ('rsten Julm'.l'h\lt tlp" 
dn'izehllteu .Jnhrlnllllio'l'ts !!..
riilltlet, ist, 811 ,Iiirft., die Ahleitung \"I1n chojna dit, Fichte wllhl ul1z\\"t'ifl'lhaft ri,'hti!: 
I!..i.., lind damit ..linnnt ulII'h die ii.It.este Hchreihllrt. Choy"ic (z. B. in ein.'r UrkIlUlI.' mm .'nhre 1271. Pommersch.,i' 
IJrknnde\lhllch 11. 233) iilwn'ill Hie Ablt'itllu
 von 
Kllh" erkliirt. Ul.p.'nkllml' mit R.'eht fiir einl' Frllcht .11'1' 
Volk"hlllllors; t!{'1' Knhkol'f im \Vapp.,.. .h'r Hhult dellft't. wohl plwlJl'tI wip .11'1' Riill','lktll'f im 
fe..kl"lIhllrgi"f'lll'n 
W apL1eIJ \l1I\' nuf die ErhlLn.lI
 ,)ur..h .lie Wend.'n hin. 


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zulassen. ich habe mich deshalb auf die Darstellung der Z('it von 1815 bis jC'tzt beschränkt, 
und nur dic letzten Jahrz('lmtC' vor dem genannten Zcitpunkt glpichfal1s in d"nKrpis mpin('T 
Darstpllung KC'zogen, da für diese die A ktC'n des KüniglichC'n I'rovinzialschulkollp1-,riums, 
"\'on dpnpn das
dbe mir siebzplm Bänd(' , d('ren Inhalt dip (rC'schic1Üe des hif'sigC'n Gymna- 
siums betrifft, auf mpine Bitte- zusandte, manchC's npuc 1\fatC'rial botC'n. liC' ältprpn ZC'it('n 
habC' ich ausfÜhrlichpr bchandelt als die neue-rC'n und um lä..;tigp 'YiedC'rholungC'n zu v('r- 
meidcn gleichartige Thatsachen mehrfach in kurzpn AnmerkungC'n zusammengefaßt, die 
('ben so wie die Tabellen dcm sich überhaupt dafür intcressier£nden kkincn KreisE' von 
1.C'sC'rn vif'lleicht nicht unwillkommen sein werden. 


I. 


Die Eröffnung und Entwickelung des Gymnasiums 
zu Conitz. 


...... 
I 


Dip Provinz W ('stpreuß('n, die jetzt dreißig hÖhpre LC'hranstaltf'n, darunter drpizphn 
(
ymnasi('n, zählt, hattC' 1815, im (i-ründungsjahrp d£s hi('sigen (i-ymnasiums, dC'r('n nur 
yi('r: die städtisch('n (rymnasipn zu Danzig, Elbing und Thorn, sowie die 1812 als (i-ymna- 
sium anerkannte Kathcdralschule zu :Marienwcrder. Eine katholische hühC're Ldlransta1t 
gab es in unscrer Provinz nicht, wenn auch di(' von dpn Jesuit('n 1623 in Conitz ('rrichtt"te- 
hf,hf're Schule, dic volle 150 Jahre sich dip Pflcge hÖhprcr Bildung hier angdC'gpn sein 
lif'ß, seit dcr Aufhpbung- dcs Ordens im Jahre 1773 bis zur sogpnannten Reorganisation)) im 
Jahre 181S
 den Namen katholisches Gymnasium ununtC'rbrochen führtC', wie sich diC's aus 
amtlichcn Schriftstücken der Königlichen Rcgi('rung von \\' estpreußen und andC'rer Bchörden 
aus dm Jahren 1797 bis 1814 C'rgiebt. 3 ) Mit wi(' w('nig JkrC'chtigung jC'doch diC' Schul
 


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t) Der 1\amc i8t nicht zutreffend, weil es, wie wir sehen \H'rden. H!15 hio'r nicht8 zu reor!!sni8ieren 
suudern nur nl'U zu schaffen gab. 
2) Von den übrigen ehel1la1i
en Jesuitensclmlen ,,- cstprenssens, tUe nchst lien glcieht'n Sclmlen von 
Hraun!\berp;. Bromberg und Roessel zu rlem so
enanllten 
8c1mlen-Jnstitut
 j1;ehörten. Ullrl in welchl'n dei' Unterricht 
nach den BI'!'timmungen erteilt werden sollte, wie Elie in dem von rll'm Koadjutor de8 BiHdlOfl' von Kulm Karl 
Grafen von HohenzoUern-Heebin
en entworfenen unli durc.h Ksbiuetllonlre vom 5. Miirz 17t:!1 gl'nebmi
ten Hcglement 
enthaltl'n waren, hallen Conitz und Graudenz allein den Nomen nymnnRium ununterhrochen gefiihrt, denn da8 aka- 
demi8che GymnMium zu Alt-Schottlu.nr1 war 18 H aufgelöst worden, Ht. .Krono, wo üLri
l'n8 nur dil' "grammatilcben 
Stuc1it'n", nicbt auc'h wie in Conit.z "rlie untel' dem Namen Philolo
il' iilll'rhaupt begriffenen Wisi!cnselulften" geb,hrt 
'Wurden, hatte 1812 auf
ehört, diesen !\amen zu führen, und das Gymnasium zu J\larienwerder war, l,ben80 \\ ie 
das zu Bromherg, iiberhaupt nieht zustande gekumml'n. 
S) Meisten!! sind eil KaBsenverfügungen, in welchen den, Hoch
e]arten 1il'IIl'n Getreuen" de8 .,Katllolisdlen 
GymnoEliums zu Conitz" von der \\-eatpreussichen Uef!;ierunJt tiir dil' Quartale LlIl'iae (Sel.tember his Novemher), 
Remini8ccre, 'J'rinitatis und Cnlcis (.Jnni bis Au
ust) das Geholt VOll im Wlnzen 132 'J'haler 45 Gr. jedesmal zu- 
p;ella1llt odl'r ihnen empfohlen wirrl, den Ein!l:ang des Gehaltes n1l1i
 abzuwarten und "aueh statt Courant mit 
Schei.ll'miinze zufrieden zu sein". 


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diesen 
ampn fÜhrte, prsieht man untpr anderem aus einem Revisionsprotokoll '\:om 15. 
Oktobpr IH02, an welch pm Tagp der Ch0f des Oberschulkollegiums l ), Staatsminister von 
Massow, eine R0vision ues hiesigcn »katholischcn Gymnasiums« vornahm. Danach bpstand 
dass01b0 aus z\VC'i Klasspn; die hiihprc hattP 2-l, die nipderp -l
 Schülf'r. ErstC'rC' war in 
.lwci Abttihmg-en, pOl'tica und rl1'torica, g-I'tl'ilt, die in ein0m Zimml'T von U0m Priif0ktpn 
K unigk unterrichtl't wurden. Übpr den Unt0rricht in di0ser Klasse hpißt es: 'l.at0in wird 
nach einpm j0suitischf'n Schriftst011er (p. 1ominici D0colonia libri quinque lectissimis Vf'terum 
authorum a0tatis aur0ap pprpf'tuisque- C'xC'mplis illustrati) gC'triebf'n, außC'rdpm wird der Cicero 
und Livius gdpsf'n.l Die (1-e-schichte wird diktiert, um dadurch dip Schülpr zu
lC'ich in dpr 
df'utschf'n Sprachp, worin die meisten nur schwach sind, zu übf'n. Sie haben täg-lich vipr 
J.{'hrstundcn,3) zwei df'S Vormittags und zwpi des 
achmittag-s. In df'r zWf'itf'n Klasse, die 
vipl" in f'inpm Zimmpr vprf'inigtc und ,'on einem LehrPT. df'm Professor Bronkowski 
untprrichtpte Abtf'ilung-f'n (proforma, infima, wammatica und syntaxis) umfaßtl', wurden dip 
Fundamf'nte dC'r latf'inischC'n Sprache nach der (Trammatik von . \Ivari und dC'm Lf'sf'buchp 
von (j-C'dikp, LTf'schichtC' und Geographie und Übungen in dC'r deutschC'n Sprachc g0triebcn. 
WC'gen dC'r Unkul1llc d0r meistf'n Schüler im Deutschpn war die Untcrrichtssprache polnisch 
odeT auch lateinisch. 
aturl0hr0, (.pschichte und and('re \\'issenschaften w('rdC'n dC'n SchülC'rn 
des (.ymnasii aus f'i11('m BuchC' , w('lches den Titel führt ',Inhalt allC'r \\'issenschaftf'n zum 
(1-ebrauchC' dC'r K indl'r von sC'chs bis zwiilf J ahrC'n. \Varschau 1796« vorgetragen. Aus 
dipsem Buchp krnC'n sip ganzc Sätze auswe-ndig, sowip übC'rhaupt dl'r ganze Unterricht, 
sowohl in SprachC'n als in \Visspnschaften, im . \uswe-ndiglC'TI1C'n und } IC'rb('t('n dC's (i-e}PTI1tC'11 
zu be-stehC'n schf'int.« Sovie-l aus (km Revisionsb('richtp, .HlS dC'm zu eTs('hl'n ist, daß dip 
)RistungC'n üb0raus gpring wan'n, und nur bcsonders beanlagtp SchülC'r allpnfalls im I.atf'in 
einigp npnnC'nswpTtf' KC'nntnisse erlangen konnten. 
och viC'1 schlimmC'r abf'r wurdC' f'S 
nach dem K ripge von 1806 h. Statt des Präfekt0n K unigk tritt im Sf'ptpm bC'r I 
0-1- df'r 
PräfpktKalohr ('in, df'r aber bereits nach .2 JahrC'n nach Bromberg gC'ht und sich 180 9 
vergpbC'ns wipdC'r um die hie-sigC' Präfekte-nste-llc bemÜht. \VährC'nd d0s Kriege-s und 


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en; cill eigrlles KuJtu:lI\ini"tt'rinm wurde 
er...t IHI7 ,'rrit.ltt...t. 

) In d"1I\ heigefii/(ten von dem Präfekten Knnil!:k se
b;;t ahgcfa,;st('n ßii'eherwrzeh'hllis kommt iibrig-ens 
..
n Liviut nir'ht. vor. .l'Lfiir Ovit) e" ..ecen... .."tri Burmanni um) (,ir'erOllis selectarum ornrionum )ih,'r ex rl'('ens. 
C:raevii. 
:\) Hewiiltlllich verweilte aber. wie ein ehemnli1!er 8chiiler augiebt. der Prii.ft'kt nur ein e Stunde vor- 
mittuWl 111111 ei u e IIIwl.lllit18!!"I'\ iu der Klasse. 111 oler Geometrie wurde gar kein Unterri..ht und in oler Arithmetik 
nur wenig ertt'ilt; weit!:r 1118 bia zur Reg(.lt1l'tri lI\it ErÜchen brachte es keiner. 


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unmittelbar nach dem
elben wirkt hier d£'r Präfekt Lamprecht, der 1809 als Administrator 
der Pfarrei nach Hammerst£'in geht, und von dem einige Besitzer der Umg£'gend (v. Wo 1- 

chlregpr, Vlehr-Kensau, v. Trabowski-Lottyn u. a.)in ein£'r Eingab£' an di£' Rpgierung, in 
wdcht'r sie bittcn, dem (Tcistlichpn Kalohr, dem Lampr£'ch t spin£' Stelle freiwillig abg('treten 
h1tte, die St£'lle des Präfpkten zu übertragpn, £'s offpn au sspr£'chpn, ..daß si£' ihre Kinder 
, . 
dem Conitzer Schulinstitut nicht am'ertrauen dÜrfpn, da dasselbe nach dem Krieg£' zu sehr 
g"pslmkf'n und der Präfekt I.amprccht mit der Tabe wohlthätig fÜr die Erziehung der 
.Kinder zu wirken von der .Katur zu kärglich begünstigt [ei.« Dic wohlhabendprpn Besitzer 
der Umgegend schicktpn ihre Kinclf'r damals mehrfach auf die Schulc nach Pakoscz im 
Herzogtum \\Tarschau. 1 ) \'on 1
09 bis I
IS wirkt an d£'r Schule d£'r Prof£'ssor K.antak 
allf'in. Dirckte Zeugniss£' ÜIJf'r dip I.eistungf'n df'r Schule sind aus dies pr Zeit nicht vor- 
handen, doch müssen dip Yerhältnisse Übpraus traurige und die Fn'qUt'nz eine vl'rschwindend 
kl£'in£' gewes£'n fein. Viele Eingabcn Kantaks an die l{£'gif"rung- lipg£'n vor, worin er um 
spin rÜck[tändiges (
ehalt, jährlich 20'; Thaler, hittet; in denen er alles, was sich \" er
iußer- 
bar£'s vorfindet, angreikn zu müsspn crklärt, um sich das Leben zu £'rhalten, und wieder 
andpre, in u£'npn über seine l\Iißhandlungen df'r SchiileI' Klage geführt wird. 1
12 verläßt 
er die Schule monatelang, weil er Einquartierung befÜrchtl't, und als sich dies£'s s£'in eigen- 
mächtiges llandeln wiederholt, winl cr sllspcndif'rt, dann aber wieder \\"egcn des absoluten 
:;\Iangels an irgend welchen l.ehrkräften aufgenommen. Schon d:! 10 hatte das Ministerium 
erklärt, es sch£'ine anrätlichf'r, ihn zum Lf'hrer f'inpr Trivialschulc zu beste1kn, und 18 1 5 
im Mai herichtet dpr Probst Thi£'dp, »daß f'r s£'it Jahr und Tag« nicht hicr gewesen sei. 
und daß deshalh natürlich auch keinc Schülcr vorhanden scicn. K.antak entschuldigt sich 
freilich unter dem 26. Juni I t! I S damit, daf
 er im vorig£'n Jahrp von dpm Stadtrat SpiUer 
gpzwungen sei, seine \\Tohnung und dic Schulstuhen bphufs Einrichtung eines Lazaretts zu 
räumen, und daß dip Zimmer jetzt vollständig devastiert scien, so daß kein U ntcrricht erteilt 
werden kÖnne und seine Anwesenhcit in Conitz Üherflüssig sei. Am I. S£'ptember 181 5 
wird e
 nach Deutsch Kronc mit spincm bisherigen (TPhalte versetzt, nimmt die Stelle aber 
nicht an und wandert mit Bruder und Schwester nach dem Kiinigreich 1'ol£'n aus. Unter 
solchen Verhältnissen kann trotz des N"amcns von einem Tymnasium in Conitz keine Rede 
zur Zeit dpr sogenanntcn Reorganisation mehr sein, kaum noch Übcrhaupt von einer Schule. 
Da erbarmte sich, wie d£'r Direktor l\1ueller im Programme von 1822 sagt, Friedrich 
\V il hp 1 m fI L dpr Ipidenn.f'n Sache der hi£'sig-en katholischf'n J ugpnd und ordnete eine- neu
 


1) Noch am 28. .\lai IH14 hittet eine Frau von S.zeinert iu BiIllowi{'z um den Kon!jens ihren /::lohn auf 
.lie 
clmle nach Pakoscz zu schicken, "wo auch die SÜhne de8 Herrn vou "r ull{'hlä
er auf SdlOenfeld und des 
ITerl'u von 'l'ucholks in Klein Byslawek sl'ien." Ihr Antrag' wird vorläufig von der Rew.crung bi
 zur Errichtung 
dl's Gymlllt8iums in Conitz genehmigt. 


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ürganiration des hiesigen Gymnasiums an. Eine besondere. Kabinetsordre existiert darüber 
nicht. Schon in £'iner \'£'rfügung vom 10. August 1809 sagt die Regierung, daß »dem 
(iymnasium zu Conitz einp ,nsentliche R£'form beyorst£'he«, und im Jahre I 
 13 am 7. Oktober 
schreibt das ::\finisterium, daß es :munmehr im stande sei, wegen der Herstellung des (iym- 
nasiums zu Conitz nähere Einleitungen zu treffen, und wünscht, da{
 der Professor Piehatzek 
in Opppln, der. nachd£'m pr mphrere Jahre als Lphrer mit AuszC'ichnung gearbeitC't hätt{' 
und dann auf anderthalb Jahre nach BprIin gegangen sei, um einen Cursus in der höheren 
)'lathematik und Philologie u!lt£'r Tralles, \\' olf, Buttmann, Heindorf und B.Eckh durch- 
zumachen, mit wC'nigstpns zwei ] .C'hrern schon in diesem \Vinter sich nach Conitz begeben, 
und daß die fÜrmliche ErÖffnung ues liymnasiums gegen ():.;tern stattfinden möge.« Als 
nun die Regierung in l\larienwerder fast ein Jahr später dC'n Minister bittet .,der Angelegen- 
heit fördernde Rücksicht zu widnwn, da es nun schon acht Jahre her sei, daß das katholische 
Schulwcsen seiner vÖlligen AuflÖsung überlassen wprde«, erfolgt die Antwort. daß die Ftats- 
v£'rhältnisse die (kfinitiyp Berufung Pichatzeks, der untpr dem q. .März I 
 14. bereits einen 
Lehrplan in allgemeinen Trundzügen eingC'reicnt hätte, noch nicht mj)glich machten.« Am 
28. Februar I HIS endlich erhält Piehatzek von dem .Ministerium des ]m1Prn die \\' eisung 
hierher zu gehen und zwei Lehrer in Y orschlag zu bringen. Spine DE'soldung war provi- 
sorisch auf iOO Thaler, diC' dC'r beiden anderen auf je 400 Thaler festgesetzt; alle drei sollten 
alll
erdC'm freie \\Tohnung erhalten. Untpr dem 6. April wird der hiesige Bürgermeister 
Spill er beauftragt, dC'n Bewohnern des (;'ymnasimTIs anzukündigpn, daß sie binnen Monats- 
frist das (iymnasium zu räumen hätten. I) Ende Juni IBIS kam Piehatzek hier an, von der 
Hoffnung gC'tragen. ,,'ie er sagt, ,,,'on dem ,'ormaligf'n (iymnasium einige Überbleibsel und 
ganz gp,,'iß 
ie zu spin er Vervollständigung nötigen (,pldmittel berC'it zu findpn. Nichts 
von al1edem! Von der früheren Anstalt war seit geraumer Zeit kpine Spur mehr mit Aus- 
nahme des Hauses, das zeitweilig als Lazarett und als Exercierhaus für das russische Militair 
gedient hatte, und in welchem Knaben und Mädchen neben einanuer sitzend in den ersten 
Elementen unterrichtet wurden.« Das t,ebäude bC'fand sich in einem fo schlp(;.I1ten Zustande, 
daß zunächst ISO und dann im September noch 310 Thakr ange,,'iespn werden mußten, 
um Vtohnräump und Schulzimmer bewohnbar zu machen. Kachdem so das Gebäude für 
dic Aufnahme ,"on J.{'hrern und SchülE'rn notdürftig eingerichtet war, kam es darauf an, 


1) AL;!;esehen von dem Konrektol' der iu das Gymnasium verlegteu Stacltschule, EwalJ, wohnte damals 
fel'ller clarin die Familie des Lientenants lJomanget, der die Aufsicht iiber das Gymnasialgebäude hatte, zur Zeit 
aber noch im Felde stand. fel'lwr der rrofesBOl' Kantak, der aber, wie Spiller bcrichtet, stets abwesend ist. Der 
Prollst Thiede hatte von dcr im Dezember 1814 erhaltenen Erlaubnis "in Aubetral'ht dessen, dass die Probstei 
iiher aUe Beschreibung höc.hr,;t erbärmlich, baufällig uud unbewohnbar sei", das Gymnasium zu beziehen, noch 
kdnen Gebrauch gemacht.
>>>
8 


die nötigen Lehrkräfte zu beschaffen. Vorläufig war er der pinzig-(' Ldlrf'r. und ihm war 
a!1gedeutet worden, daß, da die zur Ausstattung des hymnasiums prfonkrlic11£'n Fonds 
noch nicht 'bereit seien, er sich anfangs solchc .-i-ehilfen suchen mÜssp, dip sich mit ('iner 
mäßigen Besoldung begnügen würden; besonders sollte er sein .\ug"onmerk auf junge Leute 
richten, die ihre Studicn noch nicht beendiJ..,1: und spätor ihre Stellen an tÜchtige Lehrer 
abzutretcn hätten, während sie selbst mit eincr ihren Leistungen entsprpchendpn l' ntC'rstÜtzung 
zur Fortsetzung ihrer Studien auf eine königlichC' Univprsität wiedpr entlassl'n we1"(kn sollten. 
Der damals bei dem (-rymnasium zu Oppeln bC'schäftigtC' S
hwagC'r Jiehatzcks, der Hilfs- 
Iphrer Ferdinand 
Iinsberg, war geneigt, ihm nach Conitz zu folgen. Da C'r aber an 
Gehalt und Reisckosten mehr forderte, als die disponibf'ln Fonds gestattC'tcn, so vC'rzögerte 
sich seine .\nkunft bis in df'n 
ovember. Ein anderC'r Lehrer, dor bC'i geringl'm (-i-ehalte 
wesentliche Dicnste zu leisten imstande gewescn wärc, war nicht aufzutreiben. Ubgleich 
unter solchen Umständen keine baldige lIilff' zu erwarten war, so begann PiC'hatzek doch 
unverzagt am 2. Oktober 1 H 1.'\ mit I4 SchÜlern, die griißtpnteils aus ('onitz Sl'lbst waren, 
den Unterricht. 1iC' Elementarbildung derselben war jedoch infolge der mangelhaften 
Beschaffcnheit dcr .Elementarschulen so vernachlässigt, daß sich das dringende BedÜrfnis 
nach einpr Vorbereitungsschulp sofort herausstpllte. Die Einrichtung dC'rsl'lben wurde ge- 
nehmigt und Pichatzek beauftragt, pinen l.phrer für diesC'lbe in Vorschlag zu bringen. 1m 
November kam dpr zum OberlphrC'r ernanntp Hilf"lehrC'r Minsberg hier an. I iC' SchÜler 
wurden sofort in zwei AbthpilungC'n geteilt und in wöchentlich 26 Stunuen untC'rrichtpt. l ) 
Am 25. 
ovember traf der Rcgierungsschulrat Schroeer aus i\fariC'l1\verdf'r £'in, um im 
Auftrage der Königlichen Regierung 2 } das (-i-ymnasium zu eröffnen. Derselbe ]joß am 26. 
sämtliche :\Iagistratsmitglicder und Stadtverordnpte, alle üffontlichon Ikam£on, Kaufleute 
und angesphcne BÜrger der Stadt durch den Ratsdiencr zu der Feierlichkeit des folgenden 
Tagcs f'inladen. :\Iontag, den 27. ).Jovember I!-!I,l vC'rsammelte sich, da auch soitens der 
Reglf'rtmg in 
r. 45 des Amtsblatts cine vom 26. Oktober datierte, in deutscher und 


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r 8tll1ll1eu{llall his Ostcrn 11'11; war dl'r t..l:.\"em1e: vormittags von 9-12 in Y. :'I1:\th P., Latein 
M., Deuto!ch 1'.; in \"1. Latein :\1., R
chllen 1'., Ul'lIt
{"h :'I[ ,nachmittll
(j von 1-3 :Im :'Ifontal!", ))ienf'ta1! nn,1 
HonnC1'8tag in V. Geschichte :'1[.. in \"L Geographic 1'., Fl'eitllg kumh. "olnii',h :'11., von :1-,1 kom!. :\fontug: 
und Donncrstag l
eliginn 1'., 1)icnshL
 uml Frcitag 
atl1rhes{"hreillnng :'11. 

) Das Gymnasium ressortierte ,tamlllB 
lln7. vln uer I\:iini
dit'hen lteg:il'\'IIn
 in '\laril'nw{Jrdcr; seit 
November 1817 in uen inneren An
elegenheiten \"011 dem Kiilligliclll'n K,'nsi
toril1ln zn I hlll7.i
, u
1l1 al
 .lie KOII- 
l!iHto!'i"n ,lnr('\\ die Knhinetsordro vom 31. Dezember 11-;2:, in zwei Abtcilnng'l'n 
esehi.,.h'n wurden, \"on ,Il'r zweiteu 
Abteihlll(l; desselben, welche Jen 
mnen Provin7.ialschulkollep:illln fÜhrte; VOll. H;:
:! hi.. um; nnterstllud Cf! delll 
Kiiniglichen Provinzio.li!chulk..llegium der Provinz I'reuss,m zu Kiinigsher
, doch hClLrheitete hi! If.\a7 ,lie Küni!!,- 
lich.. Re(l;iernn
 zu Marienwerder .lie ":xtel'Uß, nRlllcntlich alle KasBunRng'ele
enllliten; lIach d,'r Tr('nnnn
 dei' 
bei.lcn Pl'ovinzen O"t- und 'VeRtprl'nSsen ressürtiert eR seit (lelll 1. April 18iH von .10m Kiinil!;lidu'u I'r.,\"inzinl- 
schulkolleginm zn IJall7.ig. ' 



 


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9 


polnischer Sprache abgefaßte Bf'kanntmachung erschicnen war, durch wf'lche alle Freunde 
df's Schulwf'sf'ns 
,und namentlich die Eltcrn und Angehörigen dcr diescr Anstalt zu über- 
g-f'benden JÜnglinge« zu der Feier eingeladen waren, eine reiche Zahl von Teilnehmern 
und (Teladf'nf'n in df'm großen Lehrzimmer des (t-ymnasiums und begab sich unter Y oraus- 
tritt der drC'ißiR Ziigling-e der Anstalt, denen der KÖniglichc Kommissarius, geführt von dem 
l)irektor Pif'hatzek und dem Oberlf'hrer l\Iinsberg, folgto, nach der Gymnasialkirche, von 
dC'rC'n Austritt Über der Y orhalle Pauken- und TrompetenschaH ertönte. Der bischöfliche 
])Plegat Klossowski cC'lebrierte hier unter Assistenz von fÜnf {Teistlichf'n ein feierliches 
] lochamt: dC'r StellvertretC'r des Probstes Thicdc, der\T"rreist war, der Teistliche Paul K elke. 
hiC'lt die PrC'digt ÜbC'r dic Schriftstelle »die Furcht des Herrn ist dcr Weisheit Anfang.« 
K ach ßeendigung des (lottesdicnstes kehrte dC'r Zug in der vorigen Ordnung in das audi- 
torium maximum des {t-ymnasiums zurÜck, worauf dC'r KÖnigliche Kommissarius dC'n Direktor 
Piehatzek und dC'n ()berlehrer l\£insberg vorsteH tc , beide auf die treue ErfÜllung ihrer 
Jkru£"pftichtcn hinwies, die Schüler zum Fleiße ermahnte, die Eltern und Angehörigcn 
derselben, sO\vie die ß('hiirdcn und Bewohner d('r Stadt aufforderte, zur Erreichung des 
Zweckf"s dC'r Anstalt mitzu,,'irken und namC'ns dcr Königlichen Regierung das Gymnasium 
für f'rüffnet C'rklärte. ])C'r Direktor Piehatzck entwickelte darauf in einer gehalh-ollcn aus- 
führlichen J{C'dc dio Erfordcrnisse eines naturgemäßen UntC'rrichts, und der Obcrlehrcr 
l\linsberg sprach endlich in kraftvollen \\' orten über die Mittel, den Unterricht wahrhaft 
bildend und wirksam zu machen. Damit endigte unter Pauken- und Trompetenschall um 
1 Phr mittags die Feierlichkeit, deren würdiger Verlauf nach dem darüber an die Rcgierung 
von dem Königlichen Kommissarius erstatteten Bcricht, dem die obige Darstellung entnommen 
ist, manche gegC'n die Anstalt und deren Lehrer bcstandcne V orurtC'ilC' zerstreute. Als nun 
\\r eihnachten 18 1.'5' dC'r Elementarlchrer \\T eber aus Oppeln hier eintrat, wurde zunächst 
die Stadtschule auf Befehl der Regierung aus dem lTymnasium in ihr frühE"rE"s Local vcrlegt 
und eine Y orbereitungsklasse 1) neben dE"n beiden untersten {';'ymnasialklassen eingerichtet. 
()[tern 18 16 erhiE"lt das Lehrerpersonal cinen neuen Zuwachs, indem der Primaner Y alC'n tin 
Raymann aus Oppeln als Hilfslehrcr angesteHt wurdE" und auch die Leitung der jetzt 


1) Diese Yorsclll1le bestand bis zum .Jahre 181!! und wurde dun 11 wege:: der bescbränkten Geldmittel 
und Lehrkräfte nuf/!,'ehoben Im Jnhre 1833, ullter dem Dil'eldOl'ate GabblCl'S wur(le dieselbe wieder eingerichtet 
IIlId der Sclllllümtskandidat Fe l"U I' n n d JlIt u b zum Lelu'cr derselben eruallnt. \" egen d('r geringen Frequenz 

illg si(' 1839 ('in. .\m 1. OktobOl' If'GI wurde lUtter Goebl'l
 Direktorat dieselbe wiedCl'UlII als Privat.anstalt ins 
Ll'hen gerufen lUul der l!uterrkht von mebreren Lehl"ern des Gymnasiums iibemommcn; schon mit dem Schlusse 
des Schuljahl'el's ]8G::!/G3 hürte jel10ch llieses Unternehmen wieder auf. Der letzte Versuch endlich wurde ]867 
gemacht; anfangs gleicbfnll
 Privatuntel'nehmen. wurde die Vorschule Neujahl' 1870 vollständig mit dem r;ymnasium 
vereini
t Anfangs bis 50 Schül('r zählend wl1rl1e sie, dll die Sl'11iilerz,nhl allmählich immer tiefer sllnk, durch 
!\!iuisterinlreskript vom 4. August 1883 nufgehoben und dünll noch bis zum HerbAte 1884 pri\-atim fOI'tgefiibrt.
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eingeführtpn ("1-esangÜbungpn übernahm. 
Iit dipsen Lehrkräften. die Piehatzpk al
o sämtlich 
aus seinpr frühprpn Hpimat Oppeln hiprhpr gpzogpn hattl', wirktp dip .\ nstalt bis l\lichaelis 
1816. lT m diesp Zeit drohtp dem Bpstandp des (
ymnasiums pinp unpT\\"artptp (rpfahr. Das 
Ministf'rium In 13f'rlin nämlich Rab dpr Kpgiprung zu 
laripnw('rd"r zu pT\\'äl{en und 
fordprtp ein (-i-utachten darüber. ob nicht .l){'i dpr jptzigpn \"t 'rändprtpn I.agf' und den 
f'rwf'itf'rtf'n (Trenzen df'r PrO\'inz« Culm ('in gpeignetPr ()rt zur Aufnahme )}pines wohlein- 
gf'richtPten gTößeren (
ymnasiums sei. Mit allpr Enprgie hpstrpitpt dipses jedoch dip I{pgierung. 
wohei dpr Präsidpnt dprsdbpn noch das Sl'paratvotum ahgipht, daß auch fÜr das Culmpr 
Land ein gTÜßeres katholisrhes (-i-ymnasium unpntbphrlich sei. Srhon am 7. Spptf'mbf'r 
f'rkf'nnt das l\linistf'rium die (-i-rÜnof' als durchschlagend an und lälh den (rf'dankpn einf'r 
V f'rlpgung OPS (Tymna.;iums fallen. I) l\JichaC'lis 1 
 16 IPRtf'n dip mf'hr als 100 Zöglingp 
df'r .:\nstalt zum erstf'n Mal in f'inf'r drei volk TaRe dauprndf'n PrÜfung Bp\\'eise ihrps 
Wisspns und KÖnnf'ns ab. Obglekh dif'sP Probpn narh dpm pigf'nf'n 1J rtf'ilf' des Dirf'ktors 
»nicht außprordf'nt1ich warpn, so bf'frif'digtt'n sif' doch das mit gf'spanntf'r J\ ufmf'rksamkeit 
hf'iwohnf'nle Publikum so sf'hr, daf
 f'in Frf'udf'nff'st \'f'ranstaltf't, f'in Danksf'hrf'ibf'n bf'i (lf'r 
Kiiniglichen Kf'g;erung pingf'rpicht
) und manchp (Tabp Lur Bf'lohnung df's Fkil
ps und 
zur Unterstützung unbpmittf'ltpr SchülPr gf'spf'nopt \\'urdf'. llntpr df'In .
o. ()ktohpr erhif'1t 
Piehatzpk von df'm l\'Jinistpr dt's Innprn Schuckmann df'n Titf'l 1irpktor, mit welc11E'm f'r 
freilich auch frÜhf'r hf'rpits in den amtlichpn Zuschrittpn of'r I{pgif'rung ang-,'rf'dpt worelen 
war. l\lit dem Beginnp dps neuen Sf'huljahrf's wurdp dif' 
uarta prrkhtt't, und da zugleich 
mf'hrC'rf' Schüler. dif' auf andf'ren Anstaltf'n die Keit'p fÜr ()hprspkuncla f'rlangt hatten, rirh 
zum Eintritt hif'r mPloptf'n, so wurdp auch dipsp Klasst' f'ingf'richtpt. lI ) Um dip hierdurch 
fast vprdoppf'ltf' Arbf'it hf'streitf'n zu kiinnf'n, wurelf' hald naf'h Er...)ffnun
 dps nf'upn Srhul- 


. 


