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t\AUPTGESCHÄFTSSTELLE. VERLAG und SCHRiFT- 
LEITUNG' Tborn, Katbarlnenstr. ,. TEL.. 1108/09 Filr 
unverlangt an die Scbriftleltung elnl/esandte Manuskrip- 
te und BIlder wird kelnß Haltung dbernommen. MODatl 
Beaugsprei
 RM 2,50 zuz
lIcb PosbustellgebObr Liefe- 
rungs-und sonstige Verbindlichkeiten treten bel Vorliegen 
bOberor Gewal' ausser I d
 er- 
wähDJte Funkverkehr DUr mit Hilfe gu.tet' 
deutscher Verstä.rk
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fübri werden k
 


der gelang es unter Benutzung 4es von den 
Vertretern des L S.. Kapitän Stevens Im 
H_g. den Beamten der Sicherheitspolizei 
ausgelieferten Geheimeodes ttie Verbindung 
mit der englischen Regierung, bzw. dem bri- 
tischen "lnteUigence Service" aufzunehmen 
und v 011 e 21 Tag e auf r e eh t z u er- 
halten. 
Der Inhalt der dabei gewechselten Funk- 
sprüche mit der vermeintlichen Revolutions- 
gruppe in Deutschland ist e ben so auf- 
s chi u s s r e ich wie du m m. Sie wer- 
den bei ihrer Veröffentlichung einen Ein- 
blick in die t r 0 s t los e Gei s t e s ver - 
f ass u n g der regierenden Schicht des heu- 
tigen England -geben. Dieser Verkehr der 
deutschen Sicherheitspolizei mit der briti- 
schen Regierung, bzw. dem englischen 
Secret Service in London wurde am 22. No- 
vember 10,10 Uhr von unserer Seite .mit fol- 
gendem Abschluss-Funkspruch beendet: 
.,Auf die Dauer 1st ttie Unterhaltung mit 
eingebildeten und törichten Menschen lang- 
wenig. Sie werden verstehen, dass wir ab- 
brechen. Es grässt herzlich die euch wohl- 
geneigte "deutsche Opposition". 
Die deutsche Gestapo." 
Da die Aufdeckung der englischen Spio- 
nageaktion trotz der deutschen Veröffentli- 
chung um diese Zeit anscheinend der Funk- 
.telle des englischen Geheimdienste!! noch 
nicht bewusst geworden war, haben die bei- 
den englischen Funker I n man und 
Wal s h auch diesen letzten Spruch noch 
ebenso bieder wie stuvide auittiert. 


ANZEIOEBEDlNGUNGEN: Es gilt als vereinbart, dats 
der Verlal/ keine Bindung binslcbtllcb der I:ncbelnungs- 
weise und der Plnlerung der Anzeigen übernimmt. Bei 
ZlelOberschreltung oder gerlcbtllcher Etntrelbung wird 
oln Nachlass n{chl gewAhrt. Abbestellungen kOnnen nur 
schriftllcb erfolgen. Anzeigenpreise 11. Tuif. 


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Donnerstag, 23. November 1939 


gesetzte Mordpropaganda zu unter
in. 
den. Zwei U-Führer des SicherheIts- 
dienstes haben dann befehlsgemäss am 
26. Juni 1935 diesen Sender zerstört. 
, 1936 fanden Vorbereitungen filr den 
ersten Sprengstoffanschlag statt. Er 
sollte ursprilngUch im Olympiastadion 
in Berlin während der Olympiade, 
später anlässUch des Parteitages 1B36 in 
Nümberg und schUesslich, als der Duc6 
in Deutschland war, 1937 zur Ausfilh- 
Tung kommen. 0110 Strasser bediente 
sich dabei durch Vermittlung seiues 
Mitarbeiters Heinrich Grunow eines 
ehemaligen Studenten der Baukunst. 
namens Helmut H i r t, Dieser P rag e r 
J u d e erklärte sich bereit, den Spreng- 
stoffanschlag auszuführen. In zahlrei- 
chen eingehenden Besprechungen war 
(.er Plan des Anschlages genauestens 
festgelegt worden. Als Hirt mit zwei 
Höllenmaschinen, die durch ein Uhr- 
werk zur Explosion gebracht werden 
sollten, und 10 kg Sprengstoff enthiel- 
ten, die deutsche Grenze ilberschritt 
und sich nach Stuttgart begab. konnte 
er von Beamten der Gestapo nocb 