J) 1111 .ralu"e l:-.
W. als ,,;ic.h hicr iu lIIauclum Kroi"{,1I lJille gewi"se 
lis""lill\lIlUn
 
c!!:l'n Ilai kuthuli';l'he 
C 
Yllluu
iulII !1-"dteml ma
htt:. kl1l11 du
 :\lilli
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rilll1l UIII" 11
lIiwlheu 1'lulI zlll"ii
k lUul 1II,'inte in einer \' erl"iigllllg VUIl' 
!t. .hllli "welln vun jo'D\'r Htilllmun!! f'in duucl"mlel" "'idcr!'bLlul 7.11 JII'8m"
I'1l W:iI"I'. so wiirdl' (8 of1i.-uloür Iwilsumr'l' 
sein, das kutluJlis('he Hauptl'ynmasillln Iler Provin7. 1111 einplI mulp.'clI Ort, "hm lIu(.h (:ramll,tl7.. ;\eustrult 
oder Culm zn \"I'.rlel!l'ft nllll Couit7. auf eiue ZlIIn hiihprpn (
ymllnsillluutprricht v\II'herpitPllllf' Rr'hlllanstnlt zu 
hpsc' hriin ken." 
2) I1i
se8 in iiuol"
chwonl!lil'hcu AII..drii
kell deI" AIICI'kcIIIIIIU
! n.1o
..I":I.

II' 
kllrl'il,,'u i..t IIlIter7.ei,'llIlPt 
VOll Lesse Biil"!!prmci8ter. Kuel7..
1 KI'ei8ju
ti7.rat. L,'u7. Krimiulllrat. Hu\t 7.1II:LIIII L:uullonulllpj
ter. Kroll .1 nsli7.kom- 
rnis;;ariuf. Jot1
ehar1y K reisriC'htpr, Orthlllllllll HupPI'intpndent 111111 
";.. hel'!'"'' rth .T lI!'tiz ',:onlllli

aril1
. 
3) nie 
alll(,1I dieser CI.,;tCII H('kunc1allcr sint1: 1-:.luar,1 (h-thmulIlI. Kul"l 1-::"1111'1', H..inrieh 
altzmanu, alIl' 
dl"Ci aut:! ('ollitz; di
 heidell erstell hattcn die PI'l'iheit
kl"ie!!.' mitl!"IIULl'ht lIIul warl'n ()flizil"'" im Ir. IlPzw. I \\'esl- 
l'reullsischclI [,mulwplu'inlimteril'!'c!!illlcut; .rukolo 
..u),alll'l" UIlS OW!'lIit7. Kr. Htlll'
a...1. :-:taubluus \"Im Lni"ld :LU!' 
Lihschiu Kr. HtlU'l!nl"d. Kurl 
Iiillcr (1"ICiwilli;!er .Jiigf"') :LUS PI", Frip.llun.l 11111 1'
"n:LI.t1 1
lIt7. .11. Ekhlr'r, :\1 iillcl" , 
Uot7.nIl uud Sultzruaun warl'u mir "lIu,;pitlllltPII. Wl'lr'hl' t1in hi"tnri"c'hl'n l1Iu1 mafh.'mat:,;I'!J.'n '[,1'111,,11111111'11 ill dpr 
Kweit'JI\ lIIul l"iiuftpn K1usse hcr\lll'htI'U." 


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11 


jahrcs der interimistische Hilfslehrer Krannich l ) und vom I. Januar 1817 an der bisherige 
Kommendarius und Lehrer an der Schule in Dt. Krone, Busse, als katholischer Religions- 
lehrcr 2 ) angestellt. Jetzt warcn sechs Lehrer an der Anstalt, die den Unterricht in vier 
Gymnasialklassen und der Vorschule zu versehen hattcn. Nach der Michaelisprüfung 
181 7 wurdc die Prima eröffnet, besonders, wie Piehatzek sagt, aus Rücksicht auf den 
Sohn des Superintendenten Orthmann, »der die Freiheitskriege mitgemacht hatte, löb- 
lichen Fleiß bewies und auf der Bahn wissenschaftlicher Bildung vorgeschritten war.« 
Auch die übrigen Sekundaner wurden versetzt, »teils wegcn ihres vorgerückten Alters, 
tC'ils wegen Unzulänglichkeit der Lehrkräfte für sieben Klassen, da auch die Tertia ein- 
gerichtet werden mußte.« Leidcr konnte sich Piehatzek seiner angegriffenen Gesundheit 
wegen nur wenig am Untcrrichte beteiligen, und schon im Herbste 1816 hatte er der 
Regierung angedeutet, daß er nach Schlesicn zurückzukehren gedenke. Als er im Frühjahr 
1818 zur Herstellung seiner Gesundheit nach Carlsbad zu reisen beabsichtigte, beantragte er 
auf dic Bitte zweier Primaner bei dem Westpreußischen Konsistorium, dieselben, obgleich 
sie erst ein halbes Jahr der Prima angehörten, zur Abiturientenprüfung zuzulassen. Sein 
Gesuch wurde genehmigt und am IR April 1818 unter dem Vorsitze des Schulrats Schroeer 
die Prüfung abgehalten.') Beide Primaner, Orthmann, derselbe dcr 1865 als Oberstaatsanwalt 
in Cöslin die fÜnfzigjährige Gedenkfeier der Anstalt durch seine Anwesenheit ehrte, und 
Neubauer wurden mit dem Zeugnis Nr. 2 für rcif erklärt. Die übrigen Primancr verließen 
die Anstalt, und so ging die Prima ein. Am 20. Mai 1818 reiste Piehatzek ab und dcr 


I) Derselbe war 1795 bis 18()1 Le]lrer am KadettenImme zu Culm gewesen, hatte dann drei Jahre Jura 
in Künigsberg studiert, wUl'de Auskultator bei dem Stadtgericbte dort, 1810 Lehrer am Friedrichskollt:gium zu 
Königsberg und 1811 bis 1815 am Gymllasium zu Braunsberg, 
:11) Bis dahin hatte den katholischen Reli
iol1sunterricht der Direktor crteilt, für die Abhaltung des Gottes- 
dienstes in der Gymnasialkirehe der danll1lige Probst T h i e d e gesorgt. 
') Die 'rhemata der schriftlichen Prüfung waren: Deutscher Aufsatz: Ecce spectaculum Deo dignum 
vii' fortis eum mala fortuna compositus. Lateinischer Aufsatz: Omnia fluminis l'itu ruunt. Griechiscll: 
Übersetzung des fiinften, sechsten und. siebenten Kupitels aus dem Panegyrieus des Isocrates (in anderthulb Stunden 
gefertigt und dazu noch Bemel'kungen in lateinischer Sprache!) und ein in zwei Stunden mit Hülfe des I.exikons 
gefertigtes längeres Ski-iptllm. Mathematik: 1) "
ille gegebene gel'llde Linie so zu teilen, dass das untel' den 
Abschnitten erhaltene Rektangel einem gegebemm Quadrate IIleich sei. 2) );
ine gegebene Linie so zu verliingel'll.' 
dass das untcr dCI' verlängerten mit dem angesetzten I::!tü..ke entbaltene Hektangel einem gegebenen Quadrate 
gloich sei. 3) AUB zwei gegebenen Linien einiln l'echtwinkligen 'l'riangel zu verzeichnen, so dass die Hypotenuse 
und cine Kathete zusammen den einen, die andol'e Kathete und der vom S..hcitel dea rechten Winkels auf die 
Hypotenuse gef:i.llte Perpendikel zusammen dcr anderen Linie gleich sind. Fl'anzösischer Aufsatz: Henri IV, 
roi de France, eleve dam l'ecole des adversites. Die mündliche Priifung dauerte sechs ::)tunden, und auch da 
sind die Fordernllgen im Gricchischen sehr erheblich. Von Orthmann heisst es im Prvtukoll: "zur Zufriedenheit 
el'klärte el' den ersten Chorgesung iu Sophoclcs Antigone v. 100 -160, entwickelte sodann die in dem"elben vor- 
kommenden V crsarten lIud zeigte in dlJr sehr gelulJgencn UlJel'setzulJg dei' V erse 777
5l), dass cr keine ober- 
fläehliehe Keuntnis dieses .AUtOI'S erlungt habe", wiihrend von N eubauer gerii
t wird, "duss er es noch nicht zu 
eiucm b"l'Üudlichen V erstäm]nis dcr TrugikOl' und ebenso wenig ZUI' Geläufigkeit im ÜberiJetzen del"Selben gebracht habe." r 


2
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12 I 


I 


Oberlehrer Minsberg übernahm vertretungsweise die Leitung des Gymnasiums. Diese dauertc 
fast ein ganzes Jahr, da Piehatzek dcfinitiv erklärte, daß er nicht mchr zurückkehren wolle 
und noch in demselben Jahre die Leitung des Gymnasiums zu Oppeln übernahm, dem er 
bis 1841 vorstand. Zum Direktor des hiesigen Gymnasiums wurde der zweite OberlehrC'r 
am Gymnasium zu Braunsbcrg, Dr. Joseph Müller, gleichfalls cin Schlcsier, crnannt. 
Dcrselbe traf am 2 I. April 1819 hier ein und fand vier Gymnasialklassen mit I 18 Schülern 
vor. Über die wissenschattlichen Leistungen spricht er sich in seinen Berichten nicht ebcn 
günstig aus, J} abgesehen von der Mathematik, in welcher der Dircktor Pichatzek untcr- 
richtC't hatte, der nach dem Urteil des Regierungsrats Schroeer als Lehrer diC'ses Faches 
allerdings »unübertrefflich« gewesen war; im übrigen nennt er dic Anstalt »verkümmert.« 
Im Juli 1818 verließ Reymann mit einer jährlichen Untcrstützung von 200 Thalern unter 
der Bedingung, daß er nach vollendeter akademischer Laufbahn nach Conitz zurückkehren 
würde, die Anstalt, um seine Ausbildung auf der Universität zu Breslau zu vollenden. Für 
ihn kam vorläufig kein Ersatz, und dazu mußte im Herbste desselben Jahres die Sekunda 
eingcrichtet werden; bei fünf Klassen außer dem Direktor vier LC'hrer! Im Oktober fand 
eine Revision durch den Kommissar des Königlichen Konsistoriums, dC'n Regierungsrat Dr. 
Jachmann statt, der dem "Streben zur Vervollkommnung der Anstalt« zwar Anerkennung 
zollte, aber doch mehrfache Mängel hcrvorhob und zunächst für die technischen Fächer 
einen Lehrer in Aussicht stellte Die Bemühungen, neue Lehrkräfte zu gewinnen blieben 
jedoch ohne Erfolg; ja im folgenden Jahre, Ende l\Iai 1820, schied der Religionslehrer 
Busse'} und der LC'hrer Krannich aus dem Kollcgium aus, und anfangs Juli desselben Jahres 
ging auch Weber zu seiner Ausbildung auf die Universität nach Breslau. 
So hatte sich die erste Lehrergeneration, die unter PiC'hatzck hier vereinigt war, 
bis auf den Oberlehrer l\linsbcrg, der aber auch bereits am 15. Januar 1821 nach Leobschütz 
versetzt wurde, aufgelöst; einerseits hatten Zwistigkeiten im Lehrerkollegium dicses bewirkt, 
andcrseits die Unmöglichkeit, mit dcn vorhandcncn Lehrkräften wegcn der teilweise mangel- 
haften wissenschaftlichen Ausbildung die schon durch l\linistcrialverfÜgung vom 23. November 
1818 genehmigtcn dr ei OberlehrersteIlen und drei Gymnasiallehrerstcllen zu bcsetzcn.9) Im 
J) Schon im Oktober 1818 hatte der Oberpräsident C;;choen, der die Anstalt besucht hatte, dcm l\Iiui- 
sterinm erklärt, dass er das GymuDsium in einem so tranrigen Zustande gefunden hahe, dass es der Auflösung 
nabe sei, und dic Eltern anfingen, ihre Kinder fortzunehmen, da es nnr noch einen Lehl'er im ei
entlichen Sinne 
des Wortes habe. 
2) Die folgenden Religionslehrer silld: Hohmann 1821-1823, Lal"isch 1823-1835, 'l'hamIU 1835-1848, 
von P
zynski 184M-18M, Redner 18M-1857, Tamowski 18r7-1858, von Bielicki 1858-1862, St.enze11862 
bis 1867, Luedtke 1867 bis jetzt. 
8) Im Jahre vorher waren nämlich die durch den Tod des Abts von Pelplill frei gewordenen 2894 Thaler 
jährlich dem Gymnallium zu Conitz iiberwiesen und dadurch die Etatsmittel soweit vcrmehrt wordeu, dass eine 
ToItständige Reorgunisation der Anstalt in Auslli('ht genommen werdeD konnte. 


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1\Ionat Juli 1820 waren für fünf Klassen nur zwei Lehrer vorhanden; ein Zustand, wie er 
in unserer Zeit geradezu unmöglich wäre. Neue Lehrkräfte waren trotz dcr größten Be- 
mühungen nicht aufzutreiben; der Gencraladministrator des Erzbistums Gnesen, \Veihbischof 
von Zicminski, der Domprobst v. Matthy und der Offizial Kroll hatten sich vergeblich 
auf die Aufforderung der Rcgierung hin um katholische Lehrer für das Gymnasium bemüht; 
es gab kcine. Ebenso hatte der Obcrpräsident von Westfalen, an den man sich dieserhalb 
gleichfalls gewandt hatte, schon unter dem 10. Dezember 1819 geschrieben, daß man sich 
dort in gleicher Not für die oberen Klassen befinde. Da trug nun der Schulrat Jachmann 
am 26. Januar 1820 darauf an, da durchaus katholische Lehrkräfte fehlten, zu Lehrern der 
klassischen Sprachen und der Mathcmatik evangelische Lehrer zu nehmcn; das Ministerium 
abcr rescribierte am 23. Mai 1820, »daß der Hauptzweck, um dessentwillen die Herstellung 
eincs katholischen Gymnasiums in Conitz unternommen sei, verloren gehe, wenn prote- 
stantische Lehrer an diese Anstalt berufen würden.«' Am 20. Juli 1820 traf endlich Kar! 
Gahbler, der früher Lehrer in mehreren Kadettenhäusern gewesen war, als Oberlehrer 
und am 7. August Kar! Skeyde aus Schlesien als Hilfslehrer hier ein. Ebendaher war 
im Oktober 1819 der technische Lehrer Mohr und im Scptember 1820 der Unterlehrer 
Kattner gekommcn. Als nun endlich im Januar 1821 auch der Kaplan Johann Hohmann 
aus Heilsberg , dem man schon früher erfolglos die Stelle eines Religionslehrers angeboten 
hatte, sich nach der Ankunft seines Jugendfreundes Gahbler zur Annahme entschloß und 
als Religionslehrer eintrat, war die Zahl dcr Lehrer der Klassenzahl gleich, da bereits im 
Herbst 1820 die Prima eingerichtet war. Alle Lehrer waren mit Lehrstunden überhäuft, 
doch wurde unvcrdrossen gearbeitet, und als im Herbst 1821 der Oberpräsident v. Schoen 
alle Klassen des Gymnasiums mit seinem Besuche beehrte, und im Oktober desselben Jahres 
der Regierungsrat Dr. J achmann die Anstalt revidierte, ergab sich das erfreuliche 'Ergebnis, 
»daß diesclbe sich jetzt den übrigen Gymnasicn Westpreußens an dic Seite stellen könne.« 
Im Novcmber 1821 trat der bishcrige Oberlehrer bei dem Gymnasium zu Lyck, Dr. Junker, 
hier ein und übernahm den Unterricht in der Geschichte. Auch für den Religionsunterricht 
der evangelischen Schüler wurde jetzt gesorgt, indem durch Ministerialreskript vom 13. Juni 
1822 dem Rektor dcr hiesigen Stadtschule Friedrich Kroll der Religionsunterricht der 
cvangelischen Schüler übertragen wurde. In demselben Jahre wurde in Prima und Sekunda, 
anfangs kombiniert, seit 182-1- getrennt, als neuer Lehrgegenstand die hebräische Sprache 
eingeführt. Am achten Oktober desselben Jahres untcrzog der Geheime Oberregierungsrat 
Schmedding die Anstalt eincr Revision. I ) Im April 1823 verließ der Unterlehrer Skeyde 


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1) Bbenderselhc war sm 22. Juni 1832 zu demseIhen Zwecke him". FeI"DCl"e Revisionen der Anstalt 
durch Königliche Kommissare des Untcrl1chtsministeriums funden statt am 26. Juni 1838 durch den Geheimen 


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11 


das Gymnasium, und an seine Stelle trat der Schulamtskandidat J ohannes Dziadek aus 
Schlesien, der 21 Jahre hier wirkte, bis er 18-1--1- als Direktor an das Gymnasium zu Tremessen 
berufen wurde. l ) Mit dem Schlusse des Schuljahres 1823/24 sollte auch das crste Abituricnten- 
examen mit Schülern, die ihre gesamte Vorbildung auf dem hiesigcn (-j-ymnasium erhalten 
hatten, abgehalten werden. Da aber das Schuljahr statutenmäßig bereits am 3. August 
schloß, »von da aber bis zu den Wintervorlesungen auf den Universitätcn noch ein merk- 
licher Zwischenraum war«, so wurde dassclbe auf die zweite Hälfte dcs September verlegt. 
Am 22. September 1823 wurde dasselbe unter d('m Vorsitze d('s Regierungsrats Dr. 
Jachmann abgehalten und die beiden Abiturienten Karl Matthias aus Pfalzdorf im H('rzog- 
tum Cleve und Christian Plath aus Polnisch Krone!) wurden für reif erklärt. Endc 
September desselben Jahres ging der bishcrige Religionslehrcr Hohmann als Pf,trrer nach 
Tolkemitt; an seine Stelle trat Franz Georg Larisch aus NeusiedC'1 in Oberschlesien. Im 
nächsten Monat erhielt die Anstalt einen bcsonderen technischC'n Lehrer in der Person des 
Hcrrn Martin Ossowski, der 53 Jahre, länger als irgend ein andercr Lehrer, hier gewirkt 
hat.!) Ostern 1824 trat der Lehrer Weber wieder als Lehrer ein, mußte jedoch wegen 
einer heftigen Lungenentzündung schon am 1. Juni den Unterricht wieder einstellen und 
bereits im nächsten Schuljahre in dC'n Ruhcstand treten. An seinc Stelle trat mit Beginn 
des Schuljahres 1825'26 Dr. Anton Brillowski. Die drei folgendcn Schuljahre gingen 
fast ohne jede Veränderung im Lehrerkollcgium hin, denn die im August 1826 erfolgte 
Ernennung des Religionslchrers Larisch zum Probst dcr hiesigcn katholischcn Pfarrkirche 


Oberregierungsl'at Kortüm, 1843 "om 24. bis 'iG. Juni durch den Geheimrat Eilers, 1844 VOIII 31. März bis 
2. April und 18:'6 vom 2G. Juni bis 1. Juli durch den Geheimen Obencgierllngsrut BrÜggemann, 1868 am 
20. und 21. Juli durch den Geheimrat Stieve uud 1880 vom 27. bis 29 !\lai durch den Geheimrat Gandtner. 
J) .Als Direktoren vorliessen das hiesige Gymnasium aUEser Dziadek: ]8i3 Nieberuing, 184ß Ferdinalld 
Schultz, 1853 Peters, 1866 Lowinski und U74 Meinel'tz; aUilserdem wurden von den Lehrern der Anstalt kiirzere 
oder längere Zeit nach ihrem Abgang von hier Direktoron: Braun in Braunsberg , Stephau in Schrimm, Stein in 
Glatz, Koenigsbeck in Strasburg, Franz Schultz in Roessel, Dollega in Rogaaen. 
2) Im Programme des Jahres 1866 ist der Geburtsort beider verwechselt. Auch bei diesel' l'rÜfung, die 
sonst nicht wesentlich von der jetzigen abwci('ht, fällt das grosso Gewicht auf, welclles auf aas Griechische gelegt 
wurde. In der schriftlichen }JrÜfung wurde 'l'hucydides 1. cap. 93 ins Lateinische übersetzt und kOlllmentiert, 
ausserdem ein längercs griechisches Extemporale angefCl1igt und Euripides Andromaehb 757-785 deutsch übersetzt, 
metrisch zergliedert und lateinisch erkliirt; bei der mündlichen Prüfung wurde jeder eine volle St.unde im Griechischen 
geprüft uud musste 20 bezw. 31J Verse aus Sophocles. 11 bezw. 15 Verse aus Homers IJias uud dann noch einen 
Abschnitt aus Xenophons Cyropädie ins Deutsche übersetzen u:.:d erklären. Erst durch das Priifungsroglement vom 
4. Juni 1884 wurden die Forderungen im Griechisclle[l, welche die Instruktion vom 2:. Juni 1812 über die Pt'üfung 
der zu den Universitäten abgehenden Schiiler stellte, ermii.ssigt. 
3) Nächst ihm wirkten am längsten Haub 3n Jalll'e, 
-\nnecke und HeppnCl" 34, Kattner 32, Junker 31, 
Moiszisstzig 30, Gand 29, \Viehert 28, Lindemann 27, Kroll 22, Dzinuek n, Paszotta 20 Jahre. Elf LehrlJr 
haben dagegen nicht ein volle8 Jahr gewirkt, siebzehn nur ein Jahr, elf 2 Jahre, zehn 3 Jahre, dl"eizehn 4 Jahre 
gamm die HäUte aller Lehrer alt!o, 62, sind weniger a18 fünf Jahre an der Anstalt thiitig gewesen. 


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änderte in seinem Verhältnisse zum (iymnasium nichts, in dcssf'n Lehrgebäude er sogar 
wegen der Baufälligkeit des Pfarrhauses wohnen blieb. Xur Herr Haub, der dann fast 
40 Jahre, bis zu seinem Tode an der Anstalt wirkte, trat am I. Januar 1828 ein und über- 
nahm im H('rbst dit Stundcn dcs zur cvangclischen Kirche übergetreten('n Dr. Rrillowski. 
Mit dem Beginn des Schuljahres 1829/30 wurde der Direktor Mueller, der, mit organisa- 
torischem Talente ausg('rüstet, in unermüd('tem und eifrigem Streben das innere und äußere 
Wohl des \rymnasiums zehn Jahre hindurch gefördert hatte, in gleicher Eigenschaft nach 
(ilatz ,;ersC'tzt und die interimistische Leitung der Anstalt dem ersten Obcrlehrer Gahbler 
übertragen, der nach and£'rthalb Jahren zum Direktor ernannt wurde. Dcr Obtrlehrer 
Dziad('k übernahm die Inspektion des Konvikts und .\Jumnats, von deren Einrichtung durch 
MuellC'r später die Rede sein wird, und bezog auch dic damit verbundene \Vohnung im 
Konvikt, die bis dahin der Dir£'ktor l\Iucller innegehabt hatte. Als neue J
chrkraft trat im 
Oktober J ohann Hermann Lindemann vom Gymnasium zu Aachen ein. Viele Störungen 
des Unterrichts erfolgten im Schuljahre 1831/32. Die Cholera, von der jedoch kein J
ehrer 
und Schüler ergriffen wurde, war im Somnwr hier ausgebrochcn; der Beginn des Unt('rrichts 
mußte verschoben wcrden, das Konvikt wurde als Lazarett eingerichtet, dcr Religionslehrer 
Larisch und der Lchrer Reymann, der im Juli 1822 hicr wieder eingetreten war, wurden 
mehrere Monate durch Krankheit d£'m Untcrrichte entzogen und mußten von den übrigen 
Lehrern vertreten werden, deren Zahl durch den im OktobC'r eingetretencn Schulamts- 
kandidaten Nieberding erhöht wurde. Dic Thätigkeit der beiden erkrankten Lehrer an 
der hiesigen .Anstalt hörte übrigens bald auf; dC'r Zustand des Religionslehrers besserte 
sich auch in den nächsten Jahren nur wenig, weshalb derselbe am 1. Oktober 183
 aus 
dem Kollegium ausschied; Reymanns \Virksamkcit machte sein 1834 erfolgt('r fTbertritt 
zur evangelischen Kirchc ein Ende. Die von ihm bezogenenen Emolumente dcr freien Dienst- 
wohnung und des Gartens erhielt dC'r Oberlehrer Lindemann, die Rdigionslehrcrstelle der 
Vikarius Thamm aus Culm; als neue Lehrkraft trat der Gymnasiallehrer Rehaag aus 
Rcesscl ein; beide wurdcn am 16. Juli 1835 introduciert. Zu erwähnen ist aus dem Zeit- 
raumc von 1832 bis 1835 noch, daß am 19. April 1833 dcr Geheime Regierungsrat Dr. 
Jachmann die Leistungen dC'r .\nstalt ciner Revision unterzog('n hatte. I) 


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1) Derselbe hatte schon im Oktober 1819, sm 27. Septl'mber 1826. sm 10. Dezember J830 und am 
29. Oktober 1831 (He Ansto.lt revidiert und wiederholte diese Uevision noch im Jahre lH42 vom 10. bis U Juni. 
Er starb am 28. September 184:J auf einer Geschäftsreise in 'l'horn. Sein NschfolgCl', der Provinzial8chulrat Hr. 
I,IICSS hielt 18-13 vom 22. Mai bis 2. Juni eine ins Einzelne 
ehenl.e Revision ab und, nachdem dieser 1848 Dach 
Posen versetzt worden war, der PI'ovinzilLIschulrnt Dr. Dilleubur
er 1849 vom 29. Oktober bis 6. Nowmher, 1855 
am 22. FeblllSr und 1860 vom 23. Li.. :17. Februar. D('r Nachfolger Dillenburgers wllr seit 1:;66 der Provi:lzial- 
sclmh'at Dr. Goebel, der Ibn vom 30. N"ovemher bis zum 2. Dezember zu dcmsplhen Zwecke hie'; weilte. Der 
jetzige Pruvinzinlschulmt Dr. Kruse, der seit Ostel'll Ib'j6 das Dezernat In den Ang'degpnheitcn l',r Gymnasien
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Aus dem stillen Schulleben der Schuljahre 1835/36 und 36/37 verdient Erwähnung 
dcr Besuch des Bischof." ,.on Culm, Herrn. Dr. Sedlag, der am 24. September 1836 dcm 
Vortrage dps ReligionslC'hrers Thamm und dem Geschichtsunterrichte dcs Dr. Junker 
beiwohnte. I) Das wichtigste Ereignis dcs folgenden Jahrcs war der Tod des Direktors 
Gahbler, der am 24. März 1831), nachdem er I7 1 /:dahr segensreich an der Anstalt gewirkt 
hatte, an l.ungenlähmung in einem Alter von 52 Jahren starb. I) Um die nun mangelnde 
Lehrkraft zu ersetzen wurde der Gymnasiallehrcr Arnold Schnitz aus Münstereifel hierher 
berufen, dcr SchÖpfer der Anlagen im Conitzer Wäldchcn. Mit dcr interimistischen Leitung 
der Anstalt wurde bis zur Ernennung eincs neuen Direktors der Oberlehrer Junker betraut. 
Am I. Juni 1839 traf der bisherige Obcrlehrcr am Gymnasium zu Arnsberg, Herr Dr. 
Franz Rrii.ggemann als neuer Direktor des Gymnasiums, das er 19 1 /, Jahr bis zu seincm 
Tode leitptf', hipr ein. Am 15. desselben :l\Ionats beehrte der Generalsuperintendent Dr. 
Sartorius die Anstalt mit seinem Besuche und wohntc dem Religionsunterrichte der 
evangelischf'n SchÜlcr bci. lI ) Durch Kabinetsordre vom 16. Juli wurdc dem Oberlehrer Junker 
das Prädikat ):Professor« beigelegt.') Im nächsten Jahrc erlitt die Anstalt durch den Tod des 
mathematisdwn Lehrers, Herrn Oberlehrer Rehaag, dem Brüggemann imJahresprogramme 
einen warmpn Nachruf widmet, einen empfindlichen Yerlust. Sein Nachfolger als Mathe- 
matiker war Wichert, der als Schulamtskandidat am I I. März 1840 hier eintraf, und nach 
28jähriger reich gesegneter Wirksamkeit, ebenso beliebt wie sein Vorgänger, als Professor 
und crster Oberlehrer hier starb. Am I. Juli desselbcn Jahres 1840 beging das Gymnasium 
in Anwesenhf'it der Behörden und einer ansehnlichen Zahl von Bürgern der Stadt eine 
Traucrfcicr für den Hintritt des zweiten erhabenen Begründers der Anstalt, Sr. lVIajestät 
dcs KÖnigs Friedrich Wilhelm IH. und am 1 I. August wurdc dem Lehrerkollegium durch 


'Vestpreussens hat, )üelt mehrfach im Anschluss an die Abitul"ientenprüfungen Revisionen ab, so am 5 Mai 1876, 
6. Juli 1877. 27. l\Erz 1879, 14. SeptombJr IH83. 
I) Schon 1832 hatten der Domkapitular Krieger und dei" Domherr v. D onimierski den Stand dos 
ReligioUBunte1'I'ichtes geprüft uud eine gleiche Revi
ion hielt 1843 und 4
 der Domprobst Herzog und 11:162 der 
Domkapitular v. Pr
dzynski ab. 
I!) AUBser Gahhler sind während ihres Wirkens an der hiesigen Anstalt noeh folgende Lehrer gestorben: 
1840 Oberlehrer Rehaag, 1!-52 Hilf
lehrer Sommer, 1
5B Direktor Brüggemann, 1860 Gymnasiallehrer Oesb'eich, 
1862 Gymnasiallclll"er Karlinski, 1861 Oberlehrer Raub, 1873 Profesaor Moiszisstzig, 18i8 der teclmische Lehrer 
OS8owski, der jedoch bereits seit zwei Jahren der Anstalt nicht mehr angehört hatte, und Hi79 Obel'lehrer MiiIler. 
B) Eine gleiche Revisiol! hielt im Mai 1811 der Generalsuperintendent Dr. Moll ab, und am 21. August 
1884 der Generalsuperintendent Dr. Taube. 
4) Das darüber ausgefertigte PntelJt war von Sr. Maje!!tät allerhöehstei
enhändig vollzOf!en. Im .Tuhre 1R43 
wurde die Verleihung dieses Prädikats dom Ministerium überlassen und sind die Patente der Lehrer, denen später 
diese Auszeichnnng zu teil wur'le, von dem Minister der geistlichen PI' Angelegenheiten ausgestellt ]i
s erhielten 
01\8 Prädikat 
Profes8or" die Oberlehrer Dziadek und Liudemann 1842, Wichert 1853, Muiszisstzig IP60, Lowinski 
1854, Dr Stein 187 J, W I,!clewski 1875. Dr. Praetorius .8')0. 



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dl'n Kommissarius des Königlichen Provinzialschutkollegiums, Herrn Geheimcn Regierungs- 
rat Dr. Jachmann, der Eid der Treuc gegen d£'n neuen HerrschC'r, Seine 
Iajestät d('n König 
Friedrich Wilhelm IV., abgenommen. Im Schuljahr 18.P/.B erfrcute sich das Gymnasium 
vielfachcr hohen Besuche. Zunächst beehrte der Bischof von Culm, HC'TT Dr. .A nastasius 
Sedlag dic Anstalt zum zweitenmal mit seinem Besuch(', wohnte dem Gymnasial gottes- 
dienste und dem ganzen Vormittagsunterrichte bei und richtete crnstc und crhebende "\ V orte 
an dic Schüler; dann besuchte er das Konvikt und stiftete dort zum Andenken an seinen 
Besuch zwei neue Stellen. Am 26. Januar 18-n wohnte HCTT Schulrat Dr. Brettner aus 
Posen mehrcren Unterrichtsstunden in der hiesigen Lehranstalt bei; am 13. Februar beehrte- 
der Obcrpräsidcnt Dr. Boctticher das Gymnasium mit seinem Besuche, wohnte dcm 
Unterricht in allen Klassen bei und nahm mit dem Direktor über alle Angelegcnhciten der 
Anstalt Rücksprache; am 28. April traf der Domherr Dr. Herzog hier ein, wohnte dem 
Unterricht in allcn Klassen bei und unterrichtete sich über die inneren Angelcgenheiten 
der Anstalt; vom 22. l\Iai bis zum 2. Juni (!) unterzog der Kommissarius des Königlichen 
Provinzialschulkollegiums Herr Schulrat Dr. Lucas das Gymnasium ciner allumfassenden 
Revision; endlich erfreute sich dic 
\nstalt noch vom 24. bis 26. Juni des RC'sllches des 
Geheimen Regierungsrats und vortragenden Rates in dem 
Iinisterium der geistlichen pp. 
Angelegenheiten, Dr. Brüggemann, der dem Unterrichte seine lebhaftC'stc Teilnahme 
widmctc, von allen mit der .\nstalt in Verbindung ste-henden InstitutC'n und ihren Verhält- 
nissen eingehl'nde Kenntnis nahm und in eincr außerordentlichen Konferenz seine Zufrieden- 
hcit mit den vorgefundenen Bestrebungen aussprach sowie auf wichtige Punktc des Unterrichts 
die Aufmerksamkeit dcs Lchrcrkollegiums hin lenkte. In demselben Jahre wurde wegen 
dcr gestiegenen Frequenz eine l-lilfc;lehrerstelle eingerichtet und dicselbe dem Schulamts- 
kandidaten Dr. J oseph Bender aus 
Ieschede Übertragen, uFld als dieser im Oktober 18 43, 
nachdem Nieberding als Direktor nach Rec1dinghausen gegangen war, in die neunte 
ordentliche Lchrerstellc aufrückte, dem Dr. }J einrich :\Ioiszisstzig. Im folgenden Jahre 
18
4 wurde auch der Professor Dziadek zum G-ymnasialdirektor in Tremessen ernannt und 
zur Übernahme seiner Lchrstunden der Gymnasiallehrer Dr. Ferdinlnd Schultz als dritter 
Oberlehrer hieher berufen, der bereits nach zwei Jahren gleichfalls als Gymnasialdirektor 
nach Braunsberg ging. Im Schuljahre 18
5/
6 mußte, da die Schülcrzahl auf 400 Schüler 
gestiegcn war, die Einrichtung von Parallelklassen in Aussicht genommen werden, weshalb 
die mit der ersten LchrC'rstelle verbundene Amtswohnung im fTymnasialgebäude eingezogen 
wurde. Als neue Lehrer traten in diesem und den folgenden Jahren ein dip Hcrren 
Stephan, Dr. Peters, Raabe, Sommer, \Vinterfeld, Oestrcich und Lindenblatt. 
während Dr. Bcnder im Herbste I S
6 nach ßraunsberg und der Rcligionslehrf'r Thamm 


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18 


im A pri1 1848' nach Schlesien gmg. An Stcllc d('s Lctzteren trat im August e. a. der 
Licentiat Julius v. Pr\dzynski und zur Erteilung. des polnischen Unterrichts 1 ) '1849 dcr 
Schu1amtskandidat I:.owinski ein. Bei der im Jahre 18-1-8 hicr ausgebrochencn Cholera 
wurde der rC'gelmäßige Unterricht empfindlich gcstört; vom I I. November bis zum 18. Januar 
18 49 mußten die auswärtigen Schüler entlass('n werden, und wurdcn in dicser Zcit nur 
täglich drei Lektionen erteilt. Im Januar 1852 starb der GymnasiallC'hrer Valentin Sommer. 
an dessen Stelle im April der Schulamtskandidat Tictz trat. In demselben Monate endete 
die Lehrtätigkeit des ersten Lehrers der Anstalt, dpr 31 Jahrc hier gewirkt hatte, dcs 
Professors Dr. Innocenz Junker, der vorläufig beurlaubt, dann vom I. Oktobcr e. a. zugleich" 
mit dem Senior des Lehrerkollegiums, dem Gymnasiallehrer Anton Kattner, pensioniert 
wurde. Zur Ausfüllung dicser Lücken traten die Schulamtskandidaten Julius Heppncr, 
der noch jetzt an dcr Anstalt wirkt, und der im Jahre 1862 gestorbene Otto Karlinski 
ein. An der vom I I. bis 22. Juli 1852 stattfindenden segcnsreichen Mission dcr Jpsuiten- 
patres Hasslacher, Pottgeisscr und Anderlcdy, des jctzigen Ordensgcnerals, beteiligtcn 
sich die katholischen Schüler des Gymnasiums lcbhaft und stiftctcn zur bleib('nden Erinnerung 
daran da; in der Gymnasialkirche vorhandcne Kreuz. Im folgenden Jahrc 1853 wurde dem 
Obcrlehrer Dr. Peters dic Direktion dcs Progymnasiums zu Deutsch-Kronc übertragen, eine 
größere Zahl seiner Stunden übernahm der Schulamtskandidat Kawczynski, die vierte 
Ob{'rlehrerstelle wurde eingcrichtet, der Oberlehrer \\Tichert erhiclt den Professortitel. Der 
Rcligionslehrer von Pr\dzynski ging 18S-t- als Pfarrer nach Ncuenburg, dem Geburtsorte 
des an scine Stelle tretenden bisherigen Vikars in Danzig Lic. Redner, der nach 3jähriger 
Wirksamkeit krankheitshalber seine hiesige Stellung aufgab, die, nachdem dcr Vikar 
Tarnowski anderthalb Jahre hindurch die Stelle des Religionslchrers interimistisch ver- 
w.dtet hatte, von dcm bisherigen Domvikar IIermann v. Bielicki am 22. September 18 59 
eingenommen wurde. Die \Virksamkeit der in der Zwischcnzeit eingetrctcnen Lehrer war 
tcilweise nur C'ine vorübergehende, wie die dcr Ihrrpn Maronski, Schneider und Hesse; 
nur Herr Valentin Gand, dcr am 10. Januar 18S7 als Schulamtskandidat eintrat, nachdem 
die Lehrkräfte dpr Anstalt durch den am 12. Dezcmber 1856 crfolgten unerwarteten Tod 
des kenntnisreichen und fcingebildctcn Prof. Dr. Lindcmann und dic Versetzung des Gym- 
nasiallehrers ] .indenblatt vermindert worden waren. blieb unserer Anstalt erhalten und ist noch 
heute an derselben thätig. Im Dezember desselben Jahrcs wurde zum erstenmale sC'it dem 


1) Polnischer Unterricht wurue bei Degl'ümlung der Am;talt in tjiner Stunde wöchentlich vom Oberlcbrer 
!\Iinsberg ert,ei!t, duun von dem Religiollslebrer BUBse 1817 -11,20 in 2 Abteilungen zu je zwei wöchentlicben 
Htundcnj 11-120 gin
 der Unterricht auf Anordnung' des Konsistoriums ein, lmd 
urde Ostern 1846 fiir die obercn, 
1849 fül" ulle Klassen wieder eingericbtet und seit dieser Zeit in secbs wiichentlieben Stunden in drei Abteilungen 
t:rteiltj 11:172 wurde er in den oberen Klassen auf die Schiiltr polnischer Zunge beschränkt. 


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Bcstehen des Gymnasiums nach cim'm fderlichpn Pontifikalamt in der hicsigen Liymnasial- 
kirche das Sakrament der Firmung erteilt, und zwar von dem Herrn """eihbischof Jescbke. 
cinem ehemaligen Schüler der Anstalt, der im Jahre 1829, zusammpn 'mit dem noch lcbcnden 
Danziger Pfarrpr der Xicolaikirche, lIprrn Prälaten Landmf'sser, sein .Abiturientenexamen 
hier gemacht hattf', und auch durch spin Erscheinpn bci der Jubelfeier der .\nstalt im 
Jahre 186.') seinc Anhänglichkeit an diesclbe bezeugte. Das f?lgendc Jahr brachte der 
Anstalt einen schwcren Verlust. Am IS. Xovember wurde der Dirpktor Dr. Franz 
TIrüggemann, der 19 1 /1 Jahrc an der .\nstalt gewirkt und sich um die] [ebung" dersf'1ben 
dic wesentlichsten Verdienste. erworben hatte, - die ZC!-hl der Lehrer war untcr ihm von 
IO auf 16, dic der Schüler von 200 auf -1-00 gestiegen, das ncue Alumnatgebäude und dic 
Orgel der Kirchc sind seine SchÖpfung, eIer Bau der "\ula war glcichfalls auf seine Anträge 
höheren Ortes ins .\uge gcfaßt worden -, durch einen plÖtzlichcn Tod derselben cntrissen.:} 
Sein Nachfolger wurdc der bishcrige Oberlehrer am Theresianum zu \V
cn, Dr. Goebel, 
der am 26. April 1859 die Amtsgeschäftc, die in dcr Zwischf'nzeit der crste Oberkhrer 
Prof Wichcrt geführt hatte, übcrnahm und frisches Leben in dcr Anstalt nach allen Sciten 
hin zu wecken suchte. per Lehrerwechsel während seiner siebcnjährigcn \Virksamkeit war 
ein kbhafter: der Religionslehrer v. Dielicki, an dessen Stellc der Licentiat Stenzel trat, 
wirkte von 1858-1862, der Gymnasiallehrer Barthel von 1858-1865, die kommissarischen 
Lehrer Samland von 1858-1859, Andrzejewski von 1860-1861, Altendorf von 1861-1863, 
Dr. Franz SchnItz von 1863
1865, der Probekandidat ::\[ey von 1865-1866; zwei Gymnasial- 
lehrcr starben: Ocstreich 1860, Karlinski nach anderthalbjähriger Krankheit 1862. Außer- 
dem ging 1863 Hcrr Gymnasiallehrer Kawczynski nach Braunsberg, und es traten Herr 
Dr. .Mcincrtz und Hf'rr Dr. Bcrnhard Schulz, 1865 Hcrr Dr. Paul Schultz hier ein. 
Unter Goebe1s Direktorat feierte das Gymnasium unter allseitiger lebhafter Beteiligung am 
27. und 28. "November 1865 die fünfzigjährige, im Programme von i866 ausführlich be- 
schriebenc Gedenkfeier seines erneuerten ßestehens. Erwähnt mag hiQr nur werden, daß 
zum dauernden .Andcnken an dicselbe zwci ncuc KonviktsteIlen und ein Stipendium be- 
gründC't wurden; der Dirpktor erhiclt den roten .\dlerordcn, das älteste ::\Iitglied des 
Lehrerkollcgiums, Hel'r Ossowski, den Kroncnorden viprter Klasse, der (Tymnasiallehrer 
lfeppner wurdc als Oberlehrer prädiziert, das Gehalt von sechs ].ehrerstcllcn um je fünfzig 
Thalcr erhöht. - Im April 1866 wurde der um das Schulwesen der Pro,-inz Preusscn und 
speziell um die katholischpn (Tymnlsipn hochycrdiC'ntc Provinzialschnlrat und GehC'ime 


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1) Um nicht zu crmÜllen bchan.Jle ich ,lie Zeit unter l1en vier letzten Direktoren, namentlich den viel- 
fu.chm Lehrcrwechscl. deI" in l1em lI:tchlol
en"co Lellrea'vel'zeichnis Übcrsichtlich dar
ei!tellt ist, summIIrischer DIs 
die untel' den vier erstclI. 


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Regierungsrat Dr. Dillcnburger, dessen einsichtsvollcm Eingreifen auch das Conitzt'r 
Gymna.sium sehr viel zu verdanken hat, nach fast sicbzehnjähriger Wirksamkeit zu einem 
en,,-eiterten \Virkungskrcise nach Breslau berufen. Sein Nachfolgcr wurde der Conitzer 
Direktor Dr. Goebel l }, jetzt Geht'imer Rcgierungs- und Provinzialschulrat in Magdt'burg, 
der vor scinem Scheiden noch sein Andcnken für alle Zeiten durch die Stiftung eines 
eigenen Stipendiums für eincn würdigcn Schülcr der oberen Klassen ohnc Unterschied der 
Konfession verewigte. Dic in diesem Jahre hcftig auftretendc Cholera vcrschonte auch die 
Anstalt nicht und raffte drei Schül£'r hin.
 Als neue Lehrer traten ein die Herren Merten 
und Winter, die nur kurze Zcit hier wirkten, so wie Herr Bartholomäus Paszotta, 
der noch heute als Oberlehrcr hier thätig ist. Herr Professor f
owiri.ski wurde als Dircktor 
an das Gymnasium zu Dt. Krone berufen. Im Oktober 1866 traf dcr neue Direktor, Herr 
Dr. August Uppenkamp, bishcriger Obt'rlehrcr am Gymnasium zu Düsseldorf, an dem 
er 16 Jahre gewirkt hatte und an das er 1884- als Dircktor zurückgekehrt ist, hier ein. 
Wie lebhaft auch währeß(
 seiner Direktion der Lehrerwechsel gewesen ist, ergiebt sich 
aus dem nachfolgenden Verzeichnis, wonach während .einer Amtsführung dic Thätigkeit 
von 16 Lehrern bci dem hiesigen Gymnasium abschloß und 18 neue Lehrer hier eintraten, 
von denen jetzt nur noch drei hier thätig sind: der katholische Religionslt'hrer, Herr 
Oberlehrer Dr. Clemens Luedtke scit dcm 26. September 1867, der erste Mathematiker 
Herr Prof. Dr. Ignaz Praetorius seit dcm 28. September 1868 und der evangelische 
Religionslehrer Herr Oberlehrer Adolf lloehmcr seit dem I. April 1869. Dieser vielfache 
\Vechsel war zum Teil bedingt durch den Tod dreier Lehrer, die eine lange Reihe von 
Jahren segensvoll an dcr Anstalt gewirkt hatten, der Professoren Wichert und Moisszistzig, 
von dencn der erstere 28, der zweite 20 Jahrc der Anstalt angchört hatte, und des Ob&- 
lehrers Haub, der 39 Jahre hier thätig gewcsen war. Auch der langjährige Religionslchrer 
der evangelischen S.chüler, der Superintendent Annecke, dcr Ostern 1835 dcn Unterricht 
übernommen hatte, sah sich bei seinem vorgerückten Alter genötigt, Erlcichtcrung in seinen 
Berufsarbeiten zu suchen und lcgte Ostern 1869 seine Stelle nieder; der technische Lehrcr 
Ossowski dagcgen feicrte am 3. Juli 1872 in aller Rüstigkeit sein 50jähriges Amtsjubiläum 
und blieb noch weitere vier Jahre Mitglied des Lehrerkollegiums. Unter Uppenkamps 
Direktorat wurdC' nach langj
ihrigem HarrC'n endlich auch dic Aula des Gymnasiums gebaut 


I} Vie Stellung eines Provinzillli:lelll\ll'at
 uimmt 1I0c!l ('in Buderl'r friiherer Dirc!dur von Conitz eiu, .ler 
jetzige Provinzial
ehulrat Vr. Dciters in Cohleuz, sowil' VOll frÜheren Lehrern der AlIstalt llel' Gchl.ime Hegicrungs- 
und PI")villzialsc!mlnLt Dr. Ferdinand Schult"z in :\liinstm' und der l"'l'ovillzinlsehulrat Luke iu Posl.n; anch der 
Regienmgs- und Schulrat B ern hnrd S ch u Iz in Mllrienwerder wnr von 1E6J-tj7 hier al8 GJ"mull!inlleLrer thätig. 
2) Nach den Pro!!Tammen VOll 1822-1885 sinel während .les siet.zildährigell Bestehen!! der Austalt gerade 
'1J Schüler gestorben, die 
rös!te .\.lIzllhl der in einem Jahre Ge!torbenon botrl:;': 4, nämlich im .Jalll'l' 1844. 


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und im Sommer 1868 fertig gestellt. Zu erwähnen ist ferner aus sciner Zeit die Vermehrung" 
der LehrcrsteUen um drei im Jahre -1872, demselbcn Jahre, in welchcm dcr Normaletat 
ins Lcben trat. Im Herbstc 1873 folgte U ppenkamp cinem Rufe als Direktor des 
farien- I 
gymnasiums in Posen; spin 
achfolger dort wie hier wurde Dr. jur. Deiters, dcr im Januar 
des Jahres 18 7 -t- hicr eintraf und bis zum 27. S£'pt£'mbcr 1878 in seiner hiesigen Stellung 
verblieb. Zweiundzwanzig Lehrer traten während die'ser Zeit bei der Anstalt ein, von denen 
acht noch heute hicr wirken. Durch dic vif'lfachen .\nderungcn im Lehrerkollegium und 
wiederholte' Krankheitsfälle erlitt dcr Unterricht namentlich im Schuljahre 18]6/77 yielE' 
Störungen. Im Jahre 1877 wurde die Turnhallp gebaut, die' im folgenden Jahre cingeweiht 
wurde, in welchem auch dcr Lehrcr an der KÖniglichcn Turnlehre'rbildungsanstalt in Berlin, 
Hcrr Eckler, im Auftrage des KultusministE'rs von dem Stande und Betriebe des Turn- 
unterrichts Kenntnis nahm. Ende September 1878 ging Deiters als Direktor an das i\Iarien- 
gymnasium in Posen und der Unterzeichncte übernahm dic Direktion. Übpr die untcr seinem 
Direktorat mit einem Kostenaufwand von ca. 122000 Mark ausgefÜhrten Umbauten und 
Ncubauten dcr Gymnasialgebä.mle wird in einem folgcnden Abschnitt dic Rede sein. 


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11. Verzeichnis der Direktoren und Lehrer 


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Datum 
des 
Eintritts 
.Jp'!u,'ra!r Mon. 



amen 


Nr. 


1 1815 27.11 Pichatzek, Anton 


2 181!} 21. -! 
lüllcr, Joseph Dr. 
3 1820 28. 7 Gahblcr, Karl 


Geburtsort 


....... 


Gcburts- 


I'rühere 
Stcllung 


.illhr'I'It
 MUli. 


Groschowitz bci Oppeln 17HO 7. 6 PrOfe8i!Or in Oppcln 


A. Die- 


Ostritz bei Görlitz 17H2 4.11 OberlehrerinBraunsberg 
Heilsberg 1785 30. (j Kadettcn!(ouverneur in 
Potsdam 
180:) 9. 7 Obel'lehrer in Arnsbel'g 
1824 1:1. H Oberlehrer am 'l'heresi- 
anum in Wien 
1H24 23. 7 Oberlehrer in Düsseldorf 


4 18m' 6. ü nrüggemann, Franz Dr. Soest 
5 18:)!) 2G. -t Grebcl, Anton Dr. Boppard 
\ 6 186G 22.10 Uppenkamp, Aug. Dr. Nienburg 
I 7 1874 IG. 1 Deitcrs, Hcrmann Dr. Bonn 
\ 8 1878 27. 
I Thomaszewski, Rob. Dr. Wartenburg 


1 181f) 27.11 
linsberg, Ferdinand 


2 1815 20. I::! Weber, Anton 


3 1816 11. -! Raymann, Valentin 


1R33 27. (} Obcl'lehrcr in Diiren 


lR30 22. 3 Oberlehrcr ulld Professor 
in Uulm 


Liegnitz 


B. Die Lehrer nach der Zcit- 
1781 18. !I Hilfslehrer in Oppcln 


....... 


Massow in Ober- 17U7 
schlesien 


Elementarlehrer in 
OJlpeln 


Jamke bei Oppeln 17Uf) 
. 2 Primaner in Oppeln 


177ü 


7 Privatlehrer in Posen 
Hilfsgeistlichel' in 
Dt. Krone 
4. 1:! 
lagistro.tsBCkretär in 
Camin 
H HauBlellrcr in \.. lutkau 
bei Bunzlau 
li PI'i\"l1tlehrel' i. Sehlesicn 


......... 


4 181ft 5. 1n Krannich, Anton Franz Wosscden bei HlJilBbclI{!: 1774 9. 
5 J817 1. 1 Busse, .Andreas Rose,Kr.Dt.Krone 17Rl 


6 18H' L 10 
Iohr, Ernst Friedrich 
I 7 1820 7. ::; Skeyde, Karl 
I 
I 8 1820 31. k Kattner, Anton 
i 9 1821 29. 1 Hohmann, Johann 
10 1821 2.11 Junker, Innocenz Dr. 
I 11 181!2 13. li Kroll, Friedrich 
I 


Kursl1ol'r bei Fraustallt I 7 Si'"} 24. 
IEisemost b. Glogau 17HO 24. 
Heilsbcrg I7Hf) 10. 
Bischo("burg 17882.. 


Liegnitz 


(i .Kaplan in Wurnll1itt 
Ci U nter1chrcl' in L)'ck 


17!1i'") 18. !I TIcktor dcr Stadtschule 
in Couitz 


-"-
>>>
...... 


........ 
I 


........... 


........ 


23 


des hiesigen Gymnasiums von 1815 bis 1886. 


Hiesige 

rste letzte 
Stellung 


Datum 
des Aus- 
scheidens 
.Tllhr'l'ag Mon. 


Bemerk ung'en, 
insbesondere über spätere Stellungen. 


Dir e k tor e n. 


Oberlehrcr 


Direktor st'it 10. 
Mai 1831. 


1818 19. 5 Von 1818-U!41 GymnBBiBldirektor in Oppeln, starb zu 
Berlin am 28. September 1843. 
1829 21. !) starb Dm 17 Februar 1844 als G)"mnBsialdirektorin Glatz. 
t 1838 24.3 
tI85815.11 
18fili 25. 4 bis 1875 Provinzialschulrat in ß:önigsbergj seitdem in 
Magde\mrgj seit 1883 Geheimer Regierungsrat. 
187;
 1. 10 Gymnnsialdirektor bis 1878 in Posen, bis 1884 in Düren, 
seitdem in Düsseldorf. 
IH7R 27. 9 G)"mnosialdirektor bis 1883 in Posen, bis 1885 in Bonn, 
jetzt ProviozialBchnlrat in Coblenz. 


folge des Eintritts geordnet. 
Oberlehrer lR21 15. 1 


ging als Oberlehrer nach Leobschütz, 1832 nach Gross- 
glegau, wo er IBM IJensioniert worde und 22. Dezember 
1655 starb. 
7 war von Juli 1820 bis Osteru 1824 auf der Universität in 
Brel!lau, schied 1825 wegen Krankheit hier aus, starb 
als Steuerkontrolleur in Schlesien. 
1 1819-1822 auf der Universität in Breslau und Bonn, 
starb 1867 als Oberlehror in Mal'ienwerder. 


Elementarlehrer Gymnasiallehrer 1825 9. 


Hilfslehrcr 


Gymnasiallehrer 183:) 


interimistischer Unterlehrer 
Religionslehrer 
tcchnischer IIilfskhrC'r 


Unterlehrer 
I 
U nter1ehrer jGymnasiallehrcr 
RcligionslC'hrer 
IB. Oberl£'hrC'r 1 1. Obl'rlehrel' und 
Professor 
cvangt'lisrner Religi llslehrer 


1820 1. 7 
t820 27. f) 6tarb als Probst zu Schneidemühl. 


11'123 


t
2H 


4 ging als Unterlehrer nach GroBsglogau. 


t852 
182;1 
lR5j 


J.I0 pensioniert, starb 1859. 
! I starb als PfalTer in Tolkemit. ' I 
1. 10 pe::sioniert, vO'l'her seit Osten! schon beurlaubt. 11 
1. n 
tt1rb ols Rektor der StBdtsclmle zn Conitz arn 16. August1858 I 


JR44-
>>>
1- 
Lfd. 


Datum 
des 
Eintritts. 
.Tahr'J'a
Moll. 


Namen 


Nr. 


1
 lR23 14. 4 Dziadek, Johann 


13 1 R2ß 
I 


!I Larisch, Franz Georg 


14 1823 14.10 Ossowski, 1\Iartin 
1;) 1H:25 12. U Brillowski, Anton Dr. 


24 


Geburtsort 
I 


Knj:m bei 
euBtatlt 
Ober8cblesicn 
Xeusied
1 in Ober.. 
schlesien 


. 


I! 


Geburts- 


__ Frühere 
Stellung 


jahr'J'3
 MOll. 
inI17!1!1 :1. -1- Kal1l1idat 


17!H 
li. 8 Kam1itlat lIer 'J'heologie 


Neuteich IH03 15.11 Lehrer in Zuckau 
Schidlitz b. Danzig 17!1!1 11. 12 ScllUlllmt
kaudidllt 


11; 1828 1. 1 JIaub, Ferdinand Peter Graudenz 


18 183] UJ. -1 Braun, Johann Joscph 


17 lH2n 26.10 Lindemann, Joh. JTerm. Wesel 


lIeilsberg 


In 1R31 


10 Xieberding, Karl 


I 
120 
21 


18H;) Ostern Annecke, l\Ioritz 
1R3f) 1. 7 Thamm, Ignaz 


2:2 1835 20. 
2:! 11838 
24 1R40 14. 


f) Rehaag, J acob 
5 Schnitz, Arnold 
a Wiehert, Albcrt 


25 1843 15. 1 Bender, Joseph Dr. 


Stcinfeld in Oldeuburg 


1804 :27. fj 


1804 12. 4 Schulallltskandidat in 
Aachen 
1805 fi. 1 Schulamtsk8.llditlat in 
Roessel 
180:) 18. 10 Sc1mlamt..kam1illat in 
Bromberg 


I 
Quedlinburg H
OI 28. 2 Pfarrer in Conitz 
Eckersdorf i. SchI. 1803 15. ] Vikar in Culm 


Kleitz b. lIeilsberg IH08 Lehrer in Roessel 
Elsen hei Palerborn ,17!16 2fi. U Lehrer in ]'£iinstereifeI 
Frauenburg 1H14 11. 4 Sr'hulamtskamJidat in 
Königsberg 

Icschcde IH 1:) HO. 7 Lehrer in Padel'bol'l1 


21i 1843 12. li 'Moiszisstzig, H cinrich Dr. Braunsbcrg 


27 1844 13. f) Schultz, Ferdinand Dr. ReckHnghausen 


28 1844 2. 10 Kattner, Emil 
2!1 ]H46 1. :) Stephan, J uHus 
30 1R46 1. f) Petcrs , Franz Dr. 
31 1846 10. 10 Raabe, Friedrich 
32 1847 1.10 Sommer, Valcntin 
U 


Breslau 


...... 


1816 13. 1 Schulamtskamlidat in 
Braunsberg 
18140 2:). 3 Gymnasiallehrer in 
Arusberg 


181t! 1 H. a Schulnmtskandilat 


- .-. 


Münsterberg in Schle8ien 1H18 2H. :) 
AUendOl'f io Westfalen IHn!) 18.11 Schulamtskandidat in 
Miinster 
Soest 1818 31. 1 Hilfslehrer in Paderborn 
Doml:'tzko, Kr. 0wcln 1819 17. 1 Schulamtskand.i.Roe8llel 



 


.......
>>>
25 


11 - 


Hiesige 
erste letzte 
Stellung 


Stundenlchrer I Oberlehrer und 
Professor 
Religionslphrer 


Hilfslehrer Itechnischer Lehrer 
Unterlehrer 


Probekandidat I. Gymnasiallehrer 
mit dem Prädikat 
ObCl'lehrer 
Unterlehrer 1. Oberlehrer und 
l'rofe
sor 
Hilfslehrer 


Gymnasiallehrer jOberlehrer 


evangelischer Religionslehrer 
Religionslehrer 


...... 


Gymnasiallehrer IOberlehrer 
Gymnasiallehrer 
Gymnasiallchrcr 1 1. Oberlehrer und 
Professor 
Hilfslehrer IGymnasiallehrer 


Hilfslehrer 


I Obedehrer und 
Professor 
Oberlehrer 


In. 


Schulamtskandidat 


intC'rimistischC'r } I ilfslehrer 


Gymnasiallehrer IOberlchrC'r 


J [ilfslehrer IGymnasiallehrer 
Hilfslehrer 


-JJ-. 


Datum 
des Aus- 
scheidens 
Jahr Tag Mon 


Bemerkungen, 
insbesondere über spätere Stellungen. 


I 
184430. H ging nls Gymoasialdirektor nach 'J'remessen, wo er am 
81. Juli 1852 starb. 
IHH4 1. 10 t 2. AI)J'il H:G5 als Domhm'r in Pell)lin; vertreten im 
Schuljahr 1831/32 durch den Kommendarins Kopal, 
1833/34 dUl'Ch den Vikar Fibiger. 
1876 I::!. 4 starb am 21. Mai 1878. 
1828i.Herbst bis 1861 Oberlehrer und Professor in Rastenbnrg, lobt in 
Wiesbaden. 


t 1867 11.4 


tI8:)61::!.12 


IH3
 7 Yon1856-1874 G,)'IHnasiuldirektor in Braunsberg. t 1884. 


1 H4H 11. [) Gymnosinldirektor in Recklinghausen bis 1856, dann in 
Gleiwibr., wo er ]880 sein 50jiihrigesDienstjubilänIH fei&te 
und ]884 als Geheimer Regierungsrat pensioniert wurde. 
lRöt} Ostern Superintendent iu Conitz, starb 1884 sm 17. Oktober. 
1848 30. 4 Wurde 1848 Pfarrer in Schoemberg, Rgbz. Liegnitz, wo 
er roll 28 Mai 1857 starb. 


t 184015.2 
1842 1. 9 8tarb als katholischer Geistlicher 1882. 
t IH68 2i3. 4 


1846 HJ. 10 ging als Gymnasiallehl"Cl' nach Braunsberg, wtlrde dort 
Oberlelu'Cr und 1863 Professor der Geschichte am Lyceum 
Hosianum ebendaselbst. 


t 1873 ::!5. !) 


1846 4. 4 ging als G,)'mnasialdirektor nach Braun
erg, von da als 
ProvinzialscImImt nach Miinster, seit 1875 Geheimer 
I Regierungsl'llt. 
IH-J.4 I::! ging nach Bromberg in gleicher Eigenschaft, 1846 nach 
Breslau, wo er als Schriftsteller lebte und 1877 starb. 
IH47 10 ging ]1,47 nach Ostrowu, dann bis ]8i3 Gymnasialdircktor 
in SchriIHm. 
IH53 W. H G,)'m\Jasialuirektor bis 1866 iu Dt. Krone, bis 1877 in 
Miinster, dann in Koesfcld, wo er ]8::!0 starb. 
1Hif) 31. 10 Oberlehrer in Cnhn, seit 1883 pensioniert. 
i- I K;)::! U. 1
>>>
26 
- - 
.. I ' - 
b I ., - . 
Datum mllj 
Lfd. H 
dcs - Gebl1rts- Früherc 
Namen Geburtsort 
Nr. Eintritts In L d ')tellung 
.Jahr'l'u!! Mon. - .iall\"I'II
Mon. 
I 33 184
 1. ..\- Wintcrfcldt, Julius Braunsberg 'I 181!1 6. 
 Schlllallltskaudidat in 
I Dt. Crone 
H4 1
..\-
 8. H Pr\dzYl1ski, Julius von, ßutzendol'f. Kr. Couitz 1HIH 20. !I Pfal'l'udmillistrator in 
[Lic. theoI. I . I Cmulllin 
)- IH4!1 4 Oestrcich, Richard Pottlfttcu, Kr. I1cili
en- 1H:H 10. 1 SchIllamtskandidat in 
aa 
beil 'I Bmun:,bcrg 
36 I t\4U 1f). 11 l'.owinski, Anton For on IH24 lli. ..\- 
37 1H50 tl Lindcnblatt, l\Iatthäus Lauterhagen, KlO. Heils-1H21 7. 2 Sclml!llntlikundidat in 
berg i RoeBScl 
38 lR52 19. 4 Tktz, Joscph Lautcrhagcn, Kr. HeilB-IH

 17. 
 SchulllmtBkandillat in 
bor
 I' DrallDsberg 
39 IH52 4. 10 lIeppner, J ulius l\Ichlsack 1823 IH. H Schulümtskandidat in 
Dt. Crone 
40 IH!)2 4-.10 Karlinski, Otto Ncukirch bei l\1:ewe IH2:) 17.1:-d 
41 1853 1. () Kawczynski, Peter Culm , IH23 10. !I 
42 lR54 1. 4 Rcdner, Lco N euen burg IH2H 13. !I Vikar in Danzig 
43 IHM 4. 1
 Oestreich, Theodor Pottlitten, Kr. H
i igcn- 1R28 :U. R IJilf:;lchl'cr iu Dt. Kron e 
I bcil 
44 lR55 3. 11 
Iar011ski, Stanislaus Gncscn 1H2;-) 1. !) Cand. prob. in CUllll 


Dr. Ratibor 
Cöln 


I 
Szopa, Kr.Carthaus 18:m 1. 
:Münster t 18:H 2!1. 


1H21i 21. !I Cand. prob. i. BmullBberg 
1R29 1H. HI Vikar in Conitz 
IH:m 1!1. 2 
1829 20. 11 Schl1lamtskll.Ddidat in 
Bonn 
:\ Domvikar in Pclplin 
;\ Gymnasiallchrer in 
Miinster 
IH21i 1. ..\- Schulamtskundidnt in 
Glogau 
IH27 Ü. 12 Kommissarischer Lehrer 
in Cu 1m 
1 H2!1 1. 2 Candill. proh. in Culm 


145 
146 
47 
48 


IHf7 10. 1 Gand, Valcntin 
IH57 21. 4 Tarnowski, Jgnaz 
IH57 21. .J Schneider, Ludwig, 
1857 16.10 Besse, Peter, Dr. 


:Mehlsack 


I 4!1 IHr)f! 22. !I Biclicki, Hcrmann v. 
I f0 IH:)H 22. !I Stein, Hcinrich, Dr. 


I 
i 
I :)4 1 Hli! Ostern Altcndorf. August 


51 1
;)8 22. -U Barthel, Johann Bernsdorf in SchI. 
f2 IH:)8 22. !I Samland, Franz RBssel 
53 181iO ..\- Andrzejewski, Franz Pleschen 


r)5 186223. !I Stcnzel, Johann, Lic. 
rtf} 18m115. 4 Meincrtz, Otto Dr. 


Brilon,Kr.Arnsberg 1828 W. 
Reetz, Kr. Conitz 183;-) 27. 
Bcrlin 1H:\!I 1 !I. 


7 Kommissurischer I.ehrer 
iu Uulm 
li Domvikar in Pelplin 
I KOll1misslLl'iilcher Ll'hrer 
in nt. Krone
>>>
J 


27 


,,rl Hiesig, _ hud 
erste 1 
 letzte 
I 
Stellung 
IIT'Ifr 


Schulamtskandidat 
,
 
Religionslchrer 
..11. I 
t- 
Hilfslehrc , 


Schulamtskandidat I Oberlebl'er und 
ProfeBBor 
8chulamtskandidat IGymnasiallehrer 
I 
Hilfslehrer IGymnasiallehrer 
I 
Hilfslehrer IOberlehrer 
I 
Schulamtskandidat IGymnasiallehrer 
Schulamtskandidat IGymnasiallehrer 
Religionslchrer 
Hilfslehrer IGyrr lasiallehrer 
Schulamtskandidat r I 
I. 
Schulamtskandidat ,Oberlehrer 
Interim. Religionslehrer 
Schulamtskandidat 
Oberlehrer 
I' 
Religionslehrer 
vierter Oberlehrer j erster Obel'lehrer und 
Professor 
J:lchulamtskalldidat Gymnasiallehrer 


Kommissarischer Lehrcr 


Kommissarischer Lehrcr 
Hilfslehrer l 
I 
Religionslehrer 
Kommiss. Lehrer Izweiter Oberleln'cr 


Datum 
des Aus- 
scheidens 
.Tahr1'ag MOli. 


1 b 
Bemcrkungen, 
insbesondcre über spätere Stellungen. 