Britischer Zerstörer gesunken 
A m.s t erd am, 23. November, 
Wie die britische Admiralität zugeben 
mufl8, Ist vorgestern der britische Zerstlrer 
"Gips," an der Oslktlste Englands auf eine 
Mine gelaufen. Dieser Verlust tdllt die eq- 
lische Flotte um so schwerer, als die 
"Gips," ein "anz modernes Schiff war. das 
erst 1m Jahre 1936 in Dienst gestellt wurde 
und einen Kostenaufwand von tlber 300000 
Pfund Sterling erfordert hat. Die Explosion 
des Zerstörers erfolgte In Sicht der engli- 
schen Küste. Unmittelbar nach der Explo- 
sion ging der Zerstörer auf Grund. Von der 
Besatzung von 150 Mann werden nach eng- 
lischen Meldungen " Mann vermisst, 2t 
wurden verwundet. 


rechtzeitig festgenommen werden. Hirt 
wurde der staatsanwaltschaft ilberge- 
ben und am 8. März 1937 zum Tode 
verurteilt. Das Urteil ist vollstreckt und 
damals in der deutschen Presse ver- 
öffentlicht worden. 
Nach dieS6ID misslUlIlgenen An- 
schlag versuchte Otto strasser - noch 
immer im Dienste der dama.ligen ts.cl;1.e- 
chischen Regierung - einen neuerlichen 
SprengstoffamschIag, der auf einer Ver- 
81I1sta..ItUlllg der NSDAP zur Ausführ'1.1ng 
gelangen sollte. Er bediente sich dieses 
Mal semer engsten Mitarbeiter, des 
ehemaligem Hoteldieners K8.l"1 D Ö P - 
kin g UIIld des Kaufm8IDJDS Helmut 
Kr e mi n. Auch dieser neuerliche An- 
schlag missglückte. Die Höllemnaschi. 
nelI1, die nach DeutBchIand gßlbracht UIIld 
auf den Bahnhöfen in Dresden und 
Leipzig aufbewa.hl't warden waren, 
konnten sichergestellt 
den. Döpking 
UIIld Kremin ,wurden a.m 25. Mai 1938 
festgenomme.n und durch Urteil des 
Volksgerichtshofes a.m. 22. September 
1938 zum Tode verurteilt. 
Schon im Herbst 1938 versuchte 
Stras.ser V'OIIl Prag aus, ein neues Atten- 
tM zu organisieren. Nach dem. sturz 
vOO Benesch verliess Strasser Prag und 
trat nUlIl in eng s t e B e z i e h u n R 
zum britischen Geheimdienst. 
Auf Weisung seiner neuen Londoner 
Auf trag- und Geldgebe.r gelang es ihm 
nunmehr. den dritten verbrecherischen 
Attentatsve.rsuch auf das LeIben des 
Führers ausführen zu 18.S8en. DiesMmaI 
ha.t nun wirklich nur die Vorsehun
 
das volle Gelingen des ve.rlbrecherischen 
A:nschlages i;n sei/ner ganzen grauen- 
haften Endzielsetzung verhindert. 1]1 
der Nacht vom 8. zum 9. November 1939 
versuchte der Verbrecher EIser in d
1 
Nähe voo Konsta.nz in die Schweiz zu 
JM1aalJZ'e1[). dabei wurde er v8l'lb.a.f.t.et.
		

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			HAUPTGESCHA.FTSSTELLE. VERLAG und SCHRIFT- 
LEITUNG: Thorn. Katharinenslr. 
. TEL.. 1108/09 Für 
unverlangt an die Schriltlettung einltesandte Manustrlp- 
t. und Bilder wird teine Haltung ühernommen. Moaatl 
BezngspreiS RM 2,50 zuzüglich Postzustellgebllhr Liefe- 
rungs-und sonstige Verbindlichkeiten treten bel Vorlieeen 
höherer Gewal' ausser Kralt. 


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Die heutige Ausg.be 
um....t 8 Seiten 
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Preis 10 Reichspt. 



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Amtliches Organ der 


Im Verlag 
,StnnliQ
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N 5 D A P, Kreis Thorn 


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Hr. 56 


· 1. Jahrg. 


Herausgeber: WQlhelm Zarske, Da..zlg 


.ei I enlalsversuche auf den 
Führer unternahm 0110 Slrasser 


Weitere EnthüHungen der Gestapo über den hartnäckigen Grossverbrecher 


ß e r I i n, 23. November. 
Der "Völkische Beobachter" gibt ein 
Leoonsbild des Organisators des Mün- 
ehener Verbrechens, des berüchtigten 
Emigranten Otto Strasser: 
Otto Strasser ist der sachliche Orga- 
nisator des Münchener Verbrechens. 
Sein Lebensweg ergibt ein klares Bild 
eines an Charakterlosigkeit selten kon- 
sequenten Emigranten. 1897 in BiC'ken- 
dorf (Bayern) geboren, ist er der Bru- 
der Gregor und Paul Strassers. welch 
letzterer wegen homosexueller Verb re- 
ehen ins Ausland emigrierte. . Der Be- 
ginn seiner politischen Tätigkeit sieht 
ihn im Jahre 1919 als übeneugten So- 
zialdemokraten. der nach kunem Stu- 
dium der Volkswirtschaft die Leitung 

nes sozialdemokratischen Bür(16. .über- 
nimmt während des 
P.pai6-.. ist er 
Führer einer ?"o?PS
tisc

 Hundert- 
schaft. Als nationalsozialer Revolutio- 
när. dessen Gründe nicht weltanschau- 
lich, idealistisch und selbstlos waren, be- 
müht er sich als Hauptschriftleiter 
ainiger Zei tun gen seinem Geltungs- 
drang und seinem zügellosen. Ehr- 
geiz entsprechend im Rahmen der 
NSDAP eine besondere politische 
Rolle zu spielen. Der Revolutionär, 
dem das Wort . ..GemeinnutT6 geht 
vor Eigennutz" ein Fremdwort geblie-- 
ben war. der sich nicht einfügen konnte 
und seine Ziele nicht erfüllt sah, verlie8s 
so, um dem drohenden Ausschluss aus 
der Partei zu entgehen mit der bekann- 
ten theatralischen Erklärung, "Die So- 
zialisten verla.ssen die NSDAP" die 
Partei und gründete die sogenannte 
"Kampfgemeinschaft Revolutionärer 
Nationalsozialisten". Später führte ihn 
der Verräterweg mit dem. Meuterer 
Stennes zusammen. Der erhoffte Ein- 
bruch in die NSDAP gelang nicht, s0- 
dass lediglich eine kleine Aussenseiter- 
gruppe zustandekaDL 
Im Jahre 1933 emigrierte StrMser 
zuerst nach 'Vien. Als ihm auch in 'Vien 
der Boden zu heiss wurde, flüchtete Otto 
Strasser nach Pr a g, wo er sich unter 
Al)sb'eifung des Scheines des Idealisten 
als ein fiir Geld gedungenes Subjekt 
. fremder Nachrichtendienste und Organ 


der mit ihm täglich verkehrenden jüdi- 
schen Emigration eindeutig als Kauf- 
anbot. Seine Prager Zei tung hiess 
bezeichnender Weise .,Die Deut- 
sche Revolution", Geldgeber war die 
damalige t s c h e chi s ehe Re g i e- 
rung Benesch. Es steht nicht. fest. 
ob zu jener Zeit Otto Strasser selbst 
auch nur im geringsten noch an die 
Möglichkeit einer Revolution glaubte. 
Strasser lebte jedenfalls seit Jahren 
schon aueschliesslich VOll den Geld.zu.- 


festgelegt sind. hat damals dietranzö- 
sische Regierung diesen Plan abgelehnt, 
da sie durch den geplanten Juniputsch 
1934 eine grundlegende Umstellung im 
Reich erhoffte. Im übrigen kamen schon 
damals die gleichen Gedanken znm 
Ausdruck. die später den Verhandlun- 
gen mit den Leitern des englischen Se- 
cret Service in den Jahren 1938139 zu 
Grunde lagen.. 
Im Rahmen seiner verräterischen Tä- 
tigkeit setzte Ot1o Strasser einen in Ja- 


Der Funkverkehr -der Gestapo mit 

. dem britischen Geheimdienst. 
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 . ...- 
 
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., B e r 1 in, 22. November.. tigen Engla.nd geben. Dieser Verkehr der 
MIt dem von den Vertreteria des brUI- deutschen Sicherheitspolizei mit der briti- 
schen Intell1gence f$ervlce den H-Führem schen Regierung, bzw. _ dem englischen 
als den vermeintlichen Abgesandten einer Secret Service in London wurde am 22. No- 
innerdeutschen Opposition übergebenen Sen- vember 10.10 Uhr von unserer Seite mit fol- 
der gelang es unter Benutzung des von den gendem Abschluss-Funkspruch beendet: 
Vertretem des L S.. Kapitän Stevens im ,,Auf die Dauer Ist die Unterhaltung mit 
Haag, den Beamten der Sicherheitspolizei eingebildeten und törichten :Menschen lang- 
ausgelieferten Gehewoode. die Verbindung wellig. Sie werden verstehen. dass wir ab- 
mit der englischen Regierung, bzw. dem bri- brecheu. Es grllsst herzlich die euch wohl- 
tischen ..lDtelllgeace Service" aufzunehmen geneigte "deutsche Opposition". 
und voll e Z1 T 8 I e 8 u f r e c h t z u er. Die deutsche Gestapo." 
hai teD,," - Da die Aufdeckung der englischen Spio- 
Der Inhalt der dabei gewechselten Funk- nageaktion trotz der deutschen Veröffentli- 
sprüche mit der vermeintlichen Revolutions- chung um diese Zeit anscheinend der Funk- 
gruppe in Deutschland ist e ben so auf - stelle des englischen Geheimdienstes noch 
s chI u s s re ich wie d u m m. Sie wer- nicht bewusst geworden war, haben die bei- 
den bei ihrer Veröffentlichung einen Ein- den englischen Funker In man und 
blick in die t r 0 s t los e Gei s t e 8 ver - Wal s h auch diesen letzten Spruch noch 
f ass u n g der regierenden Schicht des heu- ebenso bieder wie stupide quittiert. 