1 
4H 5. 10 giugals Hilfslehrer nach Bl'aunsberg, starb 1849 i_ Königsberg . 


1854 28. ;
 "ring als Pfarrer lIach Nouenburg, scit 1870 Dekan des 
Domkapitels zu Pelplin. 
1850 15. _ R t 1874 als Oberlehrer in Roessel. 


1866 H Direktor in Dt. Krone. 


1856 20.12 Oberlehrer in Brannsbcrg. I 
1858 1':\ Oberlehrer nnd Professor in ßrannsbcrg. 
I 
1- 
t 18622.10 'I 
1863 !I starb 1882 als Oberlehrer und Professor in Brann8berg. 
1857 24. R seit 1882 Domherr in Pelplin. I I 
t 1860 23. 3 'Ja J ) . 'i 
1857 28. !.! ging als Gymnasiallehrer nach Neustadt, lebt als emeri- 
tierter Oberlehrer in Felplin. ,., 1 1 .1' 1 
.[ I 
1858 12. R t 1869 als Pfarrer in Wabez. 
1858 12. H ging als Gymnasiallehrer nach Dt. Krone. 
1858 22. !) ging als Oberlehrer naeh Culm, jetzt in Colmar. 
1862 15. H seit 1883 Domherr in Pelplin. I 
1874 !I ging in gleicber Eigenschaft nach Ratibor, jetzt Direktor 
in Glatz. .r 
1865 11. S ging als zweiter ordentlicher Lehrcr nach Neustadt, später 
Oberlehrer und Professor, pensioniert seit 1884. 
1 S5!.! 17. H ging als Gymnasiallehrer nach Neustadt. wo er jetzt erster 
Oberlehrer und ProfeBBor ist. I 
18tH Ostern in gleicher Eigenschaft nach Dt. Krone, jetzt erster I 
Gymnasiallehrer in Culm. 
10 ging an die städtische Knabenschule nach IIeilsberg, jetzt' 
Gym:lasiallehror in Cubn. I ' 
1867 Pfarrer zu Lippnsch, Kr. Berent. " ! 
1874 1. !I ging als Direktor nach BI'annsbel'g, von da 1883 in gleichcr I 
Ei
enschaft nach Posen. I 


[ ( 


11 ( 


18ß3 


.
>>>
r 


28 


I 


- - 
Lfd. Datum 
des Geburts- Frühere 
Namen Geburtsort 
Kr. Eintritts Stellung 
JahrTa
 Mon. jallr Tn
 Mon. 
57 li:163 1.10 Schulz, Bernhard, Dr. Dt. Crone 1836 20. 8 Kommissarischer Lehrer 
in Culm 
58 11-;63 1.10 Schultz, Franz Dr. Altschottland 1841 2. 7 Schulamtskandidat in 
Königsberg 
59 IH65 Ostern Mey, Franz Gemlitz, Kr. Danzig 1831 2
. 4 
60 1865 1.10 SchuItz, Paul Dr. Langfuhr 1840 19. 6 Schulamtskandidat in 
Neustadt 
61 1866 1. 4 Merten, August Karschau, Kr. Brauns- 1R34 12. !I 
berg 
62 l"fi6 15. 9 Paszotta, Bartholomäus Rheden 1837 24. 8 Kommissarischer Lehrer 
I in Dt. Krone 
63 1866 Herbst Winter, J0hannes Dr. N eucnkirchen in Westf 1837 23. (i Probekandidat in 
Paderborn 
64 1867 3. 2 Albrecht, Lorcnz Dr. Brcitensteill, Kr. 1835 
Dt. Krone 
65 18G7 1. 4 Romahn, Bernhard Dr. Braunsberg 1838 16. 4 Gymnasiallehrer in 
RoesBcl 
66 1867 1. 4 Königsbeck, Max Dr. Wehlau 183f) 6.11 Gymnll.lliallehret in 
5 Gulski, Bnuio Braunsberg 
67 1867 2. Culm 1843 10. n 
68 1867 26. !) Luedtke, Clemens Dr. KI. Nakel, Kr. Dt. Krone 1841 10. 11 Domvikar in Pelplin 
69 1868 1. 1 Scharfe, Johann Dr. Brilon 1841 28. 12 
70 1868 23. 4 Luke, August Paderborn 11839 7.11 Gymnasiallehrer in Culm 
71 1868 23. 4 Zimmermann, Robert Bansen, Kr. Rressel 1840 8. (J Schulamtskandidat in 
Rressel Königsberg 
72 1868 28. !) Prretorius, Ignaz Dr. 1836 11. !I Gymnasiallehrer in 
Braunsberlr 
73 1868 28. !J Schrreer, Heinrich Dr. Warmen in Westf. 1843 5. 7 Probekandidat in RheinB 
74 1869 1. 1 Redner, Aloys Neuenburg 1835 23. 12 Kommi!sarischer Lehrer 
in Dt. Krolle 
75 1869 1. 4 Brehmer, Adolf Zippnow, Kr. Dt. Krone 1845 11. 5 Kandidat 
76 186!J 1.10 Haub, Eduard Conitz 1842 2:2. (j Probekandidat in 
Brllullsberg 
77 1H70 1. 1 Kalohr . Ferdinand Glottau, Kr. Heilsberg 183ti 2. 12 V orschullehrcr 
78 1872 26. 5 Sioda, Anton Zakn:ewo, Kr. FIBtow 1845 20. 11 
79 IH72 12. !I Bock, Heinrich Coesfeld 1837 3. 2 Gymnasiallehrer in 
Neustadt 


l
 


I 

 
,- 
I 


I 

 
J-
>>>
,- 
I 


I 
J- 


1 
....I. 


29 


Hiesige 
erste I letzte 
Stellung 


Datum 
des Aus- 
scheidens 
,Tahr'I'ng Mon, 


I \ 
Bemerkungen, 
r 
insbesondere über spätere Stellungen. 
I 


Gymnasiallchrer 


1867 Ostel"D ging als Oberlehrer nach Roessel, jetzt Regierungs- und 
Schulrat in Murienwerder. 
Kommissar. Lehrer IGymnasiallehrer 1865 11. H wurde in gleicher Eigenschaft naell Neustadt 'versetzt und 
ist jetzt GymI!asialdirektor in Roe!!seI. 
!) ging nach Dt. Crone, jetzt Gymnasiallehrer in Braunsberg' 
7 wurde Kreissclmlh:spektor in Neus8, später in Geldern 
l1ud starb als solcher 1884. 11 
 
4 gIng als ordentlicher Lehrer nach Culm, wo er als Ober- 
lehrer 1880 starb. 


Probekandidat 18116 15. 
Kommissar. Lehrer IGymnasiallehrcr 1874 BI. 


Schulamtijkandidat IHilfslehrer 


Gymnasiallehrer IOberlehrer 


Kommissarischer Lehrer 


Probekandidat 


Gymnasiallehrer 


Oberlchrer 


Probekandidat IHilfslehrer 


186" 


1867 Ostern Krci8schulinspektor in Paderbol'U. 


1867 20. 11 Gymnasiallehrer in Beuthen. 


lR73 10. :) ging als OberMhrcr nach Strassburg, wo er 1876 starb. 


1877 1. -1 ging als Prorektor nach Ratibor, wurde 1879 Direktor in 
Strl\8sburg 'V pr. , 1885 in Neustadt Wpr. 
IH68 14. 
 ging nls kOll1missarischer Lehrcr nach Culm, t 16. Kovember 
1881 als Gymnasiallehrer in Neustadt. 


Religionslehrer und Oberlehrer 
Probekandidat IGymnasiallehrcr 18n 1. 
Gymnasiallehrer 11R7220. 
I 
Hil£;1ehrer 
I 


IV. Oberlehrer 


I II. Oberlehrer und 
Profet!sor 
Kommissarischer Lehrer 


8 ging als Kreisschulinspektor nach Danzig. I 
5 ging als Regierungs- und Schulrat nach Posen, jetzt dort 1 
Provinzialschulmt. 
1870 1. !) auf sein Gesuch wegen rankhoit entlassen. 


Kommil!sar. Lehrer IGymnasiallehrer 1R77 1. 


18GU 1. 


interimistischer ev. Obcrlehrcr 
Religionslehrer 
Probckandidat Hil£;lehrer 


V orschullchrer technischer Lehrer 


Probekandidat 
Gymnasiallehrcr jOb£'rlchrcr 


187:1 


I H83 21. ., 
;) 
1872 ... 
 
;). 
IHHl li. -t 


1 ging in gleicher Eigenschuft nach Culm, jetzt Oberlehrer 
in Ostrowo. 
-t wurde in gleicher Eigensellltft nach I
ral1nsberg versetzt. 



 Oberlehrer in Hoe$sel. 


wurde in gleicher ]jigenschnft nach matz versetzt: hatte 
schon seit 1. OkttJber 1867 an der tlamals privaten 
V orschl1lc dl's Gymnasiums gewirkt 
GvmnD.8iallehrer in Dt. Kronl). 
Obel"lehrer und Professor in ){al'il'nburg. 


I1 


4*
>>>
Datum 
des 
( 
Eintritts. 


3 0 


II 
: 
.T nl1r'J'Ilg" MOli. 
I 80 1872 ]2. 9 Seemann, Johannes- 
I 
81 1873 In. [) Dolega, Silvius Dr. 
I 
! 82 
I 83 
I 
/8 84 5 1873 
1874 
/86 1874 


nu Namen 


Culm I 
I (J 'i' I ' 
Panzerci bei 09terod
 
"I n .& , 
 
Gnesen 182027. 1 GymnnsiallehrednPosen 
Bergisch Gladbach 1849 9.12 Probekandidat 
Guttstadt ,I' 1847 2)}' 4- Probekandidat 
Hagen, Kr. Amsbcrg 1823 27. 8 Lehrer in Neumark 
Warendorf I 1828 18. 4 Gymnasiallehrcr in 
 
I Roessel 
Meseritz r 1820 10. 1] Oberlehror in Culm 
Laut rn bei Rres 'el 1844 17. I") 
chulamtskandidat in 
I r 1 h Neustadt 
Panzerei bei oster
 ll de 1848 8. 9 Sehulamtskandidat 
Mindcn 1849 In. 1 Probekandidnt in 
Braunsberg 
G Ubel'lehrer in Gnesen 
1 Probekandidat in I 
Dt. Krone 
1832 2. [) Uabbiuer in Conitz - 
.
 
1851 11. 4 Technischer Lehrer zu 
Ruessel 
1839 27. 11 Lehl'eran der Kortagarn' 
schen Realsclmle in 
Bonn I 
1846 28. 7 Lehrer an der höheren 
Töchterschule in Gnm- 
binnen 
1844 4. 11 V" orschullehrel' in 
Dt, Krone 
1840 7. 12 Probekandidat ill Cnlm 
184H 23. 12 Gymmisinllehrer in 
BraUl)@berp; 
1847 13. 4- Ordentli{'hcr Lehrer am 
Progylllnaeium zu 
Neulluuk 


t mU1.GG I 
{e.burtsort 
I .. I 


89 187410. n Dolega, Hellmuth 
90 1874 10. n Rehrmann, Heinrich 
91 1874 1. 10 Mueller, Emil Dr. 
92 1875 4 Mletzko, J oseph 
93 1875 1!J. G Roth, Louis 
I 94 1876 L 4 Kather , Leo 
95 1876 7. U Dieckert, Gustav 
96 187G 1.10 Borowski, Friedr. Wilh. 


1873 1.10 t.ukowski, Anton 
1873 6. 10 Herweg, Otto 


6. 10 Mueller, Carl Dr. 
1. 1 Boese, Heinrich 
1. 4 Neuhaus, Johann Dr. 


87 187410. !) W
clewski, Stanislaus 
88 187410. n Wischnewski, Joseph 


97 187G 1. 11 Kaffler, Carl 


98 1877 20. 
99 1877 1. 


I Thiel, Johann 
4 Kitt, J ohannes Dr. 
41 Brock, Julius Dr. 


100 ,1877 


101 1878 15. 2 Papenfus, August 
102 1878 2. !) Stuhnnann, Johannes 
f 


Geburts- -i Früherc 
IhhI Stellung 
jllhr'l'ul[ Mon. [ I . rI 
1 184 !J 13. 2 Kommissarischer Lehr
r 
in Uoe!'sel 
184G 2. 11 Prubekandidut iu Cnlm 


'-- '-1'- 
 


IX 


-
- 


Mroczyn b.Kempcn 1829 24. 
Kl. Grauden bei Leob- 1845 1. 
sclIiiiz I 
Bendawitz, Kr. Gro 
Streh1itz I 
Pollkeim , Kr Roessel 
I 


Kroe1igkeim, Kr. 1 
Gerdauen 
, 
Königsberg 
'I 
Biesen, K
. Birnbaum 
Stuhm I 
Guttstadt 


Frauenburg 


-- 
 


I 


- , 


Gersdorf, Kr. Conitz 1848 5. 1 
posw&ngen, Kr. Roes el 1853 25. 3 S('hI11Il.mtskaUl.Hdat 
J J 


.. - 


"..
>>>
--,- 


3 1 


I I 
Be m e r k u n g en f"utrU 
I b .b1.1 
insbesondere über spätere Stellungen. " [ " 
I -. .1' 
 


Datum 
d€s Aus- 
scheidens 
.ruhr'l'ug" Mon 


Hiesige 
e.rste .J 1_ l
t 
nu [I Stellung 


-f--- 


I 
t6 1 1 


Hilfslehrer ". f" , I 

c; I
 L. _ \.or 
Kommissarischer L hrer 
r.: . ""'t 
Gymnasiallehrer IOberlehrer 
 [ 
Kommissarischer Lehrer 
" I I 1 
Probekandidat 
I JaLI 1(. 
Gymnasiallehrer 
Oberlehrer ! 
I 


IH74 1. 
I ging in gleicher EiKonschaft nach Br ul1sberg, wo j
tzt 
....n Kreis8chulinspektor ist. 
IH74 1. 1 ging in gleicher Eigenschaft nach Posen; jetzt Gymnasial- 
direktor in Rogasen. .i '" ni 1I"1.blll'-' .H IIkHJ I ( I 
I 
IH74 
'1 9 ging in gleicher Eigenschaft nach Neustadt, jetzt Oberlehl'er 
duselbst. 1 1 
1873 24. 12 Gymnasiallehrer in Culm, jetztOberleltrer i.ß:önigsbergOstpr. 
I' . n " I 
187G 29. 7 giug als zweiter Obcdehror nach Strllssburg. !f.i:':I HilI 
... 
r-,tIi7r ,"t"lrbtJr'fI 11: 1 ;.J I pi 
1880 1. 10 in gleicber Eigenschaft nach Thorn versetzt. 
e I'" r
kI ur 1 
1876 1. 9 als Gymuasiall
hrer nach Culm, jetzt Oberlshrer in Allen- 
stein. (1 
 If .1., 
.-... ... L 
1875 1. -1 Oberlehrer an der Realschule zu Luebben. 1 
I [Ö l " . 
 1"\ [ U I 
t 187!) 16. 3 
1876 OstCl'U LehreI' an der höheren Ku"benschule zu Mnten. 
L 


.,:a 


-
- 


I. Obcrlehrer und Professor 
Kommissar. Lehrer Gymnasiallehrer 
r .[ 
Probekandidat Kommissar. Ll'luer 
Inr ' 
Probekandidat KUlIuuissar Lelu'er 
(I tl- ' 
Oberlehrcr 
Schulamtsk. ndidat 
rf ') 


11 


AI 


Jüdischer Religionslehrcr 
I 
Vorschullehrer f I 


I t- 
I r (: ( 
I !Ir r iH 
, 


rfn 


.
 


1877 1. 
 


Hilfslehrer 


I Gymnasiallchrer 


Gymnasiallehrer 


1880 1. 10 Oberlehrer in Culm. 


Vorschullehrer Itechn. L€'hrer 


Probekandidat 
Gymnasiallehrer 


1877 OstCI'll 


- ,- 


Gymnasiallehrer 1884 ]. 10 Oberlehrer am Mariengymnll8ium zu Pusen. 


Probekandidat I
.J-ymnasiallehrer 
Uilfslehrer 187!) 8. -1 Gymnasiulh,hrel" in Neustadt 


.... - 


"..
>>>
- 


Datum 
Lfd. des 
Nr. Eintritts 
Jahr'J'a g Mon. 
103 1879 4. 8i Wiese, Martin 
104 1880 5. 1 Lange, Julius Dr. 
105 ,1880 8. 6 Barwinski, Bernhard 
106 1880 1. 10 Stcessell, Hermann Dr. 


Ir 


Namen 


107 IS80 1. 10 Baumann, Carl 
108 1881 1. 2 Ziclinski, Julius 
IOn 1881 1. [) Bcettcher, Wilhelm 
110 1881 15.10 Otto, Adolf Dr. 
1111 lR81 15.10 Drehn, Johannes Dr. 
112 1882 17. 4 Biskupski, Leon Dr. 
11B 1883 5. 4 Rohr, Anton 


3 2 


I I 
Geburtsort 
I d 


Geburts- 


jahr'l'al!; MOli, 


:Früherc 
Stellung 


Schnlzendorf, Kr. Dt. 1843 21. 12 Schulamtskandidat in 
Crone Cu
 
Culm 185316. 2 
Gr. Purden, Kr. Allen- 1854 13. li . 
stein 
Rügenwalde i 

 r 
Chroscina, Kr. Oppeln 
I 


RosenthaI, Kl'. Pr. 
Stargardt 
Schoenau, Kr. Pr. 
Holland 
1\1 ünster 


1851 2!1. 11 Gymllasiallehrer in 
DaDzig 
1851 23. 11 SchulamtBkandidat in 
Dt. Krone 


1852 10. 2 
1850 7.12 


181)6 1. H 


NeuhollaDd in Brandcn-18[)1) 7. 10 
burg 
Kosten 


Berent 


fl 
I 


1848 11. 4 Ordentlicher Leln'er an 
der Realschule in 
Dirschau 
1853 27. 7 Probekandidat in Sh'sss 
burg l 
1857 31. 1 
1856 11. f) 


114 1883 17. [) Malotka, Joseph Dr. Kllrlekau, Kr. Danzig 
115 1883 2. S Poblocki, Leon V., Dr. Linia, Kr. Neustadt 
116 1884 13. 10 Vogelgesang, Emanuel Biesen, Pl'OV. Posen 
I 
I .M .M 
I .Albrecht t4 Borowski 9 6 . Herweg 
Altendorf 54 Braun 18 . Hohmann 
Andrzejewski 53 Brillowski 15 J unkcr 
I Annecke 20 Brock 100 Kaffler 
I Barthel SI Busse 5 Kalohr 
Barwinski 10 5 Drehn 111 Karlinski 
Baumann 10 7 Dieckert 95 Kath£'r 
Bcnder 25 Dolega, H. 89 Kattner, A. 
Hesse 4 8 Dolega, S. 81 KattIler, E. 
Bielicki 49 Dziadck 12 Kawczynski 
Riskupski 112 Gand 4-5 Kitt 
Bock 79 Gulski 67 Kcenigsbeck 
Hcehmf'r 75 lIaub, E. i 6 Krannich 
Hcese 85 Haub, F. 16 Kroll 
Bcettcher 10 9 H cppncr 39 Lange 


J 
,I 


185G 5.12 Pl'obekaDl1id. in:Neustadt 


Alphabetisches 
.M 
S3 
9 
10 


97 
77 
4 0 
94 
S 
28 
4- 1 
99 
66 
4 
11 
104- 


Larisch 
] jndemann 
Lindenblatt 
f.owinski 
Luedtke 
] .uke 
f.ukowski 
l\Ialotka 
l\IarOJ1ski 
Mcinertz 
1\'1erten 
1\'1 cy 
l\(insbcrg 
l\Iletzko 
:l\fohr 


Namens 
.M 
13 
17 
.37 
3 1 
68 
7 0 
82 
Iq 
44- 
56 
61 
59 
1 


9 2 
6 



 


. 
I
>>>
33 


Hiesige .9bu. 
erste letzte 
hl' t.lO ,1 S tell u n g 


Datum 
des 
Austritts 
Jahr'l'n.g- Mon. 


rtm
D 



"rT TTT 
Bernerkungen, 


insbesovdere über spätere Stellungen. 


Hilfslehrer! 


, IGymnasiallehrer 1882 


,. 
1. '" KreisBcbulinspektor in BrusB. ''1' 
1. 4 Progymnllsiallehrer in Neumark. 
1. 10 Gymnasiallehrer in Dt. Crone. " 
r . . 
1. 10 starb als Realschullehrer in Frankfurt 
I I tober 1883. rrr 
1. 10 Gymnuiallehrer in Calm. 


HP 


Probekandidat ....h l 1880 
Probekandidat IV 1R80 


11 
hrfn 
, f 
a. M. a.m 2. Ok- 
[hl1 


11 'W'U Gymnasiallehrer 18R1 


Hil£;lehrer Gymnasiallehrer 1884 
... . H1 


1'" " 


Probekandidat ., Gymnasiallehrer 


'")?it\IJ "n 1in 
ni f1 tu.... - [ T. I 
rI1 id "}_ r "'J 


. , . 
Probekandidat Hilfslehrer 
I .£J 
Hilfslehrer "IH. 1883 
11 ))f Jjh " )" j 
Probekandidat 1882 
Gymnasiallehrer .,.. 


1. 4 ging als Gymnasiallehrer na.ch Dt. Crone, von da nach 
_ Culm, dann seit dem 1. Oktober 1884 wieder hieher. 
1. . 4 Gymnasiallehrer in Danzig. 


..r l 


Kommissarischer Lehrer 


1884 13. 10 GymnQSiallehrcr in Neustadt 


Probckand
dat ! Kommissar. Lehrer 
Probckandldat Kommissar. Lebrer 
Hilfslehrer 1886 1 1. 


trI! 


verzeichnis der Lehrcr. 



 .M .M .M 
Moiszisstzig 26 Raabe 3 1 Schultz. Fr. 58 Tietz 3 8 
Mueller, E. 9 1 Raymann 3 Schultz, P. 60 Vogelgesang 116 
Mueller, K. 84 Redner, A. 74 Schulz, B. 57 Weber 2 
Neuhaus 86 Redner, L. 4 2 Seemann 80 W t:clewski 87 
Nieberding 19 Rehaag 22 Sioda 7 8 Wiehert 24 
Oestreich, R. 35 Rehrmann 9° Skeyde .1 Wiese 10 3 
Oestreieh, T. 43 Rohr 113 Sommer 3'2 Winter t rfT 63 
Ossowski Romahn 65 Stein IJ Winterfeld 
14 So . 33 
Otto 110 . Roth t
 1 93 Stenze} 55 Wischnewski 88 . 
Papenfus 101 Samland 52 Stephan " I 29 Zielinski 108 
Paszotta 62 Scharfe 69 Stcessell 106 Zimmermann 7 1 
Peters b (3 0 Schneider 47 Stuhrmann 102 \, 
Poblocki 1""("115 Schnitz I 23 Tarnowski 4 6 l 
Prqdzynski 34 Schrceer 73 Thamm J 21 
Prretorius , Schul tz , F. Thiel 9 8 
7 2 27 

 

 .;. 
'.
>>>
"" 


34 


III. Die G y mnasial g ebäude. ')"2jl'
' H 
. n 'j 
 I lJ AI.' 11 .J U I b 1 
.n 1.r Das Gymnasium. Wo das jetzige Lehrgcbäude des Gymnasiums steht, befand 
sich zur Zeit der Ordensritter ein sogenannter Sattelhof, in dem ein Hauptmann seincn 
Sitz hatte, der im Namen des Komthurs von Schlochau Urteile sprach, Grundstücke verlich 
und Händel schlichtete. Dieser Sattelhof wurde im Jahre 1446 der Stadt als Belohnung 
für mehrfach bewiesene Treue von dem Hochmeister Konrad von Erlichshausen ge- 
schenkt und hieß seitdem Stadthof. Im Jahre 1743 verkaufte die Stadt nach zehnjährigen 
Unterhandlungen, hauptsächlich infolge der großen Feuersbrunst, die das Jahr vorher fast 
die ganze Stadt vernichtet hatte, denselben, damals :einen wüsten nur mit einem baufälligen 
Töpferhause besetzten Platz, für 2000 preußische Gulden an die im Jahre 1620 hierherge- 
kommenen Jesuiten. Diese begannen noch in demselben Jahre den Bau eines neuen Ge- 
bäudes an Stelle ihres bisherigen baufälligen und für die Zahl der Schüler nicht ausreichenden 
aus Fachwerk 1659 und 60 erbauten Hauses. 1 Dieses 1755 vollendete Gebäude ist das 
jetzige Gymnasium, ein massiver 48 Meter langer zweistöckiger Bau mit ein Meter dicken 
Mauern, an den ein 26 m. langer gleichartiger Flügel angebaut ist. 
I Als nach der Aufhebung des Jesuitenor4ens 1773 die Schule derselben immer mchr 
in Verfall geriet und wegen der geringen Zahl von Lehrern und Schülern ein großer Teil 
des Gebäudes unbenutzt blieb, gestattete Friedrich der Große durch eine an den General- 
major von Egloffstein gerichtete Kabinetsordre d. d. Potsdam 22. April 1786, daß »der 
ganze wüste Flügel von dem Jesuiten-Collcgio, der gar nicht bewohnt werden kann, und 
worin auch keiner wohnt, mithin vor sie ganz unbrauchbar ist, zu der zu erbauenden 
Caserne mit angewendet werde.« Demgemäß wurde die obere Etage mit Ausnahme der 
späteren Direktorialwohnung von der Westpreußischen Kriegs- und Domänenkammer zur 
Wohnung für den Kommandeur der Garnison, General von Arnim, eingerichtet. Die 
Wohnung für denselben bestand aus 7 Stuben, 2 Kammern, einer Küche, Keller, Stall 
- der 1884 abgebrochenen Remise .....:. und Hofraum , und hatte durch eine im unteren Korridor 
am Nordwestende angelegte hölzerne Trcppe einen eigenen Eingang. Als später der 
Brigadier seinen Wohnort veränderte, wurde die Wohnung an den Kapitän v. Schmidt 
, 
für 24 Thlr. jährlich, später an den Chef der Invalidenkompagnie Major von Sckork und 
dessen Nachfolger den Obcrstlieutenant v. W e d e 11, der 1799 im Juni auszog, für 48 Thlr. 
jährlich vermietet. Weder von der Einrichtung dieses Tciles des Gebäudes noch von der 
späteren Vermietung hatte die Regierung zu l\Iarienwerder, zu deren Ressort das Gebäude 
gehörte, bis zum Jahre 1796 irgend welche Kenntnis. In diesem Jahre crst gelangten 
Klagen des Präfekten Kunigk und des Schulinstitutsdirektors Raffalski über dcn überaus 
11 


-- 


- 


...... 


...... 


-- 


.... .- 


4 


.....
>>>
.... 


..... 


....... 


-- 


..... 


4 


. '35 



chlechten Zustand des Gebäudes, :ldas samt der Kirche verfällt und wo der Regen ein- 
und ausgehh, an die Regierung, und gaben dieser Veranlassung sich von der Kriegs- und 
Domäncnkammer und von dem hiesigen Magistrat Auskunft Über das Sachverhältnis geben 
zu lassen. Das seit 26 Jahren nicht reparierte Dach war Überaus schadhaft; der Regen 
war in mehrere Zimmer eingedrungen, der Fußboden in' denselben verfault, mehrere Ff'nster- 
'öffnungen waren nur mit Brettern verschlagen. Der Landbaumeister Saltzmann wurde nun 
aufgefordert einen Kostenanschlag betreff., der Repara.tur des Daches anzufertigen. Dieser 
schließt mit 1'77 Thaler ab. Nun erhob sich ein Streit, wer die Kosten tragen sollf'. Es 
bestand damals der Plan, »in der Stadt Conitz ein Landarmenhaus für Westpreußen und 
den Netzedistrikt auf 300 Vagabundi« zu errichten. 
un reichte zwar die Kaserne zum 
eigentlichen Institut aus, aber es war in derselben kein Platz für die Ökonomie und den 
Bctsaal. Würden die dazu erforderlichen Räumlichkeiten im Gymnasialgebäude abgetreten, 
- der ganze Ostflügcl und das Nordende des Frontgebäudes -, so erbot sich die Kriegs- 
lInd Domänenkammcr untcr dem 12. April 1799 das ganze Gcbäude mit Ausnahme der 
Kirche instand zu setzen und zu erhalten. Die Regierung war damit einverstanden, der 
Fürstbischof von Ermland aber, Graf Carl von Hohenzollern 1 ), der die Oberaufsicht 
über das gesamte Schulwesen in Westpreußen führte, wollte darauf höchstcns dann ein- 
gehen, wenn das Gymnasium durch eine Zwischenmauer von den übrigen Räumlichkeiten 
getrennt und der Schule vollcr Raum und Bequemlichkeit gewährt würde. Nach mehr- 
fachen Unterhandlungen ließ die Domänenkammer das Projekt als zu kostspielig fallen; 
die Reparatur des Gebäudes aber unterblieb gleichfalls, da aus dem Jesuitcn-Schulfonds 
die Kosten durchaus nicht bestritten werdcn konnten und ein anderer Fonds nicht vorhanden 
war. Nach wenigen Jahren tauchte ein neuer Plan für die Ausnutzung und Reparatur des 
Gymnasialgebäudes au£ Da das katholische Pfarrgebäude überaus baufällig und ein Neubau 
unumgänglich nötig, auch die Pfarrkirche einer Reparatur bedürftig war, diese Rauten 
aber bei freiem Bauholz wenigstens 3000 Thlr. kosten sollten, so schlug der Kreisbaumeister 
Saltzmann vor, die Wohnung des Probstes und scines Vikars in das Gymnasialgebäude, 
»wo beide neben der Schule und ihren Lehrern ausreichenden Platz finden wÜrden«, zu 
verlegen, die Pfarrkirche abzutragen, »und die schöne und prächtige katholische, im 
italiänischen Geschmack erbaute und schön geziertc und gemalte Kirche im Jesuitenkolleg , 
in welchcr ca. 700 Mcnschen Raum haben, und in welcher nur allcin die hiesigen Studenten 
beten, zur Stadt- und Pfarrkirche zu machen.« Die Reparaturkosten der Gymnasialkirche 
und des Gymnasialgebäudes wÜrden, so meinte er, größtenteils aus dem Verkauf der alten 


1) Es ist derselbe, der oben Koadjutor des Bischofs von Culm g!:l1l\nnt wurde. Geboren 1724 Will' er 
1778 Coadjutor und 1785 Bischof von Culm, 1795 FÜrstbischof von Brmland geworden. Er starb am 11. Angust IF03 
zu Oliva. Scin Nl'ffc Josl'ph von IIohcnzollcrn WII.1' von 1818-1836 Bischof VOll Ermland. 


ö 


...I
>>>
- 


3 6 



 


Materialien der Pfarrkirche und Pfarrwohnung bestritten werden. Der Plan fand den 
Beifall des Magistrats sowie der Kriegs- und Domainenkammer und der Regierung zu 
Marienwerder. Wiederum war es aber der Fürstbischof von Ermland, Graf Carl von 
Hohenzollern, an dessen Einsicht dieser, gelinde gesagt, eigentümliche Plan scheiterte. 
Derselbe beauftragte zunächst den Offizial Dalski, Präfekt des Gymnasiums zu Dt. Crone r 
sich nach Conitz zu begeben und daselbst alles an Ort und Stelle zu untersuchen. Nach- 
dem dieses geschehen war, machte der Fürstbischof unter dem 16. November 1802 darauf 
aufmerksam, daß »die Pfarrkirche zu Conitz nicht so irreparable sei, als man vorgegeben 
habe, vielmehr nur Dächer und Fenster derselben eine Reparatur nötig hätten, zu deren Aus- 
führung wohl auch die nötigen Mittel herbeigeschafft werden dürften, wie die Kirchen- 
vorsteher und der Landesdirektor von W olschlaeger geäußert hätten. Da überdies die 
schöne Pfarrorgel in der Jesuitenkirche ihres großen Umfanges wegen sich nicht anbringen 
lasse, auch die drei Pfarrglocken auf dem Turm der Jesuitenkirche nicht placiert werden 
könnten, und die Eingepfarrten sowohl die Pfarrkirche als deren Turm beizubehalten 
wünschten, weil die Jesuitenkirche für 1100 Communicanten zu klein sei, und da endlich 
die zu vcräußerndcn Materialien nach Demolition der Pfarrkirche gewiß nur ein unbe- 
deutendes Quantum einbringen würden, wie dies die Erfahrung unter anderem bei dem 
alten abgebrochenen Gymnasium zu Braunsberg gezeigt habe: so wäre es wohl am besten 
die Conitzer Eingepfarrten in dem Besitz ihrer Kirche zu belassen.« »Ingleichen«, fährt 
der Fürstbischof fort, :tmuß ich mich in Ansehung der Pfarrwohnung auf das Gutachten 
des Offizials Dalski beziehen, daß es für das Institut viel nützlicher sei, den unbewohnten 
Teil des Gymnasii zu vermieten und dafür das Gymnasium imstande zu halten, als ihn 
dem Probste zu cedieren. Auch bitte ich Ew. Königliche Majestät um die Erlaubnis das 
entbehrliche Kirchensilbcr der Institutskirche zu Conitz veräußern zu dürfen, um einen 
Fonds zu gewinnen, diese schöne Kirche zu erhalten. « I) 


......... 


I) Die Erlaubnis hierzu wird am 11. Dezember 1802 erteilt. an welchem 'l'aKe die RegiCl'Ung auch an 
das Ministerium schreibt, "daBS sie kein Bedenken habe, dieses Silbergorät sich eilll!chicken und hier öffentlich 
verkaufen zu lassen, um dem Gymroasio zu Conitz ein Kapital zu seiner Unterhaltung auf diese Weise zu verschaffen." 
Der Minister von Massow schreibt dann am 19. Februar UI03, "dass fiir den Verkauf ein eigcnt!ichcr Handlungsort 
zu wählen sein möchte." Am 12. .April ]803 sendet der Probst Kunigk dem Fürstbischof ein vollständiges Ver- 
zeichnis des Kircheninventars ; das unentbehrliche Silber wiegt 17 Pfund, das entbehrliche n Pfund, "beides nnr 
auf dem sogenannten Besmer, wo nur Pfunde und halbe Pfunde signiert sind, gewogen, aus MaRgol an einer 
Wagachale, die bier niemanrl leihcn wollte. Ausserdem können auch eine sehr künstlich gem'beitcte Monstranz 
und ein Kelch entbehrt und fol({lich verkauft werden". Der Fii1'6tbischof wünscht nun. zunächst b
i Danziger 
Goldschmieden den Preis ermitteln zu lassen. '\Veitere Nachricbten über diesen Gegenstand finde ich leider in den 
mir zugänglichen Akten nicht. Ob eine 1825 an den bevollmächt.igten Offizial Kro 11 erfolgte Auslieferung von 
Kirchensilber 'md anderen Kh'chensachen, die am 30. Januar 1826 vom Generalvik..r .l{rueger in Pelplin in 
Empfang genommbn und vom Bischof Matthy wahrscheinlich der Pfarrkh'che zu Stargsrd gCBchenkt wurden, in 
irgend welchem Zusammenhang mit dem oben erwähnten Kirchensilber stoht, vermag ich nicht zu sagen. 


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Während dieser von hier ausgegangene Plan erwogen wurde, erfolgte von Berlin 
aus infolge der im Oktober 1802 abgehaltenen Revision unter dem 9. November 1802 
:tauf Sr. Königlichen Majestät Spezialbefehl« von dem Staatsminister von Massow an die 
Regierung zu :Marienwerder die Anfrage, wie der noch größere Verfall des Gebäudes zu 
verhüten sei, und ob nicht das ehemalige Chefquarticr },bei einer Kombination der luthe- 
rischen Schule mit diesem sogenannten Gymnasio zur Authelfung und besseren Einrichtung 
des gesamten Schulwesens in Conitz benutzt werden könne, da beide Anstalten, sowie sie 
jetzt sind, weniger Nutzen stiften.« Unter dem 19. Februar 1803 schreibt ebenderselbe 
Minister von l\Iassow, daß es keinem Zweifel unterworfen sei, daß das katholische Gymnasium 
zu Conitz in eine Mittelschule umzuschaffen und wenigstens in den oberen Klassen mit dcr 
protestantischen Schule zu vereinigen sei; gleichzeitig weist er infolge der vom Fürstbischof 
von Ermland angeführten »nicht ganz unerheblichen« Gründe die Demolierung der Pfarr- 
kirche zurück, da »ihre Destruktion einen üblen Eindruck machcn würdc, ohne einen 
erheblichen Vorteil zu gewähren.« Die Reparatur des Gymnasiums solle sobald als möglich 
vorgenommen wcrden. Auch dieser Plan der Umwandlung des Gymnasiums kam glücklicher- 
weise nicht zur Ausführung, ebensowenig fand aber eine irgendwie ausrcichende Reparatur 
des Gebäudes statt. Nur als im September 1804 der neue Präfekt Kahlor hier pintraf 
und kein bewohnbares Zimmer für sich vorfand, so daß er genötigt war, mit dem Lehrer 
der grammatischen Klasse in einem kleinen Zimmer zusammen zu wohnen, ordnete der 
Schulcninstitutsdirektor Malewski, dem es, wie er an die Rcgierung schreibt, bcreits 
bekannt war, daß 150 Thalcr zur Reparatur bewilligt waren, die allernotwcndigsten Aus- 
besserungen an. Im Jahre 1809 wurden dann noch 300 Thlr.l) bewilligt, und 1810 dann 
das Gymnasialgebäude, 181 I die Kirche repariert. Als aber im vVinter des Jahres 18q 
nach der Einnahme von Danzig 6000 Mann russischcr Truppen hier kantonnierten. und 
sich auch in Besitz des Gymnasialgebäudes setzten, benutzten sie dasfelbe vicr Monate 
hindurch als Montierungsdepot und zu militärischen Exercitien; auf dcm geräumigen Boden 
und in den Korridoren wurde exerciert, auf dem ersteren auch von 60 Schlägern getrommelt, 
in den letzteren auch Spießruten gelaufen. N ach ihrem Abzug fand sich das Gebäude in 
allcn seinen Teilen aufs äußerste beschädigt; das Dach war überall durchlöchcrt, die Thüren 
waren eingcschlagcn, die Fußböden durch das Holzhauen in den Zimmern ruiniert, die 
Fenster zerschlagen, die Schlösser teilweise abgerissen. So kam es, daß, als die Anstalt 
181 5 eröffnet wcrden sollte, wieder erst eine allseitige Reparatur erforderlich war und mit einpm 


. 


-
 


I) Als im Oktober die Reparaturen noch nicht begonnen hatten, bittet Kantak am 15. Oktober die 
Regi.mmg, die Sache zu beschleunigen, da in einigen oberen Zimmern die Decken eingcstiirzt seien und in dem 
Zimmer Rn der Kirche dasselbe zu erwarten sei, und llariir zu sorgen, dass die Ausriihrung einem rcchts('hatfenen 
Manne ühertragen werde, der das hierzu bestimmte Geld zweckmäl!sig verwende "unel nicht aM 330 ThaIern 100 mache." 
5.
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" 


"'I! 


38 


Kostenaufwand von 1878 Thalcrn auch ausgeführt wurde"} Das Gebäudc dicnte nicht nur 
als Lehrgebäude, sondern enthielt zugleich die Wohnungen für den Direktor und drei 
I.ehrer. Im oberen Stock hatte außer dem Direktor, der bis zum Jahre 1883 die südliche 
Hälfte des Hauptgebäudes bewohnte, der Religionslehrer am nördlichen Ende bis zum 
Jahre 1845 seine Wohnung; im Erdgeschoß wohnte am Südende des Hauptgebäudes ein 
Oberlehrer, zuerst Minsberg, dann Junker bis I. April 1846, am Nordende bis 1833 zuerst 
Krannich, dann der Gymnasiallchrer Kattner, der die ihm etatsmäßig zustehende \\T ohnung 
gegen eine jährliche Mietsentschädigung von So Thalern zur Einrichtung der Vorschule 
abtreten mußte. Zu Unterrichtszwecken wurde Jahrzehnte hindurch allein der Ostflügel 
benutzt,!) wozu später noch ein Zimmer im Hauptgebäude kam. Erst seit dem Jahre 18 47, 
als die Teilungen der Klassen in Parallelcöten begannen, wurden allmählich immer mehr 
Klassenzimmer eingerichtet, bis dieselben seit dem Jahre 1869, der Klassenzahl entsprechend, 
die Zahl dreizehn erreichten, wozu auch noch die Vorschule kam. Nachdem 1883, auch 
die Dienstwohnung des Direktors geräumt war, wurde im Sommer des Jahres 1884 mit 
einem Kostenaufwande von ca. 40000 M. der Dachstuhl des Gebäudes, der einer Erneuerung 
seit Jahren 3 ) bedürftig war, neu errichtet und dabei zugleich aus den vier Wohnzimmern 
des Direktors zwei geräumige Klassenzimmer hergestellt, während der übrige Teil der 
Wohnung zum Korridor geschlagen wurde. Gleichzeitig wurde das obere Geschoß um 
0,75 m. erhöht und an der Nordseite eine Thür zum Spielplatz durchgebrochen. So enthält 
das Gymnasialgebäude gegenwärtig 13 Klassenzimmer, ein Amtszimmer des Direktors, an 
das ein kleines Zimmer für das Archiv stößt, das Konferenzzimmer , das naturhistorische 
Kabinet und die Schülerbibliothek.-'} 


- ..". 



 


1) Vor der Ausführung und während derselben bittet der Bauinspektor SaItzm8nn wiederholt, ihm 
bBBre Geldmittel zur Verfügung zu stellen, denn Conitz, schreibt er, "ist nicht der Ort, wo man sogl6!ich zur Stelle 
Steine, Kalk, Hulz ctc. kaufen oder Arbeiten bei den Handwerkern vollfiihl-t erha1ten kann. Dieses erfordert 
jedcsmal drei bis vier Wochen Präparation; so muss der Tischler z. B. erst auf den Miihlen oder Dörfern herum- 
luufen, wenn auch nur eine Arbeit, wozu zwei Dielen nötig sind, vollführt werden soll; 
tein" und Kalk sind nie 
vorrätig, und Holz mUiIB drei Meilen weit von der Pustkowie bestellt werden." 
11) Die Beschränktheit des Raumes wurde schon früh empfunden; 1835 wurde der Direktor G a h b I e r bei 
der Behörde vorstellig, behufs Gewinnung eines auditvrii maximi, eines Bibliothekzimmers, eines Konferenzzimmers 
und eines Zeichensaals den ösllichen 'l'eil des Kasernengcbäudes zu mieten. Es wurden auch Unterhandlungen 
angeknüpft, wegon der bcdcutcndcn Einrichtungskosten aber 1836 abgebrochen und in Aus8icht gcnommcn, dic 
Dienstwohnung des ersten Oberlehrers und dcs Religionslchl'ers fiir diese Zwecke einzurichten. 
U) Schon 1844 macht Brueggemann darauf aufmerksam, dß89 dß8 Dach des Gymuasialgebäudes so 
Bchadhart sei, dass eine gänzliche Umlage stattfinden müsso. In demselbcn Bel"ichtIJ klagt er, dass dIe Zicgel, mit 
dencn ber untere Korridor ausgelegt sei. alle acht Tage ausgebessert werden müssten, dass die Fenster ebendaselbst 
so schlecht seien, dass Hol:/: und GIß8 nicht mehr zusammenhielten. dass keine Dachrinne:: vorhandcn und die 
Latrinen so schlecht seien, dass \jinem menschlichen Wesen bei Gcfahr des Schlagßul3ses dcr Besuch nicht zuge- 
mu tet wcrdcn könne. 
4) Der Bürgersteig vor dem Gymnasium bis zur Fahriltrasse wurde erst 1842 gepflD.stert und damals anch 
statt der hölzernen Treppe vor dcr Hausthiir eine Steintreppe angelegt. Beides kostete 165 Thaler. 


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..... "" 


2. Das Gymnasial-Direktorialgebäude. Drei Viertel der im Jahre 1786 
bis 1788 erbautcn Kascrne, die durch einen Vorplatz von dem Gymnasium geschieden und 
nördlich von demselben belcgen war, sollten 1879 von dem l\Iilitärfiskus zum Abbruch 
vcrkauft werdcn. l\Iit Rücksicht darauf, daß der vor der Kaserne gelegene Platz, als der 
einzige, auf dcm die Schüler sich in den Respirien ergehen konnten, für das Gymnasium 
unentbehrlich war, genehmigte der Minister der geistlichen Angelegenheiten auf eine 
dringende Eingabe des unterzcichneten Direktors vom 30. März 1879, die von dem Königl. 
Provinzialschulkollegium befürwortet wurde, im August desfelben Jahres den Ankauf für 
dic Taxsumme von 28008,
 l\Iark. Infolge des Ankaufes wurde ein früherer Plan durch 
Aufsetzung noch eines Stockwerkes auf das Gymnasialgebäude die Räumlichkeiten zu er- 
weitern, fallen gelassen und der Ausbau eines Teiles des angekauften Kasernengrundstücks 
in Aussicht genommen. Am 29. Februar 1880 trafen die Geheimen Regierungsräte Spieker 
und Bohtz aus Berlin nebst dem Rcgierungs- und Baurat Kirchhof aus Marienwerder 
und dcm Provinzialschulrat Dr. Kruse aus Danzig hier ein, um in Anwesenheit des Kreis- 
bauinspektors Langbein und des unterzeichneten Direktors wegen des Ausbaues zu kon- 
ferieren. Nachdem am 28. l\Iai 1881 die beiden Erstgenannten zu einer zweiten Konferenz 
hier eingetroffen waren und auch noch ein kleines an der Ostseite des Kasernenplatzes 
belegen es Grundstück, die sogenannte alte Lohgerberei, die sich im Privatbesitz befand, 
und den im übrigen zusammenhängendcn Komplex des Gymnasialgebäudes in sehr störender 
"\Veise unterbrach, durch schnelles privates Eingreifen des Direktors in den Besitz des 
Gymnasiums für 2809 Mk. übergegangen war, begann im September des Jahres 1882 der 
Abbruch des Kasernengebäudes, von dem nur die Umfassungsmauern in einer Länge von 
37 Meter stehen blieben. Am 6. November 1883 wurde das neue mit einem Kostenaufwand 
von 54327,93 l\Ik. errichtete Gebäude an den Kommissarius des Königlichen Provinzial-' 
schulkollegiums, Herrn Regierungsrat Schellong und den Direktor übergeben. Dasfelbe 
enthält im Erdgeschoß den Bibliotheksaal nebst . einem Vorzimmer für den Bibliothekar, 
den achtfenstrigen Zeichensaal, das physikalische Lehrzimmer nebst physikalischem Kabinctt 
und eine Reserveklasse; im oberen Stockwerk die geräumige Wohnung des Direktors. 
Der etwa 2000 Dm. große Vorplatz, der als Spielplatz der Schule dient, ist planiert, m\\ 
Bä.umen umpflanzt und umzäunt. 
11' I} ., '"\1 
3. Die Kirche. An Stelle dcr 1640 erbauten und am 5. August 17 12 abge- 
brannten hölzernen Kirche begannen die Jesuiten im Jahre 17 18 den Bau der jetzigen 
Gymnasialkirche, die sich an das Südende des Gymnasiums anschließt. Da der Bau nur 
nach Maßgabe der eingehendcn Beiträge gefördert werden konnte, so zog er sich bis in 
das Jahr 174-1- hin, in welchem die beiden Thürme vollendet wurden. Am Anfange dieses 


.......
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4 0 


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.. ... r 
Jahrhunderts war das Dach der Kirche sehr schadhaft geworden;'} ebenso warcn die Türme 
zwölf Zoll außer dem Lot und ließen das Hcrabfallen der Kuppeln besorgen. Die Ein- 
deckung der unteren Kuppeln nämlich war nach der Aussage des Bauinspektors Saltzmarln 
sehr schlecht ausgeführt, so daß die Schwcllen und Ständer auf der Mauer verfault waren. 
1811 wurden beide Türme gerade gerichtet, und das Kirchcndach notdürftig repariert; das 
Kupfer von den unteren Kuppcln (1733 Pfund) wurde für 680 Thalcr verkauft und diese 
selbst mit verzinntem Eisenblech eingedeckt. In dcr Nacht vom 30. zum 31. Dezcmber 18 I2 
bei einem heftigen Sturmwind wurde die, eiserne Stange auf der obersten Kuppel des einen 
Turmes mit Knopf und Stern nebst einem Tcile der Spitze hcrabgeworfen. Dieselbe wurde 
erst 1820, als das Dach der Kirche neu gedeckt und diese sclbst renoviert wurde, wiedcr 
aufgebracht. Die drei Glocken wurden 1755 beschafft und 1882 von dem Glockengießer 
Schulz in Culm umgegossen.') Die jctzige Orgel ist, nachdem die frühere 1819 - vor 
dieser Zeit hatte die Gymnasialkirche keinc Orgel - aus dem Augustinerkloster übcrnommene 
untauglich geworden war, 1858 von Hottenrott in CoesJin für 2400 l\Ik., die aus d£m 
Neuzeller Fonds bewilligt wurden, gebaut. Das Orgelspicl wurde anfangs von dcn Schülern 
des Gymnasiums besorgt und erst 1852 dem technischen Lehrer Ossowski übertragen. Die 
Kirche ist im Jesuitenstil gebaut und im Innern rcich verziert und mit Fresken von ein£m 
Maler II 0 fb u t t e geschmückt; die beidcn Emporen sind mit kunstvoll aus Holz geschnitzten 
Barrieren versehen. Am 20. Januar 1862 brach in der Sakristci ein Feuer aus, zerstörte 
das Innere derselben mit sämtlichem Inhalte, ohne die Kirche selbst zum Glücke wesentlich 
zu beschädigen; immerhin belief sich der angcrichtete Schaden auf etwa 1500 Thlr. 
11 4. Das Au lag e b ä ud e. Der Mangel einer Aula wurde schon anfang der dreißiger 
Jahre schwcr empfunden;8) der Direktor Brueggemann stcllte später wiederholte Anträge 
auf die Einrichtung eines solchen; das Bedürfnis wurde von den vorgesctztcn Behörden 
durchaus anerkannt, aber noch 1856, nachdem Brueggemanns erneuter Bericht im Original 
unter dringender Befürwortung seitens des Provinzialschulkollegiums dem Ministerium vor- 
gelegt worden war, die Erklärung abgegeben, daß »bei den großen Ansprüchen, welche 
zur Befriedigung dringendcr Bedürfnisse fortdauernd an die Staatskasse gemacht würden, 
die Einrichtung der Aula vorläufig auf sich beruhen bleiben müsse." Nachdcm dann auch 
der Nachfolger Brueggemanns, der Direktor Goebel, das Bedürfnis als unabweisbar dargestellt 


....... 


1) 1819 schrei\Jt der Bauinspektor Saltzmann "die Kirche, deren dreistes Gewölbe bei einer Höhe von 
48 Fuss zu bewundern, hat bis 1811 fast ohne Dachbedeckung gestanden." 
I) Die grösste hat die Inschrift: 0 rex gloriae Christe veni Cllm pace, die zweite: S. Aloysi et s. Stanislae 
orate pro disripulis gymnasii Conicensis, die dritte: Maria vocor, divina loquor. 
S) Schon 1817 schlug der Bauinspektor Saltzmann vor, die Gymnasial kirche zum "audit.urium maximum" 
einzurichten; freilich, fügt er hinzu, dass dies "nach der Ansicht dcr Lchrcr nicbt schicklich sei." Dcr abcntcuerliche 
Antrag ist vom 10. Februar e. a. 


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4 1 



 .. 


hatte, so wurde das Provinzial schul kollegium durch Ministerialreskript vom 7. Februar 186 5 
davon in Kenntnis gesetzt, dass die Kosten zur Erbauung einer Aula mit 9450 Thaler auf 
den Staatshaushaltsetat pro 1865 übernommen worden seien; diese Summe mußte zur 
Deckung der Anschlagskosten von 10892 Thlr. später um 1442 Thlr. erhöht werden. Der 
Bau begann im Jahre 1867 und war im Sommer 1868 fertig, so daß die Aula bei der 
öffentlichen Prüfung am 13. August desfelben Jahres zum erstenmal benutzt werden konnte. 
Leider hat infolge der in unserem Klima wohl wenig angebrachten Bauart des Dachstuhls 
der Bau in wenigen Jahren stark gelitten, indem durch das bis tief ins Mauerwerk erfolgte 
Eindringen der Nässe die Dachbalken unbrauchbar geworden sind, so daß in diesem Sommer 
eine auf 6000 Mk. veranschlagte Reparatur ausgeführt werden muß. Im Jahre 1875 wurde 
zur Unterstützung des Gesanges bei dem dort abzuhaltenden Morgengottesdienst der evan- 
gelischen Schüler ein Harmonium für 435 Mk. für dieselbe angeschafft und 1885 ein Flügel 
für 1800 Mk. aus der Fabrik von J. L. Duysen in Berlin. l ) 
5. Konvikt. Getrennt von den vier genannten Gebäuden, die einen zusammen- 
hängenden Komplex bilden, liegt auf dem Mönchanger, von dem es schon in der von 
Winrich von Kniprode im Jahre 1365 ausgestellten Stiftungsurkunde des früher dort 
befindlichen Augustinerklosters heißt, daß er »von Alters her der Mönchsee-Werder 
genannt sei«, das Konvikt. Nachdem durch Kabinetsordre vom 7. Mai 1819 die Aufhebung 
des Augustinerklosters verfügt und die Grundstücke dem Gymnasium, die Meßfundationen 
(5 22 5 Thlr.) der Gymnasialkirche überwiesen worden waren, erfolgte die förmliche Aufhebung 
am 22. Juli desfelben Jahres durch den Landrichter BolzenthaI im Beisein des letzten 
Priors Severin von Ostrowski, des Offizials Thiede und des Gymnasialdirektors Dr. 
Mueller.') Der Landbaumcister Saltzmann wurde angewiesen, einen Plan zur Einrichtung 
von Wohnungen für Lehrer und Schüler in dem Kirchen- und Klostergebäude zu entwerfen. 
In den Jahren 1822 und 23 wurden zunächst die Gräber auf dem Vorplatz, der als Kirchhof 
gedient hatte, planiert und dann die Kirche, die unter dem rastlos thätigen vorletzten Prior 
KleR1ens Klunder durch freiwillige Beiträge aus Stadt und Umgegend von 17 86 - 1 800 
mit einem Kostenaufwand von 6500 Thalcrn erbaut worden war, zu Wohnungen einge- 
richtet. Die Kuppel des Turmes mußte, da sie schadhaft war, abgenommen werden,S} und 
da die Kosten der vViederherstellung 678 Thalcr betragen sollten, so wurde der Turm bis 
., 


...... 


1) Schon 1820 war aus dem erspart,en Direktorgehalt ein Flügel angeschafft - 188 Thlr. 13 Gr. wird 
als Kaufpreis für diesen, die Gymuasialuhr und Glocke angegeben -; IH40 wird derselbe als "abgenutzt und 
durchaus unbrauchbar" bezeichnet und 1841 ein neuer für 250 Thaler besrhafft, der 1878 verkauft wurde. 
11) Am 29. August 1819 wurde mit besonderer Genehmigung noch einmal in der Kirche die Andacht 
und der letzte grosse Ablass abjlehalten. 
S) ()er 'J'umlknopf nebst dem kupfernen Kreuz und der eisernen Hdmstange wurde 1823 an die Kilcbe 
zu WieHe fiir 18 Thaler 10 Sgr. verkauft. 


......
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4 2 



 


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auf das massive Mauer
erk 1 abgetragen
 mit Zinkblech gedeckt ("und mi
 einer Galleric 
versehen, wodurch er das an eine Sternwarte erinnernde Aussehen erhielt. Das Erdgeschoß 
diente stets als Wohnung des Inspektors des Konvikts, und Direkt0r l\Iueller war der erste, 
der im Herbst 182'3 dieselbe bezog. '. Sein Nachfolger in diesem Amte war der Oberlehrer 
, . 
Dziadek 1829-1844 und dessen Nachfolger bis zum Oktober 1845 der Oberlehrer Ferd. 
, 11" . 
.Schultz; seit dieser Zeit waren stets die Religi;nslehrer der Anstalt gleichzeitig Inspektoren 
des Konvikts. Der an das Konvikt stoßende etwa ein Hektar große Garten sowie das 
.nach diesem hin gelegene größere Parterrezimmcr ist dem Dircktor verblieben, während 
für den Religi9nslebrer ein nach Süden hin an das Konvikt stoßender Streifen Land 1 t:!45 
zur Einrichtung eines Gärtchens abgetreten wurde. --:- r pie obere Etage wurde zur Wohnung 
für Schüler eingerichtet. Aus den Einkünften des aufgehobenen Cistercienserklosters zu 
Coronowo gewährte des Königs Majestät zur besseren Einrichtung eines Konvikts für 
arme Schüler vom 1. Juni 1824 jährlich die Summe von 430 Thalern. Nachdem l\Iuellers 
Plan für die Einrichtung der Anstalt durch Ministerialreskript vom 23. Juni 1825 genehmigt 
war, trat dieselbe Neujahr 1826 ins ,Leben. Neun Schüler katholischer Konfession erhielten 
dort Wohnung und Bespeisung; zwei Drittel der Stellen waren für diejenigen bestimmt, 
die sich dem geistlichen Stande zu widmen gedachten, auf dcn Rest hatten diejenigen 
vorzüglich Anspruch, die sich dem höheren' Lchrfache widmen wollten. Im Jahre 1831 
wurde infolge leichterer Beschaffung der Lebensmittel eine zehnte Stelle eingcrichtet. Im 
Herbste desfelben Jahres wurde' das Konvikt als Choleralazarett in Beschlag genommen, 
die Konviktoristen wurden zuerst in die Militärkaserne, dann als diese für das Militär 
geräumt werden mußte, in die Predigerwohnung untergcbracht; erst kurz vor Weihnachten 
f 
konnte das Konvikt wieder bezogen werdcn. Viele Sachen dieser milden Stiftung, so klagt 
der Direktor Gahbler, waren dadurch teils beschädigt wordcn, teils ganz verloren gegangen. 
Im Oktober des Jahres 1842 stiftete der Bischof von Culm Dr. Anastasius Scdlag, 
nachdem er bei seiner hiesigen Anwesenheit dem Unterricht im Gymnasium beigewohnt 
und das Konvikt in Augcnschein genommen hatte, zwei neue KonviktsteIlen, welche von 
dem König!. Provinzialschulkollegium in dcr anerkennendsten Weise genehmigt wurden; 
1847-49 mußte wegen Teuerung der Lebensmittcl eine Stelle unbesetzt bleiben, dieselbe 
wurde jedoch 1849 wieder hergestellt; auch von der Besetzung der beiden bischöflichen 
Stellen wurde seit 1847 »aus bewegenden Gründen« vorläufig Abstand genommen. Im 
Jahre 1848 wollte man im Konvikt die Einrichtungen für die meteorologische Beobachtung 
treffen und dem Beobachter Professor Wichert dort eine Wohnung einrichten; infolge eines 
entschiedenen Protestes des Direktors Brueggemann wurde dieser Plan jedoch aufgegeben. 
Bei Gelegenheit des fünfzigjährigen Jubiläums im Jahre 1865 stiftcte der Bischof von Culm 
für künftige Theologen zwei neue Stellen; cine aus l\:litteln des bischöflichcn Stuhles, eine 


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zweite aus dem Ertrage de,t von dem Pelpliner Komitee ehemaliger Zöglinge der ,Anstalt 

 " . . . . . 
für. diesen Zweck verans
I;\teten Sammlungen....piese StiftUl
g 
rhielt die landesherrliche 
Genehmigung am 2. .l"Iai 1866 1 1 Durch ein
,Ministeria.
y'erfügung vom 21. Oktober ,1 8 7 2 
ist eine Beschränkung der Stellen insofern a.ngeordnet, als die etatsm
ßigen l\[ittel nicht 
I . 
überschritten 'Y!rden dürfen. Infolge d
ssen werden jetzt regelmäßig st
tt zwölf nur, zehn 
Stellen besetzt. I Vb er die Besetzung entscheidet ,nach, dem durch, :\Iinisterialverfügung vom 
23. August 1850 erlassenen Regulativ, das im Programm von 
 851 abgedruckt ist., bei 
7 ,Stellen der Bischof 
on Culm, bei drei d
 
rovinzialschulkollegium; d
s V orschlag
recht 
hat für sä.mtliche Stellen das Lehrerkollegium., I Die Konviktoristen erhalten sämtlich freie 
Wohnung und Beköstigung sowie freie 
ü
her . aus der Pauperbibliothek und sind in der 
Regel auch vom Schulgelde. befreit.. Die' für das theologische Studium Bestimmten. ver- 
, 
 
pflichten sich bei der Aufnahme, die. genossene ,Unterstützung nach eincr im r,ichtigen 
Verhältnisse zu dem Konviktsetat stehenden Summe zu erstatten, falls sie sich cinC'm andeI:n 
... l .aa.... 

;
nde widmen oder in eine andere Diözese übertreten. U ) rr "'I JI r . (f 
:t :t or 6. Alu m n a t. Das ehemalige Wohngebäude der Augustiner wurde unmitteJbar 
I') 
-ro .ll . I 
nach der Übergabe, nachdem es notdürftig in Stand gesetzt war, von 20 armen Gympasiasten 
bezogen. Dieselben hatten dort - Paupernhaus bei St. Augu
tin hieß die Anstalt 

 frei
 
Wohnung und freie Bücher und wurden von dem Direktor selbst beaufsichtigt; für ihre 
\ 
Bespeisung wurde von dem Direktor l\Iueller ein Wirt angenommen, an dcn jeder viertel- 
, 
jährlich) »4 Metzen Mehl, 3 Metzen Grütze, 4 l\Ietzen Bohnen, 1 1 '1 Scheffel Kartoffeln, 
,1 Stof (Quart) Fett, I Metze Salz und jährlich I Klafter Holz und zwei Thaler«l} zu ent- 
richten hatte. Die Zahl der aufgenommenen Schüler wuchs im Laufe der Jahre bis auf 
. I 
etwa 30. Nicht selten trat namentlich bei strenger Kälte ein Mangel an Lebensmitteln2) 
und Brennmaterial ein; meistens war es dann der Graf v. Skorzewski auf Zandersdorf, 
der helfend eintrat und Erbsen, Roggen und Holz für das Paupernhaus schenkte. Nachd m 
J . 
das Haus im Laufe der Jahre trotz fortgesetzter Reparaturen, die der Direktor l\Iueller »als 
Mindestfordernder anschlagsmäßig und tüchtig ausgeführt hatte«, . so baufällig i geworden 
war, daß wegen Lebensgefahr mit polizeilicher Schließung gedroht werden mußte, wurde 
seit 1843 eine fernere Aufnahme von Schülern nicht gestattet. Nach vielen jahrelangen 
vergeblichen Versuchen und Anträgen von Seiten des Direktors Bruf'ggemann betreff.; des 
I 
Neubaues eines Paupe rnhauses ging am 26. Juni 18{8 die Nachricht ein, daß das Ministerium 
H 1 · !I i 11".1 "10 !l1r' 1I9bafsG 
,3 1) Im Programme von 1823 klagt Mueller, dass manche Eltcl'D nicht imstande seien, dcn Betmg von 
2-3 Thalern jährlich aufzubringen und ihre Söhne fortnehmen miil!8ten. 
 1 0 TI 'IT'. 'I Bill 
b I) 182:'). t\l'sucht Mueller die Eltern, ihre Kinder - es bezieht sich dies aber keineswegs nur ßnf dic im 
Alumnat untergebrachten - "rechtzeitig mit den nötigen Lebensmitteln zu versehen, unl1 I!ie nicht entweder bittcr 
darben zu lassen, oder sie zu zwingen, zur Unzeit sich selbst Lebensmittel holen zu miissen. M Häufig Kcschall dies 
Am Sonnabend. 


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-..- 


6
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eine Summe von 1494 Thalern zur Errichtung eines neuen Gebäudes für den Ökonomen 
des Konvikts disponibel gemacht habe; wenn, hieß es in dem betreffenden Reskript des 
Provinzialschulkollegiums; »mit dieser Summe zugleich dic Räume zur Wohnung für etw
 
12 unbemittelte Schüler des Gymnasiums hergestellt werden könnten, so ist der Anschlag 
darauf einzurichten.« Da dieses der Bauinspektion nicht angänglich erschien, s
 wandte 
sich Brueggemann unter dem 17. Februar 1849 direkt in Qiner Eingabe an den Minister 
v. Ladenberg, infolge dessen ein anderweitiger Anschlag eingefordert wurde, in welchem 
neben der Wohnung für den Konviktsökonomen gleichzeitig auf Räumlichkeiten zur Aufnahme 
von 15 bis 20 unbemittelten Gymnasialschülern Rücksicht genommen werden sollte. Im 
Sommer des Jahres 1850 wurde das neue Gebäude errichtet und auch ein neuer Brunnen 
gegraben; das Ganze kostete 2409 Thaler. 'Im Januar 1851 wurde das Alumnat - diesen 
Namen gab ihm Direktor Brueggemann - von 20 Schülern bezogen, und diese Zahl wird 
auch bis jetzt im ganzen innegehalten. Das Pensionsgeld beträgt jährlich 195 Mk., der 
Inspektor des Konvikts führt auch über die Alumnen die Aufsicht. If1 njJ IV 
7. Die Turnhalle. Da bei dem Mangel einer Turnhalle der im I Jahre 18 44 
hier eingeführte Turnunterricht im Winter ausfallen mußte, - unter dem Direktorate 
Uppenkamps wurde allerdings in dcn Korridoren des Gymnasiums im Winter geturnt - 
so wurde im Jahre 1876 das Gebäude, welches die Dienstwohnung des ersten Oberlehrers I) 
enthielt, nebst dem daran stoßenden 17 Ar großen Garten') für 7327 Mk. an den Orgel- 
bauer Maslowski verkauft, und mit Hülfe dieses Fonds die auf 11670 Mk. veranschlagte 
Turnhalle auf dem einen Teil des Konviktplatzes bildenden Turnplatze errichtet. Im Sommer 
1877 begann der Bau; im Oktober war er beendigt, und nachdem noch 1000 Mk. zur 
ergänzenden Ausstattung bewilligt und verwendet waren, wurde die Turnhalle am 7. Mai 1878 
dem Gebrauche übergeben.' Dieselbe ist 17 m. lang und 10 m. tief und, der hiesigen 
Schülerzahl nicht ganz entsprechend, nur eben noch für das gleichzeitige Turnen von So 
Schülern ausreichend. b 'I hr Jlft 
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"-- 1) Dasselbe wurde bis 1835 von dem Gymnasiallehrer Reymann, 1835-1856 von dem Professor Lindemann, 
1&16-1868 von dem Professor Wichert und 1868-1873 von dem Professor Moiszisstzig bewohnt; von 1873-1876 
war es, da der Oberlehrer Stein lich weigerte hineinzuziehen, an Privatleute vermietet. tI '" 
11) Zwei andere Gärten, die gleichfalls infolge eines Ministerialrel!kripts vom 16. Mai 1624 auf dem znm 
Augustinerkloster gehörigen Lande von den ersten Inhabel'D angelegt waren, sind noch jetzt Eigentnm deli Gym- 
naBiumR und für einen unbedeutenden Pachtzins, der östlich gelegene 11 Ar grosse für 5, der zweite 19 Ar grosse 
für ! Mk. an Lehrer des Gymnasiums verpachtet. Den ersteren hatte 1824-1831 Oberlehrp.r Gahbler, bis 44 
Dziadek, bis 4.6 Ferd. Schulz, bis 56 Wiehert, bis 66 Lowinski, bis 740 Stein, bis 79 Mueller, seitdem Professor 
Praetorius in Pacht, deo zweiten 1824 -()2 Junker, bis 68 Moiszisstzig, bis &I Heppner, leitdem Oberl. Boehmer. 
Die Inhaber sind Eur Unterhaltung der Zäune verpflichtet. .' 
, " Die übrigen I,ändereien deI AugustinerklosterB waren 1821 in Erbpacht gegeben und gewährten dem 
Gymnasium bis zum 1. April 1883 eine jährlicheEinnahme von 245 Mark., An dem genannten Termine wurde 
dieser Erbpachtskanon gegen eine Abfindung von M42 Mk. von dei' RentenItank abgelöst. 


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So können durch die dankbar anzuerkennende l\Iunificenz der Staatsbehörde die 

aulichkeiten des Konitzer Gymnasiums sich jetzt dreist denen jedes andercn zur Seite 
stellen; nur eins vermissen Schüler und Lehrer noch schm.erzlich: die Gelegenheit sich in 
den Sommermonaten durch ein Bad zu erfrischen. l\Iöge es bald gelingen durch die Ein- 
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richtung eines Schwimmbassins auch diesem Übelstande abzuhelfen! I 'drp f'" n I 
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as Conitzer Gymnasium ist Jahrzehnte hindurch eins der besuchtesten dcr Monarchie 
gewesen. Es erklä sich das daraus, daß es bis 1837 ?ft? einzige katholische Gymnasium 
Westpreußens war. Im Oktober des genannten Jahres wurde das Gymnasium in Culm 
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gegründet, wodurch die Schülerzahl sich hier um ca. 100 verringerte. Im Jahre 1854 war 
die Schülerzahl auf 476 gestiegen. Durch die Gründung anderer katholischer Anstalten 
Deutsch-Krone 1855, Neustadt 1857 und des 1859 für Gymnasialklassen eingerichteten 
bischöflichen seminarium pucrorum zu Pelplin ging die Zahl eine zeitlang herab und sank 
in zehn Jahren um etwa hundert Schüler, stieg dann aber schnell zur früheren Höhe, sC? 
daß nach abermals zehn Jahren im Schuljahre 1873/74 580 Schüler die Anstalt besuchten. 
Trotz der Begründung neuer Anstalten Pr. Stargard, Friedland, Berent ging die Schüler- 
zahl nur langsam herab und betrug im Jahre 1881 noch immer 487, sank jedoch 1884 auf 
422 und betrug am I. Februar 1885 nur noch 365, nachdem durch Verfügung vom 2. Sep- 
tember 1884 die Aufnahme auswärtiger Schüler dahin beschränkt worden war, daß die- 
jenigen, die dem Bereiche der Anstalt durch ihren Wohnort nicht angehören, bis auf 
Weiteres nicht aufgenommen werden sollten. Was das konfessionelle Verhältnis der Schüler 
betrifft, so überwog in den ersten fünf Jahrzehnten die Zahl der katholischen Schüler und 
übertraf noch im Jahre 1871 die der evangelischen um 70, im Jahre 1872 nur noch um 16 
und im Jahre 1873 um einen, von da an ist das Verhältnis umgekehrt und im Jahre 1881 
übersteigt die Zahl der evangelischen Schüler die der katholischen um 62, in den folgenden 
Jahren ist die Differenz nur unbedeutend, und am 1. Februar 1885 überwiegen wieder die 
katholischen Schüler. Jüdische Schüler waren anfangs nur in verschwindender Zahl, am 
Schlusse des Schuljahres 1829/30 z. B. nur 2; erst Ende der vierziger Jahre mehren sich 
dieselben; 1848 sind 14, 1858: 23. 1868: 35. 1878: 65, jetzt 44. 1 ) 


-- 


......- 



 


. 


1) Der Vergleichung wegen gestatte ich mir an dieser Stelle, das konfessionelle Verhältnis der Schüler 
sämtlicher Gymnasien Preussens hier zusammenzustellen. Im Wintel'semester 1883/84 befanden sich nach den 
statistischen Mitteilungen über das höhere Unterrichtswcsen im Köuigl'eich Preussen I. Heft 1884 auf den 253 
Gymt'asien Preussens, von den Schülern der Vorschulen abgeseIlen, 77031 Schüler; davon waren f3783 evangelisch, 
15411 katholisch, 7837 jiidisch. also fast 70 Procent evangelisch. 20 Procent katholisch und mehr als 10 Procent 
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4 6 


Die Zahl sämtlicher Schüler, die das hiesige Gymnasiur:n besucht haben, anzugeben. 
ist nicht möglich, da erst Mueller, und zwar auch erst im Jahre' seines Fortgangs 1829, 
ein Album durch den Buchbinder Wollsdorf für 12' Thaler anfertigen und die 348 da- 
maligen Schüler eintragen ließ.r 'Von diesen waren im Jahre 1819: 4, 1820: 2:
1821: 2, 
1822: 11, 1823: 18, 1824: 40, 1825: 59, 1826: 24, die übrigen 1827 und 1828 aufgenommen
 
In diesem Album sind 3404, im neuen 1921, also im ganzen 5325 Schüler eingetragen. 
Davon nahmen auf Mueller 410, Gahbler 540, Brueggemann 1761, Goebel 641, Uppenkamp 
89 2 , Deiters 422, Thomaszewski 607; die übrigen 54 sind während interimistischer Ver- 
waltung aufgenommen. Über Aufnahme und Anzahl der Schüler unter Piehatzek sagt 
Mueller im Programme von 1822 habe er 
einen einzigen schriftlichen Belag vorgefunden. 
Die Schülerverzeichnisse der Jahre 1815-19 und 1830-39 sind nicht vorhanden, und aus- 
dieser Mangelhaftigkeit des Aktenmaterials, von dem auch Brueggemann schon 1852 schreibt, 
;es ist ein wahres Unglück, daß die hiesigen Akten so entsetzlich unvollständig sind«. 
sowie aus der Verschiedenheit des Zeitpunktes, von dem aus die einzelnen Direktoren die 
Frequenz aufgestellt haben, erklärt sich die teilweise Unvollständigkeit ttld Ungleichmäßig- 
keit der folgenden Tabelle!} '1111 ' bC1JJ :11 
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jüdisch, und fast dasselbe Verhältnis ergiebt sich, wenn man die 128123 Schüler sämtlicher 514 höheren Lehr- 
anstalten konfessionell scheidet: 92305 d. h. 72,04 Prozent sind evangelisl'h, 23431, also 18,28 Prozent katholisch, 
12387, also 9,68 Prozent jüdisch, während sie nach der Einwohneroohl sich etwa wie 61)1/ 2 : 33: 11/4. verhalten 
müssten. Drastischer wird dieses Verhältnis von Pachtler so ausgedrückt: Es kommen auf 
 00 Protestanten 
51 Schüler, auf 10000 Katholiken 22 Schüler. auf 10COO Juden 350 Schüler. 
't 1) Für die beiden letzten Schuljahre habe ich die für den erst"n Februar geltcnden Zahlen angegeben, 
welcher Termin für die Folgezeit bei Aufstellung derartiger Listtn wie die nachstehende der geeignetste sein dürfte, 
nachdem durch Ministerialreskript vom 7. Januar 1885, dUl'ch welches eine für alle höheren Lehranstalten gleich- 
mässige Anordnung der Schulnachrichten vorgeschrieben wird, für diesen Tag in jedem Schuljahr die Zählung an- 
geordnet ist. H 


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Frequenz der einzelnen Klassen. 


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' Jahr samt.. III. 0 VI. lVII. I Davon waren: 
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 14 27 24 

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 li1J.r 7 ,1. CI J 15 41 54 61 . 
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11818!J ..br 155 3 r . .f.ti\l: I i I, r' 7 I 19 48 48 30 104 50 1 
1819' [ 120 .(
 (! i'l: 11 15 J 22 36 47 69 51 - 
1820 ;\01 167 .' .,( 1 21 l 35 32 68 92 74 1 
1821 .
 165 r. 8 (! 'J 9 34 23, 35 56 107 57 1 
1822 :( 136 1 7 1 r. I 13 " 83 53 - 
18231) I .1 '._1-' " 
149 (,a 7 .. I! 15 I! iJ 17 30 32 48 96 63 - 
1824 155 4 11 I I! 16 31 
 29 64 94 61 - 
1825 229 J 4 ( , 33 77 76 156 71 2 
I 15 I J{: r ,I" 24 - 
. 
1826 298 - 2 15 p , .,; 35 ( 44 85 117 189 105 4 
1827 313 4 19 . 28 89 97 76 211 101 1 
1828 316 4 20 , 52 73 96 71 224 92 
( - 
1829 348 13 22 68 58 100 87 232 114 2 
1830* 331 6 29 65 72 71 88 
1831* 309 n I I 32 54 53 90 71 205 102 2 
1832* 283 7 40 , 65 63 55 53 
1833* 316 21 25 I 53 83 53 63 18 
1834* 342 22 37 52 69 91 60 11 
1835* 323 26 51 51 64 68 49 14 
1836* 328 28 45 45 71 71 56 12 
1837* 289 26 33 50 50 70 51 9 192 92 5 
1838* 207 22 22 37 50 47 24 5 133 70 4 
1839** 219 19 26 43 35 48 37 11 130 56 3 
1840 230 17 31 46 25 36 75 155 73 2 
1841 2&9 20 34 51 37 48 69 175 80 4 
1842 256 22 38 40 40 65 51 176 74 6 
1843** 295 27 40 46 45 73 64 177 83 6 
1844** 315 27 43 56 59 59 71 206 77 6 
1845 368 25 45 69 80 81 68 233 92 13 
1846 402 31 52 77 88 80 74 260 129 13 
1847 410 34 55 86 93 90 52 
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1) Am ]. Juli waren bereits 1C4 Schüler, davon nur 21 aUB Conitz; ebenso sind 1819 nur 22 
einheimische S('hüler. 
11) Am SchluB8 des Jahres nur 110. Die geringe Zahl, nach Mueller "teilB wegen der grossen 
Armut, teils weil der Sinn fur höhere Bildung in dieser Gegend noch tief schlummert." 
.. bei der Jahreszahl bezeirhnet, dB88 sich die Frequenzzahlen auf den Schluss des Schul- 
jahres beziehen, 
.... d8.BB die Frequenzzahlen auf die Gesamtfrequenz im Laufe des Schuljahres, die Angaben über 
die konfessionellen VerhältniB8e nur den SchluB8 des Wintersemesters (1839, 63, 65 und M des Sommer- 
semesters) zu beziehen sind; steht kein Zeichen, so beziehen sich sämtliche Zahlen auf die Gesamtfrequenz 
im Laufe des Schuljahre8. 
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. I V. I VI. IVII.1 Davon waren: 
kBth.I ev. I jiid. 
, 
1848 418 30- 26 34 34 50 Mt53 74 63- - 266 138 14 
1849** 417 29 .. 25 32 37 70 1 } 42t 4 3 77 62 251 129 18 
1850** 466 39 I 23 41 53 75 42t45 72 76 273 143 23 
185J"'* 467 37 23 31 61 40t41 36t35 83 80 283 139 2
) 
1852"'* 450 '37 a: 19 48 58 35t35 3 5 t37 89 57 260 145 27 
1803*'" 391 31 28 44 38 27t 2 6 74 67 56 221 129 27 
18M** 476 36 34 43 43 74 45t43 79 79 269 155 28 
18f5"'* 459 47 34 36 40 38t 35 71 44t43 71 268 160 26 
1856** 457 48 !.. 20 33 34t31 49 54t39 84 65 262 155 27 
1857** 430 39 22 36 26t25 09 45t35 63 80 23!) 147 2f 
1858 399 23 22 27 30t 2 6 3 1 t 3 1 59 69 81 238 138 23 
1859 378 20 22 30 3 4 t26 49 26t 28 78 65 273 130 25 
1860** 377 26 21 40 42 61 70 72 45 217 124 25 
1861 350 25 27 26 33 52 69 56 62 205 122 23 
1862 319 I 34 34 36 55 50 53 57 1(20}' 172 117 30 
18ti3 348 36 r 41 38 40 51 67 75 16 174 140 34 
1864 379 31 I 47 37 33 31t31135t35 50 t49 196 149 34 
1865 409 17 I 18 18 I 28 28 45 3 5 t3448t48 45t45 230 145 34 
1866 450 31 26 31 35 ß4 42t41 !44t45 !)l 223 170 34- 
1867 463 12 21 I 26 32 I 57 38tß7 40t40 40t47 68 241 188 34 
18ti8*B} 436 16 20 24 36 49 36t2!) 44t35 39t3!) 6!) (40) 224 177 35 
1869* 429 15 16 2!) 42 49 31t33 35t3O 38 t43 68 (4
 217 176 36 
1870'" 4:'5 40 31 34 5f 29t22 42t39 41 t36 49t37 (34) 239 175 41 
1871* 460 13 I 24 24 30 41 31t27 40t4O 43t39 1 37t30 31 2,(4 174 4
 
1872* 490 10 16 21 31 44 27pO 42t46 56 N0146 t36 50 232 216 47 
1873* 504 8 19 27 33 39 35t39 38t39 52f4253t:m 41 225 224 

I 
1874* 513 16 17 30 2:J 33t31 52 4f1t50 44t4238t05 33 222 228 
1875* 480 9 21 19 48 43 39t34 43t43 40t39137t38 27 ] H8 21f1 63 1 
1876 453 13 16 33 38 46 27t 3 5 4Ot41 38NO 55 31 179 212 62' 
1877 435 10 27 25 30 53 31t30 33t35 34 t 30j33 t 34 25 168 20ti 61 
1878 443 17 27 29 41 49 28t 2 8 3 1 t 2 9 37t3638t33 20 Ui!) 209 60 
1879* 438 14 31 26 47 45 28t28 34t 33 33t34 32t37 16 Hi8 203 67 
1880 445 23 33 32 44 25t26 53 40t35 2 8 t36 50 20 161 208 76\ 
1881 487 41 28 20t24 46 44 36t 37 36t36 29t30 63 17 174 236 77 
1882 454 32 39 40 39 28t23,20t25. 32t30 39t34 61 7 186 205 fi31 
1883 445 37 31 36 25t26 39 50 3 4 t32 29t30 31 t31 14 181 187 77 
1884 422 31 18t20 35 41 37 47 33t30 34t:\3 24t26 13 167 179 76 1 
1885 365 26 28 35 27 35 29t22 27t27 24t22 35t28 159 ]53 53 1 
1886 I 343 19 I 26 21 I 32 35 122 t 19 , 24 t23 129t27 132t34 11 55 144144 i 
1) Die vollständige Trennung der Tertien trat erst Ende Februar ein j bis dahin wurdl!n die 
107 Tertianer, vom Deutschen, Lateinischen und Griechischen abgesehen, gemeineam unterrichtet. 
11) Die Klammer bedeutet, dass die Zahl der V orschiiler bei der Gesamtfrequenz und bei der 
Angabe der konfessionellen Verhältnisse nicht mitgezählt ist; t trennt dic Frequenzzahl der Parallelcöten 
derselben Klasse. 
IJ) Die Frequenz im Laufe des Schuljahres betrog 1868: 514, 1869: 603, a70: 494, 1871: 
,2J, 
1872: 
4
 1873: 672 1874: 680 1875: 620 1879: 476. 


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v. Die Abiturienten. 
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Von 1818 bis 1865 habeh das Abiturientenexamen 435 Primaner, jährlich durch- 
schnittlich 9 bestanden, von 1866-1885 335 Abiturienten und 14 Extranei, also jährlich 
durchschnittlich 17
1 Die Namen der bis 1865 abgegan enen sind im ProllTamme von 1866 
.. . J [11 wn£
Jn' 7"J 
aufgef uhrt; seitdem haben das Examen bestanden: f rf cl . J 

( rr J" n91'!.1"1. 
Jidq .'1([ .d tit£ 
 J'{"Ibv., i IJIJlJn,o}f 
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· r i 1866.'). I -, "I' I Ewald Kunow, evang., Gymnasiallehrer in 
Feodor Dittrich,r kath., Dr. med., Praktischer Stargardt i. P. . 1111 ,
 
Arzt in Goerlitz. lUC ,)( 0/ Johann Lehmann, altluth., Postsekretär in 
Gustav Dobler, ev., Postinspektor in Gum- Danzig... . . 
binnen.. ni lj'.f"ll] 11..i ')
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 T) Andreas Rmk, kath., Pf
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 Reetz. 
J oseph Elsenberg , jüd., DX;. .lJ1
d., f.I£l.$, . z! Otto Schlueter '. ev., Amtsnchter m 
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im Königreich Sachsen.' ur I" f t"l9d[J Hermann V OSSlUS, ev., Dr. med., Kreisphysikus 
Johann Fethke, kath., Vikar in Zukau. u.f in Oletzko."}u nq L 
Joseph Gatz, kath., Dr. med., t als Prakt. Arzt Theodosius Winter, kath., Pfarrer in Seefeld. 
in Prechlau. :tU ,.bi.; ,r ...mi I fÜr' ') ;}q 'm .; ...n .{ 
Friedrich Kaleschke, ev., tals stud. math. .)[ & 3: ni "f"'TIL 1868. 
. in König
berg. [ . . Isdl-Nf I T Hugo Albrecht, ev., Privatier in Schubin. 
Heinrich Knaak, ev., Dr. med., Stabsarzt in Moritz Bernstein, jüd., Dr. med., prakt. A[z 
Bremen. - 'in M.-Gladbach. '- 
Roman von Komierowski, kath., Dr. jur., Johann Bonin, kath., Pfarrer in Quaschin. T 
- Rittergutsbesitzer in Niezuchowo. n.ßrto' Franz Folleher, kath., Regierungsassessor in 
Louis Lewinski, jüd., Dr. med., Arzt und Eberswalde. 'l 
Privatdozent in Berlin. ,:tun Johann G6recki, kath.. Lic. theol., Vikar in 
Franz Malicki, kath., Pfarrvikar in Butzig. Gr. Konarczyn. r 
Franz Piehl, ev., Dr., Arzt in Dresden. Gustav Joetze, ev., Postsekretär in Berlin. 
Amand Schaerffenberg, ev., Telegraphen- Sylvester Kurlandt, kath., Vikar in Johannis- 
" sekretär in Konstanz. od') )"{"J" J dorf. L 
Anton Sioda, katholisch, Gymnasiallehrer in Franz l:.abunski, kath., Lic. Vikar in Sullenczyn. 
:r Dt. Krone. "/J
' I ,.rl1J 11 .) '1. Anton Malinski, kath., Vikar in Seefeld. 
Adalbert Spohn, kath., Gymnasiallehrer in Franz Rogala, kath., Dr. med., prakt. Arzt 
n Inowraclaw. l-J) in Camin Wpr. 
Franz Talaska, kath., Pfarrvikar in Subkau. Seli
 Rosenbaum, jüd., Rechtsanwalt in 
.. .. .) ,n /0' l nn ,)( Lublinitz. r n. 
ni 1867. .rl1.8 1 .n IOll/!: I".)l Franz Scharmer, kath., Pfarrer in Altschott- 
Simon Davidsohn, jüd., Dr. med., Praktischer land. r!' 
Arzt in Berlin. Johann Schultz, kath.,, Dr. med., tals Kreis- 
Karl Dobberstein, evang., Postkassierer in wundarzt in Gumbinnen 1885. 
Hannover. Peter Strowitzki, kath., Dr. med., prakt. Arzt 
Nikolaus Frydrychowicz, katholisch, Vikar in in Schlochau. 
Culmsee. -t I . I I Emil W ollermann, ev., t als stud. med. in 
J ohann Gostomski, kath., t als Geistlicher 18 7 I. Berlin. u n 
Wladislaus v. Komierowski, kath., Dr. jur., Heinrich Wugk, kath., t als Gymnasiallehrer 
tals Rittergutsbesitzer in Komierowo. J in Elberfeld. 
I, ) 
I 1) Das den Namen vorgesetzte Jahr ist überall das Kalenderjahr; haben innerhalb desselben mehrere 
Prüfungen stattgefunden, so sind die Namen der Geprüften für jede einzelne Prüfung alphabetisch geordnet; die 
Namen der Extrfinei sind mit einem · ve1'8ehen. 


1( 


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......,. 


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hlJ:tir 9; .
 . 
Eduard l.UdWlg, evang., Dr. med., Arzt 10 
Schippenbeil. 
 0)8. l - r 
Julius Meinhold, ev., Pfarrer in Danzig. , I 
Georg Behrendt, kath., Dr. theol., Vikar in 
o Mühlbanz. r mF 1 
I\L .,\1 n::IlIJJlnn 1l3'TUU 
Eduard Dobberstein, ev., Bauführer. ..)
 1JJf. 
Romuald Frydrychowicz, katholisch, Dr. phil., 
Lehrer am Colleg. Mar. in Pelplin.. 
Jakob Klunder, katholisch, Dr. jur., :Vikar in 
Neidenburg. .s1I1T' . rh 1:n "- 
Georg Krieger, ev., Dr. med., Arzt in Leipzig. 
Georg Lange, kath., Dr., Vikar in Thorn. 
Franz Marszewski, kath., Vikar in Danzig. ( 
Albert Meyer, jüd., Amtsrichter in Osterode. 
August Papenfus, kath., Gymnasiallchrer in 
_ Conitz. 1"1.6 T ,.D')m - \ 1 ,.J1JJ...t ) rl.q 0 l 
Nathan Simon, jüd., Dr. med., Drakt. Arzt 
in Danzig. r G .'1
 .JIfJ IJ' rl I 11 
J ulian von W olszlegier, kath., Dr. phil., in 
I Wien. t"" [ 
.n lH 
- i .,(' . r.Jl 18 7 2 . . 
Ä IJ n fI 
Johann Behrendt, kath., Dr. theol., Religions- 
lehrer in Neustadt. 1.1 
Joseph Behrendt, kath., Vikar in Gersdorf. 
Ernst Ehrhardt, ev., Amtsanwalt in Graudenz. 
Samuel Fabian, jüd., Dr. med., prakt. Arzt 
in Berlin. TlA 
Zenon Frydrychowicz, kath., Amtsrichter in 
Koschmin. I. "
 
Anton Gill, kath., Hauslehrer in Wilcze, Kr. 
Bromberg. 
Adolf Grofsmann, ev., Gymnasiallehrer in 
Neumark. 1 I 
Johann Joeden, ev., Steuerrat in Gumbinnen. 
in Karl Kunert, kath., pr. med., prakt. Arzt in 
,Graudenz. n r L J , 
Max Tartara, ev., Rechtsanwalt in Schlochau. 
Hermann 'emann, ev., Assessor in Lyck. l 
I 
18 73. 
Heinrich Begach, jüdisch, Rechtsanwalt in 
Wittenberge. ..rl.t IT 
Wilhelm Boettcher, ev., Gymnasiallehrer in 
Conitz. 
Gustav Cohn, jüd., t als Bauführer. 
Theodor Jankowski, kath., stud. phil. et theol. 
in Breslau. I 
Ernst Trantow, ev., t als Pfarrer in Somnin 
i. Pomm. 


186 9. 
:Tohann BriU, kath., t als Geistlicher 1873.' 
Emil Friedrich, .ev., K eisschulinspektor in 
Pr. Stargard. ') Ir' "li? t '. fJ 
Karl Gebauer, ev., Rechtsanwalt in Conitz. 
Joseph Klesiilski, kath., Eisenbahnbeamter. 
4n
on Lango'Y.
ti, 

tholisc
, .f.favvi}sar in 
Schönwalde. (' ; 1[.' 
Thaddäus Lysakowski, kath., Pfarrer i. Matern. 
Paul Orliilnd, ev:, Regierungsfeldmesser in 
Gumbinnen. '1'J -t rr ,.Ihnr , r( q ,-r . 
;Konrad Pp.I}
ke, 
ilth., t al
. Dr. uF1ed. .10 
, Zoppot: '1 
 n r .. ,; 'T In n'T"I1 
Joseph Riese, jüd., Buchhalter in Berlin. . 
Peter Roszczynialski, kath., Pfarrvikar in 
. Oxhöft. 
Vincenz Semrau, kath. Pfarrer in Czersk. 
. 1 
.nidurbi-' n
 "I'}i1' 
870. I." .
IA crqn!I 
Johann Behrendt, kath., Dr: jur., Regierungs- 
Assessor in Kassel.' 
 · 
Emil Gerich, ev., Dr. med., Arzt in, BE"rlin. 
Gustav Jarius, ev., tals Posteleve. ", 
Friedrich Poehlmann, ev., Gymnasiallehrer in 
J Hohenstein. .Jl. ..lU J ,ur '.ZJ l 
U do Schueler-Baudesson, ev., Bauunternchmer 
in Liegnitz. . 
'R.ichard Grossmann, ev., Dr. med., Kreis- 
physikus in Freienwalde. - 
August HarQ"uth, kath., Oberpostsekretär in 
Halle. H. . .. 
Kar! Kaleschke, ev., Kreisbaumeister. 
Friedrich Mentzel, kath., Pfarrer und Gym- 
I nasial-Religionslehrer in Danzig. 
Franz Musolff, kath., Kreisschulinspektor 
Bomst. 
] ohann Muszynski, kath., Dr. theol. Religions- 
. S d .b
 ,
J JUJ 
lchrer In targar. 
August Schwanitz, Dr. theol., Vikar in Gilgen- 
burg. ' .' 
Wladislaus v. Sikorski, kath., Dr. jur., Rechts- 
I . W . '. 11 
anwa t In lrsltz. ., I 
Hermann StenzeI, ev., Stabsarzt in Stralsund. 
August Behrendt, kath., Curatus in Polnisch 
Krone. 
Robcrt Gorek, kath., Pfarrer in Baiern. 


187 I. 
Rudolf Engler, ev., Offizier in Danzig. 


..... 


...... 


1
>>>
.... 


Franz Gorski, kath., Amtsrichter in \Varten- 
burg. rt'J.l ') ..'1 ')1.1 ['u;)I 
Albcrt Kluck, kath., Pfarrer i. Gr. Schliewitz. 
Rudolf Labes, ev., Regierungsbaumeister in 
Coblenz. ... U '1x,1 I 
Paul Lehmann, altluth., tals stud. jur. ) 
Albert Rosentreter, kath., Pfarrvikar in 
W otzlaff. ] [ ,.1 
Bruno Schulz, kath., Domvikar in Pelplin. 
Adolf Vossius, ev., Dr. med., Arzt u. Privat- 
docent in Königsberg. ll1: I 
;TU 
. 18H. r T 
Eugen Ammon, kath., Dr. med., tals prakt. 
Arzt in Schlochau. A 
Arthur Bonin, ev., Philologe. 
Bruno Engler, ev., Premierlieutenant. 
Franz Hirsch, kath., stud. theol. in l\Iünchen. 
Gustav Huebschmann, ev., 
August Otto, kath., l\Iittelschullehrer i. '[horn. 
Stanislaus v. Sikorski, kath., Regicrungsbau- 
führer, z. Z. Landwirt in Gr. Chelm. 
Hugo Tessmar, ev., Regierungsassessor bei 
der Eisenbahnverw. in Bromberg. . 
Ernst Uhl, ev., Gerichtsassessor in Danzig. 
Anton v. W olszlegier, katholisch, Dr. theol., 
Din'ktor d. Emeritenanstalt z. Jacobsdor£ 
\Vladislaus Zielinski, kath., Geistlicher i. Posen. 


........ 


nr . 18 75. 
August Behrendt, kath., Vikar in Conitz. 
l\Ioritz Cohn, jüd., Rechtsanwalt in Rogasen. 
-Ernst Cosack, ev., Rechtsanwalt in Neustadt 
I] Wpr. 
Johann v. I:.ukowicz, kath., Dr. med., Arzt 
in Conitz. 
Hugo Neumann, jüd., Referendar. 
Heinrich Pochlmann, ev., stud. math. 
l.eo Prqdzynski, kath., tals stud. theol. 
Rudolf v. Ingersleben, ev., Gerichtsassessor in 
Robcrt Koch, ev., Refercndar. [Conitz. 
Johann Nelke, kath., Dr. med., Kreiswund- 
arzt in Neumark. 
Richard Richter, ev., Philologe. 
Otto Zastrow, ev. 
J ohann Ziemann, kath., R£'fcrendar in Breslau. 


18 7 6 . 
Joscph Schlumm, kath., tals stud. med. in 
( ireif.;wald. 


1 


_ 1.... 


Fugen Arendt, jüd., Dr. med., Arzt in Berlin. 
Fclix Breyer, ev., Regierungsassessor. i 
l\Iax C-rrossmann, ev., Dr. med., prakt. Arzt 
in Hochstueblau. . !)( . IJ n
 1 ) A 
Gustav Janke. ev., t als Student. ,. . fl 
Emil Löffelholz, kath., RegierungsbaufÜhrcr 
in Berlin. 
f)IJ " 
Alfons v. I:.ukowicz, kath., Referendar. I 
Johann Nitsch, kath., Referendar. 
Johann Panske, kath., Vikar in Danzig. 
Otto Preussler, ev., Rechtsanwalt in Soldin. 
Stanislaus Reuschel, kath.; Landwirt in Orlik. 
Leopold Rhode, kath., Dr. med., Arzt in 
Berlin. 
Ignaz Rosentreter , kath.. Dr. theol., Curatus an 
der Landarmenanstalt in Conitz. 
Boleslaus v. \Volszlegier, kath., Rittcrguts- 
besitzer in 
Iarcinkowo. 


18 77. 
,Paul Barinowski, kath., Dr. med., praktischer 
- Arzt in Hammerstein. 
Aug-ust Biederstedt, ev., Dr. med., Arzt in 
Dobberan. 
Ernst Bluhm, ev. 
Hermann BlumenthaI, jüd., Referendar. 
Ludwig BlumenthaI, jüd., Dr. med., Arzt in 
Berlin. 
Kar! Eggebrecht, ev., Rechtsanwalt in Conitz. 
August Hankwitz, ev., cand. theoJ. 
Rudolf Hasse, ev., Rechtsanwalt in Tuchel. 
Ludwig 
Iichaclis, jüd., Dr. med.. Arzt in 
Berent. 
Johannes Plath, ev., Gerichtsassessor. 
*\Valter 
[eibauer, cv., Referendar; 


18 7 8 . 
Bernhard Kraft, jüd., Referendar. 
Valentin v. t
ukowicz, kath., Referendar. 
Johann Polachowski. katholisch, Domvikar in 
Pf'lplin. 
Konrad Beerwald, cv., Dr. med., Arzt i. Leipzig. 
Sigismund BlumenthaI, jüd., Refcrendar. 
Albert Harguth, kath., Dr. med., praktisch'l' 
. \rzt in Prechlau. 
Tustav Herzog, ev., R£'ferendar. 
Lcopold v. Ingerslcben, ev., Dr. med., Arzt 
in Kopslin. 
Johann Langowski, kath., Rcferendar. 
August Schmckel, ev., Schulamtskandidat. 
7
>>>
52 


Fritz Schmidt, ev., Dr. med., Arzt in Polzin. 
Emil Senger , jüd., Dr. med., Assistenzarzt in 
Breslau. 
Adülf Soldin, jüd., Referendar. 
Walter Tessmar, ev., Referendar. 
Albert Trabandt, ev., Dr. phiI., kommissar. 
Lehrer in Graudenz. 
Hermann Wiese, evang., Dr. med., Arzt in 
Schlodien. 
Bonifacius Zbelicki, kath., tals stud. lIled. 
in Greifswald. 
*Johann Weinert,kath., Vikarin Gr. Schliewitz. 


18 79. 
Ignaz Cyra, kath., Vikar in Gr. Komorsk. 
Heinrich Fink, ev., Referendar. 
Johannes v. Gostkowski, ev., cand. med. 
Michael Hoppe, kath., Dr. med., prakt. Arzt 
in Seitenberg i. SchI. 
Ludwig Schoenefeld, ev. 
Robert Tappert, ev., Pfarrverweser in Camin. 
Aloys Weinert, kath., cand. theoI. in Eich- 
städt. 
*Hans Blokuzewski, kath., Dr. med., prakt. 
Arzt in Pasewalk. 
*Felix Mehlmann, kath., cand. med. 
*Hans Wilckens, ev., Rittergutsbesitzer in 
Bärwalde Kr. Schlochau. 
Franz Hellwig, kath., Vikar in Danzig. 
Otto Kannenberg , ev., cand. jur. 
August Klemp, kath., cand. phiI. in Berlin. 
Franz Kroll, katholisch, Pfarrer in Bronson, 
Michigan, Nordamerika. 
Franz Pannek, kath., Dr. med., prakt. Arzt 
in Carthaus. 
Johann Radoi, kath., Landwirt. 
Walter Richter, ev., Dr. med., prakt. Arzt. 
Peter Zurawski, kath., Vikar in Gruczno. 


1880. 
Otto Bannerth, ev., Offizieraspirant. 
Theophil Bphrendt, kath., Dr. med., prakt. 
Arzt in Petztin. 
J ohann v. Chamicr, kath., Vikar in Oxhöft. 
Theodor Konitzer, kath., cand. phiI. 
Adolf Lenz, ev., cand. theoI. 
Alexander Lindlahr, ev., cand. mathem. 
Theophil Lipski, kath., Vikar in Schwetz. 
Marcell v. I'.ukowicz, kath., Dr. med., prakt. 
Arzt in Rreslau. 


Georg Maschke, jüd., Referendar. 
Karl Meifert, ev., cand. phiI. 
Julius Semrau, kath., Referendar in TucheI. 
Wladislaus Wagner, kath., Dr. med., prakt. 
Arzt in Berlin. 
Georg Wunderlich, ev., Kaufmann i. Kamerun. 
Richard Bonin, ev., cand. math. t. 
Alexander Hirsch, jüd., Referendar. 
Simon Kamnitzer, jüd., Dr. med" prakt. Arzt. 
Paul Marquardt, ev., tals Stud. 
Karl Michalowski, ev., Referendar. 
Nikodemus v. Podjaski, kath., cand. jur. 
J ulius Rahme!, ev., Referendar. 
Gustav Richert, ev., cand. jur. 
Adolf Rothenberg, jüd., Referendar. 
Franz Salatowski, kath., cand. phiI. 
Karl Siewert, ev., Forstkandidat. 
Johann Sontowski, kath., cand. theoI. 
Max Weile, jüd., cand. med. 
Alfred W olff, jüd., Dr. med., prakt. Arzt. 
1881. 
Anton Behrendt, kath., cand. med. 
Albert Berent, jüd., Referendar. 
Moritz Carlssohn, jüd., Referendar. 
Hermann Danziger , jüd., Referendar. 
Ludwig Goldschmidt, jüd., call1d. med. 
Wilhelm Hahn, ev., cand. med. 
Richard Koch, ev., Unterlieutenant zur See. 
Paul Panske, kath., cand. theoI. et phil. in 
Leipzig. 
Johannes v. Przewoski, kath., stud. phiI. 
Franz Rilinger, kath., Dr. med. i. Greifswald. 
August Rosentreter , kath., cand. med. in 
Greifswald. 
Moritz Rot;!lCnberg, jüd., Referendar. 
J ohannes Scharmer, kath. , Referendar in 
Zoppot. 
Joseph v. Sikorski, kath., Referendar in Danzig. 
Otto Thrun, ev., cand. theoI. 
Andreas Tuschik, kath., cand. math. 
Emil Uttke, cv., Referendar. 
Heinrich V ossius, ev., cand. theoI. 
Stanislaus Wysocki, kath., Geistlicher. 
*Natusius Goldfarb, jüd., stud. chem. 
*Constantin Lqdkowski, kath., stud. philoI. 
Reinhold Bublitz, ev., stud. math. 
Ludwig Funck, ev., Postbeamter. 
Albrecht Hohnfeld , pv. cand. med. 
Felix Koeben, jüd., Dr. med. 


..... 


.".... 



 


.......
>>>
.... 


Eduard l\largoninski, jüd., cand. jur. 
Hans Pampe, ev., Landwirt. 
*Max Appelbaum, jüd., cand. jur. 
1882. 
Franz Albrecht, kath., cand. mcd. 
Friedrich Berndt, ev. stud., theol. 
Aloysius Bleske, kath., stud. med. 
Ludwig Briegcr, jüd., cand. med. 
Hermann Dietz, ev., cand. med. 
Julius Fabian, jüd., cand. jur. V 
Friedrich Gilbert, ev., Architekt. 
Fritz v. Grumbkow, ev., stud. med. 
Anastasius Lisscwski, kath., stud. phil. 
Wilhelm Paul, ev., stud. arch. 
J ohannes Ratter, kath., stud. med. 
Arthur Reinike, ev., Postbeamter. 
Karl Teske, ev., Forstakademiker. 
Cäsar Wittchow, ev., stud. jur. 
Johann Ziolkowski, kath., cand. med. 
Paul Buchrucker, ev., stud. theol. 
Isidor Deutsch, jüd., stud. med. 
Hans Kallien, ev., stud. jur. 
Venantius Krebs, kath., tals stud. theol. 
Ernst Kreich, ev., stud. med. 
Ernst Neubauer, ev., stud. med. 
Ernst Reichau, ev., stud. med. 


.".... 


188 3. 
Ernst Claus, ev., stud. med. 
Eduard Flatow, jüd., stud. med. 
Clemens Gahbler, kath., tals stud. jur. 
Ignaz Klatecki, kath., stud. theol. 
Arthur Koch, ev., stud. math. 
Eduard Lewy, jüd., stud. med. 
Felix Moebes, ev., Postbeamter. 
Theodor Nitsch, kath, stud. med. 
Peter Pilarski, kath., stud. med. 
Johann v. Raabe, kath., stud. theol. 
Ernst Reimann, ev., stud. med. 
l\Iax Scheier, jüd., stud. med. 
Bronislaw W ysocki, kath., stud. med. 
Wladislaw v. Zawadzki, kath., stud. med. 
l\1arcell Borta, kath., stud. med. 
Georg Cohn, jüd., stud. med. 
Jacob Daelen, kath., stud. jur. 
Otto Fredrichs, ev., stud. jur. 
Oswald Grunmach, jüd., stud. med. 
Julius Henschel, ev., St. d. Forstwissensch. 
IJouis Hirsch, jüd., stud. mcd. 



 


..... 


53 


Karl Koernig, ev., Postbeamter. 
Arthur Mandowski, jüd., stud. med. 
Joseph Ruchniewicz, kath., stud. theol. 
Anton Schulz, kath., stud. med. . 
188 4. 
Gustav Belde, ev., Offiziersaspirant. 
Paul Bernstein, jüd., stud. med. 
Albert Bracka, kath., stud. med. 
Ludwig Ehrlich, jüd., stud. med. 
Albert Geschke, ev., stud. theol. 
Karl Gottwald, kath., stud. med. 
Otto Heidenreich, ev., Postbeamter. 
Adalbert J qczynski, kath., stud. med. 
l\Iax Joseph, jüd., stud. med. 
Paul Kluck, kath., stud. med. 
Johann Kujot, kath., stud. theol. 
Ignaz v. l.yskowski, kath., stud. jur. 
Ernst l\Iuehlradt, ev., stud. theol. 
Hermann Mueller, ev., stud. theol. 
Roman Niestroj, kath., stud. theol. 
:Marian Paszotta, kath., stud. med. 
Johann Pellowski, kath., stud. med. 
Johannes Scheunemann, ev., Landwirt. 
Eugen Weile, jüd., stud. med., 
Peter Woyke, kath., stud. med. 
*:Matthäus Brill, kath., stud. theol. 
*Jakob Maciejewski, kath., stud. med. 
*Ferdinand Graf Bluecher v. \Vahlstatt, kath. 
Seekadett. 
*Ottomar Krefft, kath., stud. med. 
188 5. 
Friedrich Bloebaum, ev., Offiziersaspirant. 
Jakob Cohn, jüd., stud. med. 
Georg Endemann , e\'., stud. theol. 
Hermann Engler, ev., stud. jur. 
Paul Folleher, kath., stud. med. 
Hans Heubach, ev., Kaufmann. 
Hieronymus Horst, kath., stud. med. 
)'Iarkus Israelski, jüd., stud. med. 
:i\Iartin Kluck, kath., stud. med. 
Kasimir Kostrzewski, kath., stud. jur. 
Wilhelm Ludwig, ev., stud. med. 
:Max Nathanson, jüd., stud. med. 
Otto Neils, ev., stud. jur. 
Adalbert Schulte, kath., stud. theol. 
Emil Stach, ev., stud. med. 
Albert Zander, jüd., stud. med. 
*:Max Cohn, jüd., stud. med. 
Oskar Bodenstein, jüd., stud. med. 


7*
>>>
54 


Adolf Buettncr, ev., stud. med. 
Alfred Ferber, ev., stud. d('s Bergfachs. 
Sicgfried Friedlaender, jüd., stud. med. 
Paul Kuhn, kath., stud. theol. 
l.eo Lazarus, jüd., Posteleve. 
Johanncs Muehlradt, e,-., stud. thcol. 
:Fricd.rich Teske, ev., Offiziersaspirant. 
Yon diesen sind ISS katholisch, 


Roman Thomaszewski, kath., stud. philol. 
Valerian "'allerand, kath., stud. theol. 
Joseph "'edel, jüd., stud. med. 
*Gustav Cohn, jüd., stud. med. 
*Ernst Geyer, ev., Offiziersaspirant. 
*Wladislaus Graduszewski, kath., stud. thcoI. 
*Sally Walter, jüd., stud. mcd. 
133 evangelisch, 6 I jüdisch. 


VI. Die finanziellen Verhältnisse. 


Über Einnahmen und Ausgaben der Jahre 18 I 5 bis 1818 bin ich nicht imstande 
genaue Angaben zu machen, da für die genannten Jahre die Etats nicht vorhanden sind; 
doch läßt sich soviel ersehen, daß wegen der geringen disponibeln Mittel außer den Lehrer- 
gehältern von 700, 500, 400 und 205 Thalern nur noch zur Unterhaltung dcr Kirche jährlich 
40 Thaler fest ausgesetzt waren, betreffs der übrigen dringend erforderlichen Ausgaben 
aber jedesmal besondere Anträge gestellt werden mußten. Nachdem, wie schon erwähnt 
ist, durch Verfügung vom 24. November 1817 die jährliche Kompetenz des am 17. Oktober 
1814 verstorbenen letzten Abtes von Pelplin, des Culmer Bischofs Franz Graf von Wrbna 
Rydzynski, dem hiesigen Gyrimasium überwiesen worden war, gestalteten sich die Finanz- 
verhältnisse etwas günstiger und der Etat von 1819, 20 und 2 I balanciert mit 4000 Thlr. 
:Kach dem Etat von 1822/23 belaufen sich die Einnahmen auf 4587 Thlr., 3 Sgr. 4 Pi, 
die Ausgaben auf 4540 Thlr., 29 Sgr. 5 P£ Mit der wachsenden Schüler- und Lehrerzahl 
steigen sie regelmäßig; die Schlußbalance des Jahres 1838 lautet:' Einnahme 8609 Thlr., 
13 Sgr. 11 P£, Ausgabe 7 863 Thlr., 9 Sgr. 6 Pf., die des Jahres 1868/69 zeigt die mehr 
als doppelt so große Summe: Einnahme 18468 Thlr., 5 Sgr. 1 Pi, Ausgabe 17806 Thlr., 
" 
8 Sgr. 8 Pf., der jetzt geltende Etat von 1881-1887 balanciert mit 77900 Mark. ;- Der 
Staatszuschuß betrug 1819: 4000 Thlr.., 1825: 5472, 1838: 6496, 1860
 7 193 Thlr., jetzt 38994 
Mark. Die zweite Haupteinnahmequelle ist das Schulgeld. In den ersten Jahren wurde 
entsprechend dem durchaus unentgeltlichen Unterricht in dem ehemaligen Jesuitenkollegium 
gar kein Schulgcld erhoben; 1817 forderte die Regierung den Direktor auf sich gutachtlich 
über die Erhebung eines Schulgeldes zu äußern, und es wurden von nun an, jedoch nur 
von den Wohlhabenderen, jährlich zwei Thaler erhoben »zur Bestreitung der Holzanfuhr- 
kosten und zur Anschaffung von Landkarten und Utensilien«; bis zum Jahre 1828 bcträgt 
die Einnahme aus dcm Schulgelde jährlich 137 bis 251 Thaler; erst 1830 wird das Schul- 
geld für VI. und V. auf 4, für IV. und IH. auf 6, für 11. und I. auf 8 Thaler jährlic
 
normiert. In welchem Maße. jedoch die Bcfreiungen vom Schulgeld stattfanden, ergieb
 
die folgende Nachweisung des Jahres 1833= 


.... 


....... 


..,....
>>>
55 


T 


Von den 2 I Schülcrn dcr I. wurden vereinnahmt 30 Thlr. 
" ,,25 " "11.,, " 49" 10 Sgr. 
" ,,53 " ".111." " 75" 
" ,,83 " -2' I\
. ,,177 " 
" ,,53 " "V." " 94" 
" ,,63 " "VI." "117,, 20 Sgr. 
" ,,18 " " VII. ,,22 " 20 " 
übcrhaupt von 316 Schülern 565 Thlr. 20 Sgr., mithin waren mehr als zwei Drittel vom 
Schulgelde befreit. Diejenigen jungen Leute, welche sich geistlichen Ämtern widmeten, 
hatten nach 
 7 des Reglements vom I. Juni 1781 in allen ehemaligen Jesuitenschulen, 
also auch in Conitz, Anspruch auf völlig freien Unterricht. Ebenso war, wer ein Armuts- 
zeugnis beibrachte, frei; auf begründetes Ersuchen durfte der Direktor das Schulgeld auf 
die Hälfte reduzieren; von ganz nahe wohnenden Schi.\lern mußte es in monatlichen, von 
den entfernteren in vierteljährlichen Raten praen. gezahlt und von den Klassenlehrern ein- 
gezogen werden. Die' neu Aufgenommenen zahlten bei der Aufnahme dasfelbe sogleich 
für 3- 6 Monate an den Direktor voraus. 1834 wird das Schulgeld erhöht; die oberen 
Klassen zahlen 12, die mittleren 10, die unteren 8, die Septima 6 Thaler jährlich; in I. 
und 11. soll ein Viertel ganzer und ein Viertel halber, von 111. bis YII. ein Sechstel ganzer 
und ein Sechstel halber Freistellen sein. Zum Genusse der Freistellen sind nach einer 
Verfügung vom 31. Januar 1855, damit der Bestimmung des Reglements entsprochen 
werde, in erster Linie dic der katholischen Theologie sich widmcnden und als solche anzu- 
erkennenden Schüler berechtigt. 1857 wird das Schulgeld in allen Klassen um jährlich 
2 Thlr. erhöht und 1858 bestimmt, daß jeder außcrdem jährlich 20 Sgr. für den Turn- 
unterricht und 10 Sgr. für die Schülerbibliothek zahle; 1860 erfolgt eine abermalige Er- 
höhung um 2 Thaler jährlich, 1870 wird das Schulgeld für VII. auf 12, für VI. und V. 
auf 17, IV. und III. 19, 11. und I. 21 Thaler mit Einschluß der Beiträge für Turnen und 
Schülerbibliothek normiert; ferner wird die Schulgeldbefreiung, die bis dahin in den oberen 
Klassen 8/ 8 , in den übrigcn 
/.. sämtlicher Schüler umfaßt, ein Verhältnis, welches, wie 
Goebel im Jubiläumsaufruf 1865 bemerkte, in der ganzen Monarchic nicht leich
 sich wieder- 
holen dürfte, auf 15 und demnächst auf 10 Prozent dcs Solleinkommens von der Gesamt- 
, 
frequenz festgestellt. 1874 wurde das Schulgeld fi.\r die Schüler sämtlicher Klassen 
gleichmäßig auf 24- Thlr., 18 7 8 auf 84 Mk. und endlich 1879 auf 9 0 Mk. normiert, die 
Zahl der Freischülcr jedoch in dem letztgenannten Jahre gleichzeitig auf 12 Procent erhöht. 
Während die Hebungen von den Schülern 1822 nur 137 Thlr. brachten, bringen sie 18 30: 
60S, 18
0: 1022, 18 5 0 : 204-3, 1860: 3
91, 18 70: 5837 Thlr., 1875: 30
9
 l\Ik., im neucsten 
I . .. , 
Etat sind sie auf 37°5 2 1\Ik. angenommen, welche Summe jedoch wegen der Verminderung 


, .r, 


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---
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56 


der Schülerzahl nicht erreicht wird. - Durchschnittlich drei Fünftel der Gesamteinnahme 
werden durch die Gehälter absorbiert, über welche die nachfolgende Tabelle, in welcher 
die Gehaltssätze in Thalern angegeben sind, eine Übersicht giebt. . 


-- 


Die Stelle Das Gehalt ist erhöht in den Jahren 
I und außerdem 
ist begründet I mit einem 1840 118611 186 5 118671187211873\ 
im Jahre Gebalt von auf 
Direktor 181 5 7 00 9 00 10 44 14 00 15 00 181 9 auf 800 
(-U!OO) 
Oberlchrer I 181 5 5 00 800 812 10 5 0 1060 15 00 181 9 auf 700 
Rn 2 1821 5 00 7 00 7 6 7 9 00 95 0 14 00 18 3 2 auf 600 ' } 
" 
" 3 18 3 2 5 00 600 67 1 85 0 9 00 13 0 0 
" 4 18 53 600 65 0 800 85 0 1200 12 5 0 
" S 18 7 2 115 0 1200 
" 6 18 74 1100 
" 7 18 77 cfr. knt.hol Rcligionsll,hrer 
Gymnasiallehrer 1 181 5 4 00 7 00 800 1100 18 2 3: soo 
18 5 6 : 600 
" 2 1820 3S o 55 0 7 00 7S o 10 5 0 182 4: 4 00 
I 18 3 6 : 45 0 
18S1 : 5 00 
" 3 182 7 4 00 I S5 0 65 0 7 00 95 0 1000 18 5 0 : 45 0 
18 5 6 : 5 00 
" 4 18 34 3 00 4 00 5 00 600 65 0 9 00 95 0 18 5 1 : 45 0 
186 3: 55 0 
" 5 18 5 0 4 00 5 00 600 85 0 9 00 18 5 6 : 45 0 
" 6 186 3 5 00 Sso 75 0 85 0 
" 7 186 4 5 00 65 0 800 
" 8 18 7 2 600 7 00 
" 9 18 7 2 600 
Technischer Lehrer 182 3 25 0 35 0 4 00 45 0 5 00 1856: 3 00 


..,.. 


...... 


Die Stelle des katholischen Religionslehrers wurde 1817 mit einem Gehalte von 
600 Thalern begründet; seit 1823 war dieselbe nur mit 400 Thaler dotiert, die sich durch 
die Meßstipendien aber auf ca. 600 erhöhten; 1865 wurde das Gehalt auf 750, 1872 auf 
1150 erhöht: 1877 wurde die Stelle in die der wissenschaftlichen Lehrer eingcreiht, und da 


1) Die zweito und drittte OberlehrersteIle war allerdings bereits durch dio Ministel'inlverrügung ,.om 
23. November 1818 gcnehmiKt, wonach drei Oberlehrer mit 700, be1.w. 600 und 500 und droi UnterlehrersteIlen 
mit 400 bezw. 350 und 3()(J ']'halern Gehalt eingeril'htet wel-den sollten; praktisch aber trat die Verfügung zumeist 
wegon des Mangels an 
eignetcn Lehrkräften erst in den ang£.gebenen Zeitpunkten ins Leben.
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- 


57 


der zeitige Inhaber unter die Oberlehrer einzureihen war, die Zahl der Oberlehrer auf 7 
erhöht. - Der evangelische Religionslehrer erhielt seit 1830 eine Remuneration von 50 
Thalern, seit 18 35 von 15 0 Thalern, von denen bis zum Jahre 1844 der erste zwei, der 
zweite ein Drittel erhielt; 1866 wurde die Remuneration auf 200 Thaler erhöht, und 18 7 2 
wurde die Stelle in die ordentlichen LehrersteIlen eingereiht. Die Stelle eines jüdischen 
Religionslehrers wurde 1875 mit einer Remuneration von 100 Thalern begründet. Hilfs- 
lehrer haben je nach Bedürfnis mit höherer oder geringerer Remuneration an der Anstalt 
gewirkt; 18 44 wurde eine wissenschaftliche HilfslehrersteIle etatsmäßig eingerichtet, diese 
wurde 186 4 in die 7. ordentliche LehrersteIle umgewandelt; die jetzigen etatsmäßigen zwei 
HilfslehrersteIlen, die erste mit 1800, die zweite mit 1500 Mk. dotiert, bestehen seit dem 
Jahre 18 7 8 . - Der Schuldiener hatte anfangs 40, seit Oktober 1820 80, seit 1860 115, 
seit 186 9 240 Thaler jährlich, wozu 1884 noch 80 Thaler für den Erweiterungsbau kamen. 
Mit der Stelle des Direktors und der drei ersten Oberlehrer sowie des Religionslehrers 
waren bis zu verschiedenen Zeitpunkten gewisse Emolumente verbunden. Alle hatten bis 
18 33 bezw. 18 45, 18 4 6 und 18 73 eine Dienstwohnung, die gegenwärtig nur noch mit der 
Stelle des Direktors und der des Konviktsinspektors verbunden ist; von den vier Gärten, 
die zum Gymnasium gehörten, ist der eine 1876 verkauft, von den drei übrigen hat noch 
gegenwärtig der Direktor und zwei Lehrer die Nutznießung; bis zum Jahre 186 5 erhielt 
ferner der Direktor 20, der erste Oberlehrer 15, der zweite 14, der dritte 10 1 ) und der 
Religionslehrer 5 Klafter Holz jährlich. Der Forstfiskus hatte nämlich seit 181 5 die Ver- 
pflichtung aR das Gymnasium zu Conitz ein demselben schon vor der Reorganisation 
gebührendes Brennholzdeputat von 100 Klafter = 333,86 Raummeter Kiefern-Klobenholz 
jährlich gegen Entschädigung des Schlägerlohns zu liefern. Diese Reall,!-st wurde 18 7 6 
durch die Rentenbank der Provinz Preußen für die Summe von 1974 8 ,88 Mk. abgelöst. 
- Bis zum Jahre 1860 bezog der Direktor au!erdem die Inskriptions- und Abgangszeugnis- 
gebühren sowie die Hälfte dcr Abiturientenprüfungsgebühren; in dem genannten Jahre 
wurde diese Einnahme auf 14-1- Thaler fixiert und das Gehalt desselben um diese Summe 
erhöht, während die Gebühren zur Gymnasialkasse flossen. - Das Gehalt des Rendanten 
betrug bis, zum Jahre 182 9 25, dann bis 1854 So Thaler; in diesem Jahre wurde das bis 
dahin v9P dem Direktor und den Ordinarien besorgte Einziehen des Schulgeldes und der Ein- 
nahmereste dem Rcndanten übertragen und sein Gehalt auf 100 Thlr., seit 1866 auf 130, seit 
18 7 8 auf 15 0 Thlr. erhöht. Die Rendantur verwaltete bis 1831 der Kreissteuereinnehmer 
Rotzoll, bis 18 37 dcr Bürgermeister Schwenck, bis 1845 der Professor Junker, bis 186 7 der 
Gymnasiallehrer Haub, bis 1873 der Professor Moiszisstzig, seitdem der Oberlehrer Paszotta. 


I) Bii! ItJ35 nur fünf, während die zweiten fünf der el'sta ordentliche Lehrer erhielt. 


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L ,i Ein sehr großer Teil der hiesig
n Schüler entstammt dürftigen Verhältnisscn. 11 Das 
'war schon von Anbeginn so, und wohl noch in höherem Grade, als es jetzt der Fall ist. 
Trotz der vielen Freitische, die namentlich in der ersten Zeit von Bürgern dcr Stadt 
gegeben wurden, brachten doch erst die Einrichtung des Konvikts und Alumnats sowie 
die in der zweiten Hälfte der zwanziger Jahre beginnenden Unterstützungen des bischöflichen 
Stuhles von Culm und der katholischen Geistlichkeit der Diözese wesentliche Hilfe. Der 
im Jahre 1832 vertorbene Bischof von Matthy hat allpin in den letzten fünf Jahren seines 
Lebens an Unterstützung den armen Schülern des Gymnasiums 1850 Thaler zukommen 
lassen, ebenso machte sich sein Nachfolger, der Bischof Sedlag, teils durch Unterstützung 
armer Schüler, teils durch Unterhaltung zweier Konviktoristen um das hiesige Gymnasium 
verdient; ebenderselbe begründete im Jahre 1841 durch Sammlungen unter dem Diözesan- 
klerus einen Unterstützungsfonds "für unbemittelte, würdige, sich zum geistlichen Stande 
für die Diözese vorbereitende Gymnasiumschüler«, aus welchem dem hiesigen Gymnasium 
in den vierziger Jahren alljährlich ansehnliche Unterstützungen, z. B. 184 2 : 2 -1-9 Thaler, 
18 43: 27 0 Thlr., 1844: 250 Thlr. zugingen, in den fünfziger Jahrcn sich durchschnittlich 
auf 100 Thlr., 1860-70 auf 66 Thlr. jährlich beliefen, von da an nur ausnahmsweise in 
kleineren Raten gewährt wurden. Katholische Geistliche sind es auch, von denen die 
meisten Stipendien der hiesigen Anstalt herrühren. DE'r im Jahre 1 
-1-8 zu Pclplin verstor- 
bene Professor der Theologie, J oseph Derengowski, vermachte dem Gymnasium zu Conitz 
100 Thlr., der 1858 zu Jehlenz verstorbene Probst J oseph Splehstoesser 1000 Thalpr, 
die freilich in einem Prozesse mit dessen Erben auf 200 Thaler reduziert wurdE'n, der Dom- 
herr Stanislaus Pysznicki in Pelplin 1848 100 Thlr., endlich dcr Dekan und Ehrendom- 
herr Nelke zu Langenau 2000 Thlr. Die Zinsen dieser Stiftungen werden alljährlich von 
dem Direktor und dem katholischen Religionslehrer - bei dem Splcttstoesserschen Sti- 
pendium von dem ersteren allein - stiftungsgemäß an arme katholische Schüler verteilt, 
das Kapital der letztgenannten Stiftung wird bei dem bischöflichen Stuhle zu Pelplin 
verwaltet, woher noch drei andere Stipendien alljährlich auf den Vorschlag des Religions- 
lehrers an arme Schülcr vergeben werden, das Dr. Kreteksche mit jährlich 76 1\1k., seit 
18 57, das Lamkesche mit 102 Mk. jährlich seit 1855, das Schulzsche Familienstipendium 
mit 32 Mk. mit Unterbrechungen seit 1832. Die Zinsen eines weiteren von einem Geistlichen 
hint{'rlassenen Legats sind wegen des noch immer nicht beendigten Prozesses mit dcn Erben 
noch nicht zur Auszahlung gekommen; der im Jahre 1882 zu Gardschau verstorbene Pfarrer 
Emanuel Waller hat nämlich wie den Gymnasien zu Neustadt in Westpreußen und 
Glciwitz in Oberschlesien so auch dem hiesigen je 2400 1\1k. vcrmacht. Außcr diesen von 


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Geistlichen gemachten Stiftungcn besitzt die Anstalt noch drei andere. Im Jahrc 18 5 0 
legierte der Rittergutsbesitzer Dominikus v. Radziecki »jedcm der Gymnasicn in Conitz 
und Culm die Summe von 1000 Thalern, von welchen dic Zinsen als Vnterstützung der 
hil£;bedürftigen Abiturienten katholisch - polnischcr ..:\bkunft zur Universität diencn sollen. , 
Im Jahre 1865 wurde bei der Jubelfeier des Gymnasiums durch Sammlungen ein Stipendium 
gegründet, dessen Zinsen alljährlich von der Lehrerkonfercnz »dem würdigsten und dürftigsten 
christlichen Schüler der Prima«- zugesprochen wcrdell. 1m folgenden Jahre gründetc der 
Direktor Goebel im Verein mit seiner Gattin. geb. ::\£eller, ein eigenes Stipendi\-lm, das 
Goebel-Mellersche, von 200 Thaler Kapital, wovon die Zinscn von der Konfercnz »an einen 
würdigen Schüler der oberen Klassen ohne Unterschied der Konfession« verlichcn werden. 
Sehr bedeutende Unterstützungen, seit dem Jahre 1850 etwa 12000 ::\Ik.,. hat dcr »Verein 
zur UnterstützuJ'Jg der studicrenden Jugend Westprcussensx('untcr arme katholische Schüler 
polnischer Zunge verteilen lassen. Vielfache Unterstützungen fanden die Schüler ferncr zu 
allen Zeiten auch bei den Bewohnern der Stadt und Umgegend, dC'nn für Freitische und 
Beiträge zum Ankauf von Papier und Büchern sagen die Direktoren in den Programmcn 
der Anstalt vielfach herzlichen Dank; dcr Religionslehrerund Probst Larisch gcwährte in den 
Jahren 1828-30 acht bis zwölf Schülcrn freie Wohnung und Heizung; die Arzte der Stadt 
haben zu allen Zeitcn in der ancrkennendstcn \Veise arme Schüler unentgeltlich behandelt. 
Gleich nach seinem Eintritt im Jahre 1823 traf dcr Religionslehrer Larisch nach dem l\Iuster 
der schlesischen Gymnasien die Einrichtung.. daß durch kleine monatliche freiwilligc Bei- 
träge der Schüler eine Krankenkasse begründet wurde, aus welcher die Arzenei für die 
Schüler bezahlt wurde. Die wohlthätigen Folgen dieser Einrichtung wcrden in den nächsten 
Jahren mehrfach gerühmt. Im Spätherbste des[elbenJahres grassierte hicr das Scharlachficbcr; 
»dagegen wurde ein Schutzmittel am ::\Iorgen in den Klassen den Schülern gereicht, und keiner 
der Schüler wurde von der Krankheit bcfallen.« (Mueller im Progr. von 1824-); 1826 waren 
7 152 Schüler krank, denen 430 :Mittel verabreicht wurden, ohne das 13lutlassen und Zähne- 
ausnehmen zu rechnen, was auch häufig vorkam.(t. (Progr. von 1826), ebenso herrscht 1828 
das »kalte Fieber so unter dcn Schülern, daß in manchen Klassen ein Drittcl krank 
lag.t: Trotzdem konnte das gemeinnützige Institut aus :l\Iangel an l\Iitteln sich nicht 
halten und mußte 1828 aufgelöst werden; Religionslehrer Larisch gab aus eigenen l\litteln 
15 Thaler her, um den Schuldenrest zu tilgen. Erst am 12. 
ovcmber 18.1- 6 wurde auf 
Veranlassung des DirC'ktors Brueggemann die Krankenkasse von dem Lehrerkollcgium neu 
begründet und trat am I. Januar 1847 wieder ins Leben. Die von dem Königlichen Pro- 
vinzialschulkollegium bestätigten Statuten sind im Programme von 1850 abgedruckt. Die 
unbemitteltcn Schülcr zahlten 4\nfangs 25, später scit 1861 ,'j0 Pfennig pro Tcrtial und 
crhicltcn dafÜr freie '4\rzenei und freie Behandlung durch dcn .\rzt, dcr scit 1866 aus der 
8 


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Kasse eine jährliche Remuneration von 90 Mark empfing. Da die Behandlung sämtlicher 
Schüler durch einen Arzt mit manchen U nzuträglichkeiten verbundcn und überhaupt nic 
streng durchführbar war, so beschloß das Lehrerkollegium im Jahre 1884, daß fortan jedem 
Schüler die Wahl und die Honorierung des Arztes zu überlassen sei und die Beiträge fortan 
nicht mehr in jedem Tertial, sondern nur in jedem Semester zu erhcben seien. Die unent- 
geltliche Verwaltung der Krankenkasse hatte bis zu seinem Tode im Jahre 1873 der Professor 
Moiszisstzig, seitdem der Oberlehrer Gand. Der Bestand der Kasse war am Schlusse des 
Schuljahres 1884/85 3029,87 Mark. 



 


VIII. Die Bibliotheken und Sammlungen des 
Gymnasiums. 


--
 


Bei der Aufhebung des Jesuitenkollegiums im Jahre 1773 hatte man sich um die 
Bibliothek nicht gekümmert, und diese wie das Archiv war, als man 1805 dcshalb offiziell 
anfragte, verschollen. Bei der Neubegrundung der Anstalt im Jahre 1815 waren die Mittel 
viel zu beschränkt, als daß man an die Gründung einer Bibliothek denken konnte, und 
auch die Bibliothek des 1819 aufgehobenen Augustinerklosters war wertlos. Nach einem 
im Januar 1819 vom Oberlehrer Minsberg dem Königlichen Konsistorium eingereichten 
Verzeichnis besaß das Gymnasium an Büchern nur folgende: Schellers Lexikon in 7 Bänden, 
Wolfs Analekten, Loehrs Naturgeschichte in 5 Bänden, die Hallenser Ausgabe des Vergil, 
institution es societatis Jesu, Schmieders Anleitung zum Übersetzen aus dem Deutschen ins 
Lateinische. Außerdem war auf Pestalozzis Werke abonniert. Das war alles! In demselben 
Jahre 1819 jedoch wurden aus den Ersparnissen des Neuzeller Fonds 600 Thlr. zum Stamm 
einer Lehrerbibliothek bewilligt und zur Anschaffung dcr dringendsten Bedürfnisse ver- 
wendet. Im Jahre 1821 wurde dem Direktor gestattet, aus der Bibliothek des aufgehobenen 
Dominikanerklosters zu Thorn und des Bernhardinerklosters zn Löbau die für Gymnasial- 
zwecke brauchbaren Werke auszusuchen und der hiesigen Bibliothek einzuverleiben. Doch 
waren diese Klosterbibliotheken sowie zwölf weitere 1835 und 1837 in erster Linie für die 
Universitätsbibliothek zu Königsberg und zur Ausstattung der Bibliothek des Bistums be- 
stimmt, und erst aus dem Reste durften die für das Gymnasium noch wünschenswerten 
Bücher ausgewählt werden. Doch gelangte immerhin auf diese Weise die Anstalt in 
den Besitz manches alten wertvollen Werkes, so z. B. der auf Pergament gedruckten ed. 
princeps von Aristotelis et Theophrasti opera. Venetiis Aldus 1497 sq. 5 Bde. fot Ursprünglich 
war von derselben nur ein Band hier, die übrigen 4 sandte 1838 dcr Bischof von Cu Im 


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61 


... 


her. Trotzdem war die Bibliothek immer noch sehr mangelhaft, und als z. B. 1823 bei 
dem Abiturientenexamen ein Thucydides gebraucht wurde, stellte es sich heraus, daß in 
der Bibliothek kein Exemplar vorhanden war. Von jetzt an wurden jährlich 1 So bis 200 
Thlr., gegenwärtig 900 l\Ik., zur Vermehrung der Lehrerbibliothek verwandt. Dazu kamen 
alljährlich Geschenke dcr vorgesetzten Behörde, - ich nenne hier nur das encyclopädische 
\Vörterbuch dcr medizinischen \Vissenschaften von den Professoren der medizinischen Fa- 
kultät in Berlin in 37 Bändcn, Hcgels \Verke, v. d. Hagen Sammlung altdeutscher lyrisclU'r 
Gedichte, Lassen Indische Altertumskunde, Crclles Journal für 
Iathemathik bis Band -li, 
die Archäologischc Zcitung von Gerhard -l Bde., Rheinischcs 
Iuseum 25 Bdc., Zeitschrift 
für deutsche Altertümer von Steinmeyer, von der Breitkopfschen Ausgabc von 
Iozart 
Serie I--l, 6 und 7 und die monumenta Zollcrana des Grafen Stillfried-Alcantara. Auch 
Verlagshandlungen und Private schenkten manch brauchbares Buch, vor allcm ist hier der 
handschriftliche auf die Geschichte von Conitz bezügliche wertvolle Nachlaß des 1765 ge- 
storbenen Bürgcrmeisters von Conitz und polnischen Hofrats Isaac Gottfried ,Goedtke 
zu nennen, der aus dem Nachlasse des 18-l6 gestorbenen Kaufmanns N. G. Benwitz in 
Conitz dcm Gymnasium überlassen wurde und den Direktor Deiters im Programme von 
1875 beschrieben hat. V crwaltcr der Bibliothek war anfangs ausschlicßlich der Direktor, 
dem als Hilfsbibliothekar ein Lchrer zur Scite stand. :N"achdem Goebel Direktor geworden 
war, wurde eine durchweg neue Ordnung der Bestände vorgenommcn und der Obcrlehrer 
l\Ioiszisstzig zum Bibliothekar ernannt, der mit Beihilfe der Gymnasiallehrer Hcppner und 
Karlinski die Bibliothek katalogisicrte. Im Jahre 1867 wurde Prof Dr. Stein und ISi-J 
Prof. \"1 
clewski Bibliothekar, der sich durch die Anfertigung cines neuen mustergiltigen 
Katalogs in 7 Bänden um die Bibliothek verdient gemacht hat. Mit dcm Amtc dcs Biblio- 
thekars war erst scit 1869 eine feststchende jährlichc Remuneration von 25 Thlr., die im 
Jahre 1878 auf So Thlr. erhöht wurde, verbundcn. Xach der 1886 vorgenommenen Zählung 
enthält die Gymnasialbibliothek -l3 1 7 Werke in 9 157 Bänden. 
2. Eine deutsche Schülerbibliothck bestand anfangs gar nicht. Im Programme 
von 1824 erklärte Direktor l\luellcr in seiner Programm abhandlung »über den teutschen 
Sprachuntcrricht auf teutschen gelehrtcn Schulen« die Anlage ciner solchen für notwendig, 
und darauf hin wurde in demsclbcn Jahre eine Summe von 200 Thalern zur Begründung 
»einer Schülerbibliothek teutscher ::\Iusterschriften« angewiesen. Zur Vermehrung derselben 
trug gleich anfangs dcr Rcligionslchrcr Larisch bei, dcr z. n. 1828 sechzig Bändchen 
Jugendschriften für V. und VI. schcnkte; außcrdem wurden jährliche kleine Beiträge von 
Sciten der Schüler eingeführt; dieselben flossen anfangs spärlich, und die 18
5 aus dcm 
Konviktc in das GymnasialgcbäudC' verlegte Bibliothek mchrte sich sehr langsam; 1853 
war diC'se1bc aber untcr dcr Vcrwaltung des Gymnasiallehrcrs Raabc auf 12;8 Bände 
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hsen. Dm'ch Vcrfügung vom 8. August 1858 wurde 
estimmt, daß jeder Schülcr 
vom I. Scptember desfelbcn Jahres an wie an den übrigen Gymnasien eincn jährlichen 
Bcitrag ,'on 10 Sgr. zur Lesebibliothek zu zahlen habe. Dieser besondere Beitrag fiel 1870 
bci der Erhöhung des Schulgeldes fort. Als 1867 dem Prof. Dr. Stein, der damals dic 
].ese-bibliothek vcrwaltete, die BibliothekarsteIle be-i der Lehrerbibliothck übertragen wurde, 
wurde eine Teilung der Schülerbibliothek unter die verschiedenen Klassen angeordnet; als 
abe-r 1884 die Räumc des Gymnasiums sich vermehrt hatten, wurden die Klassenbibliotheken 
wicder in eine vereinigt, für dieselbe ein besonderes Zimmer eingeräumt, dem Gymnasial- 
lehrer Dieckert die Verwaltung übertragen und vom I. Januar 1885 ab eine Remuncration 
von 100 Mk. jährlich dafür zugebilligt. 
3. Die polnische Lesebibliothek entstand, als im Jahre 1849, von »mehreren Herren 
aus der Nähe und Ferne im Gelde 23 Thlr., 19 Sgr. 6 P£ und 127 verschiedene Werke, 
und im folgenden Jahre 176 Thlr. 25 Sgr. und zahlrciche Werke geschenkt vmrden.:t 
Dieselbe erhält und vermehrt sich durch freiwillige Bciträge dcr am polnischen U ntC'rrichte 
teilnehmenden Schüler, zählte 1853: 626, jetzt 777 Werke in 1017 Bänden. Verwalter 
derselben ist jetzt der Oberlehrer I'
ukowski; seit 1869 ist dem Verwalter eine jährliche 
Remuneration von 45 Mk. zugebilligt. 
4. Die Pauper- oder Konviktsbibliothek. Umarme Schülcr mit Schulbüchern zu 
unterstützen wurden gleich in den ersten Jahren nach der Reorganisation des Gymnasiums 
»namhafte Summen (Progr. von 1822) vom Königlichen Konsistorium bewilligt. CI: Auch 
crsuchte Direktor Mueller im Jahre 1822 in einem Umschrciben »an die hochehrwürdigen 
Herren Dekane und Superintendenten, die Geistlichkeit und jeden andern Jugendfreund der 
Umgegend um einen milden Beitrag« für diesen Zweck. Mueller verstand es überhaupt 
die Wohlthä
igkeit wachzurufcn; 1825 vereinten sich die meisten Lehrer des Gymnasiums 
zu cinem jährlichen Beitrage, »woran sich, sagt er im Progr. von 1825, die katholische 
Geistlichkeit der Diözese hoffentlich zahlreich anschließen wird, um dem drückenden Mangel 
an Schulbüchern, besonders bci den Ncuankommenden in dcn untercn Klassen abzuhelfen. CI: 
Im nächsten Jahre schenkte der Bischof von Culm, Herr v. l\Iatthy, So Thaler zu diesem 
Zweck. So wuchs die Bibliothek durch milde Gaben, Geschenke von Schülern und Privaten, 
sowie später durch kleine freiwillige Beiträge und Einnahmen für ausgeliehene Bücher 
allmählich an. Die Verwaltung derselben aber, die von den Mitgliedern des Konvikts, 
wo dieselbe aufgestellt war, »unter Leitung des GymnasiumsCl: (?) besorgt wurde, lag schr 
im Argen, bis im Jahre 1868 der jetzige Religionslehrcr Dr. Luedtke sich der Sache 
encrgisch annahm, die Bibliothek ordnete, katalogisierte und selbst verwaltete. Die Ein- 
nahmen wurden zunächst zum Einbinden der Bücher verwandt, durch Umschreiben bei 
Verlagshandlungcn und frühercn Konviktoristcn wurdcn dic Mittel der Bibliothek erheblich 


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vermehrt. Dieselbl' entl,ält jetzt 3107 BÜcher, die in vier v
rsc
ließbaren Schränken im 
ßibliotheksaalc des Konvikts aufgestellt sind; ctwa 1100 Bücher werden jedes Jahr an arme 
Schüler, und nicht allein an solche, ausgeliehen. Die Verwaltung ist bis jetzt unentgeltlich 
geführt. 
5. Das physikalische Kabinet. Im Jahre 1821 beantragte das Konsistorium bd. 
dem Königlichen Ministerium die Summe von 3-1-3 Thalern zur Beschaffung physikalischer 
Apparate [für das hiesige Gymnasium. Anfang Januar 1823 kommt die Nachricht, daß 
dicselben fertig seien und »nächstens wohl verwahrt mit guter Gelegenheit« hieher befördert 
werden sollten. Mitte Januar kommen dieselben an - darunter eine Luftpumpe, eine 
Elektrisicr-Maschine, ein Meßtisch mit Diopterlineal und Meßkette, eine galvanische Säule, 
ein Hygrometer, ein Sprachrohr u. a. - und wurden im Bibliothekzimmer, später in einem 
Schranke in einem Klassenzimmer aufgestellt; erst 1884 war es möglich ein eigenes physi- 
kalisches Kabinett neben dem physikalischen Lehrzimmer einzurichten. Neuanschaffungen 
erfolgten bis zum Jahre 1860 fast keine; bei der Durchsicht der Jahresrechnungen von 
1822-1860 finde ich nur 11 Thaler und von da bis zum Jahre 1868 So Thlr. verausgabt, 
erst seit dem Jahre 1868 wurde die dafür ausgesetzte Summe - ursprünglich 90, jetzt 
200 Mk. jährlich - zum Ankauf neuer Instrumente verwandt, so daß das Verzeichnis der 
physikalischen Instrumente gegen 200 Nummern aufweist, darunter eine dynamoelektrische 
Handmaschine für 400 Mk., ein Fernrohr für 212 l\Ik., eine Holzsche Influenz-Elektrisier- 
maschine für 210 Mk. u. a. Die Aufsicht führen die Lehrer der Physik. 
6. Das naturhistorische Kabinett. 1826 klagt Direktor l\Iueller, daß keine Kupfcr- 
werke zur Naturgcschichte da sind und kcin mineralogisches Kabinett »wo uns weit und 
breit umher keine Privatsammlung zu Gebote steht und die eigene Natur nach allen 
Gegenden hin wenig und nichts beut.« Im folgenden Jahre wird von Petzold in Neisse 
eine Mineraliensammlung von 554 Stücken für 30 Thlr. angekauft. Diese Sammlung war 
in einem Wandschrank der Prima untergebracht. Den wüsten vollständig verstaubten 
Steinhaufen reinigte und sortierte mit vieler l\Iühe im Jahre 1882 Oberlehrer Böhmer und 
beklebte jedes einzelne Stück mit einem Zettel, der den Namen des Steines :enthielt. Bei 
der Einrichtung des naturhistorischen Kabinetts im Jahre 1884 waren sämtliche Zettel von 
den Mäusen abgefressen und die Arbeit muß noch einmal unternommen werden. Andere 
Sammlungen für :den naturhistorischen Unterricht begannen erst im Jahre 1868 und alle 
Programme der nächsten Jahre enthalten Danksagungen an Privatleute und Schüler der 
Anstalt, die zum Teil recht wertvolle Stücke schenkten. Da die Sammlungen aber in den 
Korridoren oder Schulzimmern aufgestellt werden mußten, so ging das meiste im Staube 
zu grunde oder wurde von den Motten beschädigt. Als 1884 ein eignes Zimmer für die 
naturhistorischen Sammlungen eingeräumt werden konnte, wurde, was von dem alten
>>>
6..). 


Bestande noch brauchbar war, in Glasspinden dort untergebracht und die Sammlung durch 
Ankäufe ausgestopfter Thiere, Skelette und anatomischer Präparate von Schlueter & Klautsch 
in Halle, eines Grasherbariums von Wagner, einer l\Iineraliensammlung aus der Leipziger 
I
ehrmittelanstalt von Schneider und manches andere bereichert und auch ein Mikroskop 
Nr. 7 von Schmidt & Haensch in Berlin für 135,75 l\Ik. angeschafft. Die l\1ittel dazu ge- 
wclhrte cin seitens des Herrn Ministers bewilligter außerordentlicher Zuschuß von 500 
Ik. 
Die Aufsicht über diese Sammlung führt zur Zeit der Oberlehrcr Boehmer. 
Von andern Sammlungen dürfte noch erwähnenswert sein die 1831 vom Ministerium 
geschenkte Sammlung von 643 Gipsabdrücken geschnittencr Steine des Museums zu Berlin 
und die ebendaher 1850 geschenkte Porträtgallerie historisch denkwürdiger l\1änner und 
Frauen in Gipsmedaillons, bestehend aus 240 in einem Schränkchen befindlichen Porträts- 
medaillons von Privatpersonen sowie II viereckigen Tableaux mit je 17-20 auf farbigem 
Grunde aufgesetzten :Medaillons von Regenten. 


IX. Die Programme und wissenschaftlichen 
Abhandlungen. N 


Dcr fast in allen Verhältnissen dcs hicsigen Gymnasiums bahnbrpchcnde Dirck
or 
Mueller ließ bcreits im Jahre 1822 ein Programm erschcincn,!) währcnd erst durch dic 
Cirkularverfügung vom 23. August 1824 allgemein die Herausgabe eines jährlichen Pro- 
gramms und die Beifügung ciner wissenschaftlichen Abhandlung angeordnct wurde, aus 
welchem Grunde auch die von mehrercn Schulmännern ausgearbeiteten und veröffcntlichten 
Programn1verzeichnisse sämtlich erst mit den Programmen des Jahres 1825 bcginncn. Dic 
Kosten für den Druck wurden lange Zeit hindurch, tcilweise wcnigstcns, aus dcm Verkaufe 
derselben!! und aus Beiträgen der Schüler aufgebracht. Seit dem Jahre 1822 nun ist mit 
Ausnahme des Jahres 1880, in welchcm dasfclbe wegcn der Verlegung des Anfangs dcs 
Schuljahres ausfiel, in jedem Jahre ein mit einer Abhandlung versehenes Programm cr- 
schienen. Die wissenschaftlichen Abhandlungen haben folgende Titpl: 
1822. Direktor Dr. Muellcr: Nachrichtcn von der Gründung des Jesuitenklosters in Conitz, 
und wie allmählich das jetzige Gymnasium daraus gebildet worden ist. 


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I 


1) Gcdruckt i8t dasselbe bci Amelung in llcrlin; dort oder in Dunzig wurdcn aueh dic fol!!;enden his 
zum Jalu'e 1
a4 gedl"llckt, von 18:35 bis IH58 bei Hul'ich in Conitz,dann wil'tler auswärls, seit 18(1) bei Gcbouer 
in Conitz. 
2) Noch 1,
38 siud 3 '1'1.11'. 11) 8
r. aus vCl'klturtcn Schulpru
rammeu verzeichuet. Die Kosten fiir deu 
Dmck und das Heften hetrugen noch 1836 nur 29 ThaIer, jctzt 4;,0 
Iurk
>>>
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6
 
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18 2 3. Oberlehrcr Gahblcr: Einige kritische Bemerkungen, veranlaßt durch einzelne Stellen 
aus Kiesewetters Lehre von den höheren Gleichungen. 
182 4. Direktor Dr. Mueller: Über den teutschen Sprachunterricht im weitern Sinne auf 
teutschen gelehrten Schulen (Gymnasien). 
1825. Derselbe: Verbi latini declinatio ad originem suam redacta. 
1826. Oberlehrer Gahbler: Über einige Punkte der lateinischen Grammatik von Zumpt 
fünfte Auflage. 
1827. Oberlehrer Junker: Über den Vortrag der Geschichte in Gymnasien. 
1828. Oberlehrer Dziadek: Commentatio de Aiace Sophocleo. 
1829. Direktor Dr. Mueller: Wann und wie das Augustinerklostcr in Conitz gegTündet; 
welche äußere und innere Schicksale dasfelbc erfahren und wie zu unserer Zeit das 
Paupernhaus und Convikt bei St. Augustin sich daraus hervorgebildet haben. 
1830. Oberlehrer Gahbler: De iis quae in Luenemanniani lexici editione sexta desiderantur, 
particula I. 
1831. Oberlehrcr Junker: Das Mittelalter. 
1832. Oberlehrer Dziadek: Satira Romana imprimis Luciliana, antiquae comoediae Graecae 
non dissimilis ; additae sunt causae illius comoediae a Romanis neglectae. 
1833. Oberlehrer Lindemann: Über des Herodot religiöse Weltansicht. 
1834. Direktor Gahbler: De gymnasii Conicensis natura et conditione. 
1835. Oberlehrer Junker: Die Umschiffung Lybiens durch die Phöniker. Eine Widerlegung 
der von Mannert und Bredow gegen die U mschiffung aufgestellten Gründe. 
1836. Oberlehrer Dziadek: De nonnullis locis grammaticae latinae, ratione libri a C. 
Zumptio editi praecipue habita. 
1837. Oberlehrer Lindemann: Zur Beurtheilung des Thucydides vom religiös-sittlichen 
Standpunkte aus. 
1838. Oberlehrer Nieberding: Ilias Homeri ab L. Attio poeta in dramata conversa. 
1839. Oberlehrer Reh aa g: Auflösung numerischer Gleichungen durch goniometrische Formeln. 
1840. Direktor Dr. Brueggemann: M. Tullii Ciceronis somnium Scipionis Graece expressum. 
1841. Professor Junker: Glaubensändcrung der Stadt Conitz um das Jahr 1550 und die 
Pfarrkirche zu St. J ohann. 
1842. Professor Dziadek: Addenda quaedam mutandaque in libro, quem de arte gram
 
matica scripsit C. G. Zumptius. 
1843. Prof. Lindemann: Über die religiös-sittliche Lebensansicht des Xenophon. 
1844. Dr. Moiszisstzig: Quaestiones de adjectivis graecis, quae dicuntur, verbalibus. 
1845. Direktor Dr. Brueggemann: Über Realklassen und ihre Verbindung mit Gymnasien. 
1846. Oberlehrer Wichert: Die Fünf- und Siebzehn-Theilung der Lemniskaten. 
1847. Gymnasiallehrer Haub: Album plantarum, quae circa Conicium sponte crescunt, 
phancrogamarum. Praemittitur familiarum dispositio naturalium.
>>>
66 


18.J.8. Prof. Dr. Junker: Über die Chronologie des Fla,ius Joscphus. 
1849. Dr. Peters: De peccati in tragoediis Sophoc1eis vi et natura. 
1850. Prof. J.indemann: Über Polybius, den pragmatischen {ieschichtschrcibcr. 
18S I. Oberlehrer \Vichcrt: Über dic bestimmtcn Integralc von der Form (
fP., in denen 
)0 N. 
N = I + I cos IfJJ + I sin IfJJ + 2 m cos fJJ sin fJJ + 2 m' sin fJJ + 2 m" cos fJJ ist. 
1852. Gymnasiallehrer t
owinski: De Aeschyli septem contra Thebas. 
1853. Oberlehrer Dr. l\Ioiszisstzig: Quaestionum dc adjectivis graecis, quae vcrbalia di- 
cuntur, pars altera. 
185-1. Gymnasiallehrer Tictz: Die Linicn und Punkte dC'r gleichen Potenzen bei Krcisen, 
angewandt auf das vollständige Vierseit. 
1855. Gymnasiallehrer t
owinski: Emendationes Aeschyleae. 
1856. Religionslehrer Lic. Redner: Dic civitas dci dcs hC'il. Augustin. Ein Beitrag Lur 
Römischen Geschichte und Göttcrlehre. 
1857. Oberlehrer f..owiilski: De pristino ordine versuum quorundam Aeschyliorum. 
1858. Oberlehrer Dr. Besse: Beitrag zur Redeutung ues Wortes "Eupatridcn.,' 
1859. Direktor Dr. Goebel: Juvenalia und Persiana aus cincr "\Viener Pergamenthandschrift 
des X. Jahrhunderts. 
1860. Professor Wichert: Wärmcerscheinungen der metC'orologischen Station Conitz. 
1861. a) Prof. Dr. l\Ioiszisstzig: Quaestionum de adjectivis graecis, quae verbaliadicuntur, 
pars tertia. b) Direktor Dr. Goebel: 1I0merica oder Etymologische Untersuchungen 
über Wurzel ).A N und damit Zusammenhängcndes. 
1862. Oberlehrer f..owiilski: Diverbii Aeschylei secundum rationcm antitheticam cmcnuati 
specimen. 
1863. Oberlehrer Dr. Stein: Das Kriegswescn der Spartancr. 
186-1. Hilfslehrer Franz Schultz: De obsolctis conjugationum plautinarum formis. 
1865. Direktor Dr. Goebel: Novae quaestiones Homericae. 
1866. Provinzialschulrat Dr. Goebel: Vier Schulredcn des vormaligf'n Dircktors Dr. Anton 
Goebel. 
1867. Profcssor Wichcrt: Barometcrbeobachtungen der meteorologischen Stdtion Conitz. 
1868. Direktor Dr. Uppcnkamp: Das erste Buch Ciceros übcr dic Pflichten, zum Übcr- 
setzen ins J .atcinische bcarbcitet. 
1869. Direktor Dr. Uppcnkamp: Das crstc und das fünfte Buch dcr Tuskulanischcn Untcr-' 
suchungen zum Übcrsetzcn ins Latcinischc bearbeitf't. 
1870. Oberlehrer Dr. Stcin: Die Entwickelung des spartanischcn Ephorats bis auf Chcilon. 


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67 


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18 7 1 . Oberlehrer Dr. l\Ieincrtz: Zur Kritik und Erklärung dcr Satircn des Juvenal. 
18 7 2 . Oberlehrer Dr. Koenigsbcck: De Stoicismo l\Iarci Antonini. 
18 73. Oberlehrer Dr. Praetorius: Analoga der ebcnen und der sphärischen Trigonometrie
 
18 74. Religionslehrer Lic. Luedtke: Die Bilderverchrung und die bildlichen Darstellungen 
in dcn ersten christlichen Jahrhunderten. 
18 75. a} Oberlehrer \V
clcwski: Dc Platonis Euthyphrone. b) Dircktor Dr. Dciters: Die 
Handschriften und Drucke der hiesigen Gymnasialbibliothek. 
18 7 6 . Oberlchrer Dr. l\Iueller: Xoch einmal die Schlacht an der Trebia. 
18 77. Gymnasiallehrer Paszotta: Über Polcurven in Bezug auf ähnliche, einem Dreieck 
umschriebene Kegelschnitte. 
1878. Das Lehrerkollegium: Ausgeführtcr Lehrplan des Gymnasiums. 
18 79. Gymnasiallehrer Dr. Brock: Die Fehde und das Fehderecht. Zweiter Teil. 
1881. Gymnasiallehrer Boehmer: Die HeilsIchre des Apostels Paulus nach dem Römer- 
briete. 
1882. Oberlehrer Paszotta: Wärme- und Regenverhältnisse von Conitz. 
1883. Hilfslehrer Dr. Otto: Friedrichs von Hauscn und Heinrichs von Veldeke Minnelieder 
verglichen mit denen ihrer Vorgänger. 
1884. Gymnasiallehrer Dr. Kitt: De translationibus Taciteis. 
1885. Gymnasiallehrer Dr. Biskup
ki: Über den Einfluß des germanischen Elemcnts auf 
das Slavische. H. Teil: Die Diphthonge in der Sprache der Lüneburger Slaven. 


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I 


x. Pädagogische und disciplinarische Einrichtungen. 


I. Aufnahme neucr Schüler. Die am 28. Mai 1827 von dem Ministerium 
bestätigten Statutcn des Gymnasiums bestimmen, daß der in dic Sexta aufzunehmende 
Schüler nicht unter acht und nicht über 16 Jahre alt sein dürfe; 18.p wurde verfügt daß 
die Aufnahme nicht vor dem zehnten Lebensjahre stattzufinden habe, 1844 daß nach 
vollendetem vierzehnten Lebensjahre in der Regel keiner mehr in die Sexta aufgenommen 
werden sollc, 1862 daß die Aufnahme nicht vor vollendetem neuntcn Lebensjahre erfolgen 
dürfe. Diese Bestimmung gilt noch jetzt. Unter dem q. August 1878 wurde für alle 
Gymnasien Westpreußens angeordnet, daß in die beiden obersten Klassen nur solche Schüler 
ohne weiteres aufzunehmen seien, bei denen der Anstaltswechsel durch Versetzung oder 
Übersiedelung der Eltern veranlaßt sei, sonst nur aus Grünpen, die der frühere Direktor 
als gerechtfertigte anerkenne; wo das nicht der Fall sei, sei die 
\ufnahme nur zulässig 
beim Beginn dcs Kursus und noch nicht überschrittcncr 
ormalfrcquenz. Am 2. Scptcmber 
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68 


188 4 wurde von dcm König!. l\1inisterium angeordnet, daß, da auf f'inc Beschränkung der 
Klassenzahl Bedacht zu nehmcn sei, hinfort auswärtige Schüler, welche dem Bereiche der 
Anstalt durch ihren \Vohnort nicht angehörcn, bis auf weiteres nicht aufzunehmen seien. 
Die Aufnahme findet für gewöhnlich nur am Anfange des Schuljahres statt, im Laufc 
desfelben nur ausnahmsweise. 
2. Anfang und Schluß des Schuljahres. Unter Piehatzek schloß das Schul- 
jahr Anfang Juli, und auch die Sommcrferien dauerten ebenso wie die Weihnachts- und 
Osterferien nur vierzehn Tagc; seit 1821 wurde der Schluß des Schuljahres auf Königs 
Geburtstag, d. h. auf den 3. August verlegt, und der Unterricht begann wieder in der 
Zeit zwischen dem 10. und 15. September. Im Jahre 1843 wurde bestimmt, daß der Unter- 
richt am 24. August schließen und am 1. Oktober wieder beginnen solle. Schon 185 0 
wurde jedoch gestattet, den Anfang der Sommerferien zwischen den 3. und 15. August 
zu legen, und so wurde es bis zum Jahre 1879 im ganzen gehalten; mitunter begannen die 
Ferien freilich schon in den bciden letzten Tagen des Juli. Durch die Ministerialverfügung 
vom 2. Mai 18 79 wurde der Anfang des Schuljahres für alle Gymnasien auf Ostern verlegt 
und die Sommerfcricn, deren Anfang wie der aller übrigen Ferien im Januar jedes Jahres 
von dem König!. Provinzialschulkollegium bestimmt wird, auf 4 Wochen beschränkt und 
in den Monat Juli gelegt, während Ende Septcmbcr die q. tägigen Michaelisferien fallen, 
die bis dahin bei der hiesigen Anstalt nicht gebräuchlich gewesen waren. 
3. SchuIfeierlichkeiten fanden in jedem Jahre statt. Der Geburtstag des 
Herrschers und sonstige patriotische Festtage wurden stets durch G
sang, Deklamation und 
Redcn gefeiert, meistens ging und geht ihnen eine kirchliche Feier voraus. Am Schlusse 
des Schuljahres findet eine öffentliche Prüfung statt, die bis zum Jahre 183 0 sich fast auf 
alle Gegenstände erstreckte und drei volle Tage währte, von 1830-39 dauerte sie noch 
zwei Tage, seitdem nur einen Tag. Am letzten Tage des Schuljahres ist die Entlassung 
der Abiturienten. Einmal im Jahre wird auch ein Schulfest gefeicrt, sei es gemeinsam für 
alle Klassen in Buschmühle, Schlochau, Krojanten, oder so daß einzelne Klassen unter 
Leitung ihres Ordinarius Spaziergänge unternehmen oder auch nach einem entfcrnteren 
Orte wie Marienburg, Danzig hinfahren. Ein größeres gemeinsames Schulfest ist zuerst 
im Jahre 1845 abgehalten. 
4. Die Kirchenordnung ist mit geringen zcitweisen Abweichungen stets so ge- 
handhabt worden, daß das Schuljahr mit einem feierlichen Hochamte eröffnet und geschlossen 
wird, und daß die katholischen Schüler außer den Sonn- und Feiertagen noch zweimal 
wöchentlich _ von 185S-Ü!75 dreimal - vor Beginn des Unterrichts um halb acht Uhr 
früh zum Anhören ciner heiligen Messe verpflichtet sind; die gleiche Verpflichtung besteht 
für den letzten Tag vor und dcn ersten Tag nach den Oster-, Weihnachts-, Sommcr- und 


...... 


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69 


l\1ichaclisferien; zwci Lehrer führen dabei dic Aufsicht. Dreimal im Jahre findet der gemein- 
same Empfang des Bußsakraments und dcr heiligen Kommunion statt, an welchen Tagcn 
auch einc Nachmittagsandacht abgehalten wird, die von 1836-1875 an jedem Sonn- und 
Fciertag stattfand. Der Gottesdienst an Sonn- und Feiertagen besteht abwechselnd in eincm 
Hochamt, an das sich die Verlesung des Evangeliums und eine kurze Ansprache des 
Rcligionslehrers schließt, oder in einer Predigt, die von 1849-1874 abwechselnd in deutscher 
und polnischcr Sprache gehalten wurde, jetzt nur in deutscher, und einer stillen heiligen 
Messe; dcr ganze Gottesdienst dauert etwa 1 1 /.. Stunden. In dcr Zeit vom ersten Dezembcr 
bis Fastnachten fällt der obligatorische Wochengottesdienst aus. 
Für die evangelischen Schüler ist seit Ostern 1871 an zwei Wochentagen auf der 
Aula vor Beginn des Unterrichts eine Morgenandacht eingerichtet. Der Besuch des Gottes- 
dienstes an Sonn- und Festtagen ist den cvangelischen Schülern des Gymnasiums leidcr 
wegen der räumlichen Verhältnisse ihrer Pfarrkirche fast unmöglich gemacht. 
Die Schulordnung ist den allgemeinen Bestimmungen der Behörde entsprechend 
und im Wesentlichen der an andercn höheren Lchranstalten konform; die DiscipUnarordnung 
ist zuletzt 18 75 redigiert, die Unterrichtsordnung durch höhere Verfügungen für alle 
Gymnasien gleichmäßig geregelt. 


Conitz, im März 1886. 


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Schulnachrichten. 


I. Allgemeine Lehrverfassung. 


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I. Zahl der Lehrstunden in den einzelnen Klassen und Unterrichtsgegenständen. 


MI Lehrgegenstände I IA.I IB.IUA.IURI IIIA.IIIIBaIIIIBbIIVA.IIVB.1 VA. I VB./ VIA.IVIB./ Sa. 
Christliche Religionslehre ilililiL
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113 
a. katholische h 
I 1 . 
b. evangelische -.!.l...!-I-.!.l...!-I 2 1-.!.l...!-1-.!.l...!-1-.!.l...!-12..J2.-115 
2 Deutsch 3 I 3 I 2 2 I 2 2 2 21212121313130 
- 8 I 8 8 8 I 9 9 I !) I 9 I 9 I !} I 9 1 113 
3 Latein !) 9 
4 Griechisch 61

 7 7 7 7 -\-1-,1-1-1-1 47 
-- 5 I 5 I 4 I '4' I - I - I 32 I 
5 Französisch 2 2 2 2 2 2 2 
- -- -- 4 I 4 I 3 I 3 I 3 I 3 I 41 
6 Geschichte und Geographie 3 3 3 3 3 3 3 
- - - - - - 4 I 4 I 4 I 4 I 4 I 4 I 49 
7 Rechnen und Mathematik 4 4 4 4 3 3 3 
- - - - - - 
8 Naturbeschreibung - - - - 2 2 2 2 I 2 I 2 I 2 I 2 I 2 1 18 
- - - -=1 -=- 
9 Physik 2 2 2 2 - -1-1-1-1-1-1 8 
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W Schreiben - - - - I - 1_-U- 2 _1-U!_1 4 
- - I - I - I - I - I - I - I 2 I 2 I 2 I 2 1 2 I 2 t 12 
11 Zeichnen 
Summa 30 I 30 I 30 I 30 I 30 . 30 I 30 I 30 I 30 \ 30 I 30 I 28 I 28 1382 
12 Hebräisch (fakultativ) -.!.l...!-I-.!.l...!-I - I - I - 1 - 1 - I - 1 - I - I - I 4 
13 1 polnisch (fakultativ) _ 2 I 2 ! 2 I 2 1_ 2 I 2 I 
 I 2 I 2 . !_ 2 I 2 ! 2 I 2 . 1 6 
14 J udischer Religionsunterricht -02-1-02-1
1_2 : 2 I 2 J 2 I 2 I 2 I 6 
--:1 2 I 2 I 
 I 2 J 2...l-!-1 
15 Gesang 2 I 2 I 2 I ,2__ I 2 I 2 I 
 I 2 I 2 I 2 I 2 I 2 I 2-' 6 
a} im Sommer 2 I 2 I 2 I 2 I 
 I 2 I

L U2- -.!.l...!-I1O 
16 Turnen b). W' I 2 I 
 I 2 . 12...l.!_t_
.!2-I_
'-!' I 
_J.2_L!_L
112 
I 1m mter 
N. B Das Zeh-hen bedeutet kombinierte Stunden welche in der uersumme einfach ezählt sin 


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