wendungen ausländischer N achrich ten- 
dienste unter dem Veuprechen. in 
Deutschland eine Revolution zum Wege 
zu bringen. zumindest aber den Führer 
zu beseitigen. 
So machte er im Juni 1934 eine Reise 
nach Parif', um die franzÖsische Regie- 
rung zur U n terstü tzung eines Pu t- 
s c h e s i m S aar g e b i e t zu bewegen. 
durch den die Saarriickgliederung un. 
möglich gemacht werden S()llte. Nacb 
seinen eigenen Angaben. die in dem 
an anderer Stelle veröffentlichten hand- 
schriftlichen Brief dokum.en tarisch 


hori bei Prag mit Unterstützung des 
tschechischen Nachrichtendienste8 ge- 
bauten sogenannten Fr ei h ei t s s e n- 
der an. der neben der propagand
- 
stischen Arbeit sßhon damals für die 
Attentatsabsichten Ot1o Stra.ssers und 
seiner Helfershelfer Parolen gab. So 
schlossen Zr. B. fast alle Aufrufe mit der 
immer wiederkehrenden Aufforderung, 
dass .,Adolf Hitler sterben müsste." D
e 
deutsche Regierung hat damals OffI- 
ziell von der tschechischen Regierung 
die Beseitigung dieses zum Morde an 
deutschen Regierungsmitgliedern auf- 
fordernden Senders gefordert. Nachdem 
die tschechische Regierung behaup
te. 
von der Existenz dieses Senders keme 
Kenntnis zu haben. wurde ihr der 
Standort des Senders genauestens be- 
kannt gegeben. Da Herr Benesch natur- 
gemäss auch dann nicht bereit war, den 
vom tschechischen Gelde aufgezogenen. 
Sendedienst einzustellen. musste von 
deutscher Seite selbst ein- 
g e g r i f f e n wer den. um. diese fort- 
gesetzte Mordpropaganda zu unterbin- 
den. Zwei H-Führer des Sicherheits- 
dienstes haben dann befehlsgemäss am 
26. Juni 1935 diesen Sender 
rstört. 
In Vollzug der ihm von seinen dama- 
-ligen Prager Geldgebern gegebenen 
Aufträge versuchte nun Ot1o Strasser. 
die gesendeten Parolen auch praktisch 
zu verwirklichen. 
Strassen frii11et"e Attentats- 
pläne 
. 1938 fanden Vorbereitungen fftr den 
ersten Sprengstoffanschlag statt. Er 
soWe arsprIingUch Im Olymplastadioa 


So sah das Empfangsgerät des 
britischen Geheimdienstes aus 


Berlln. ZZ. Nove:mbeir. 
Der Send
. den die Verbrete!" du bri- 
ti...-.chen ;.Intel1igence Service" den varmeiJ:llt,.. 
lichen deu.t9Chen Revolutionären 'Ü!b
glV 
be.n. ist i,n einem 6chwa.nen Gehäuse ver- 
schliese'boa.r untergebracht. Das Gerät W1iIrd 
einenseim wie ein Rundfu.nkempfä.nge-r sm. 
eine StOOkdose a,nogeschlOEL
 a.'!1JdesreI"5'&its 
BIll eine gute Rundfun.k.amtenme. Wegen 
seiner kleinoo Ausmo3.&Se von 20 mal 20 
maJ 25 Ze.rutimßlte.l'iD u.nd 6einen geringen. 
GEm-ichteEI von ca. 12 KdlogQ'la.mDl :lta.run er 
UDJauffällig ul1'tergeobrochrt werde,n. Es iet 

mit d'M geeignete Gerät des &chW'M"ZBMl- 
ders. 
Dar S-Ml.der im qt1l9.n-ge6t&ueI"t, 2IW'&istu- 
fig und hat eine LeitS'tung von ca. 20 Wat.rt. 
Die Röhl'e.niDf!6Chiok'UalS ißt eiiIle Röhre 6 V 6 
. und .7JWei Röhren Ei L 6 E. Mit ihm können 

 
w:h.J1 &'

 
en. 
 


Einze1lteile. wie KlQIDd.eInea.toren. 
O!'- 
omatOll"en. Schal1er usw. simd rein en.gli- 
&chen Ul"sprUIlßlS, mit Auenahme de.r Vell"- 
wend
ten Metaalröhren. Die Röhren, die 
01>00 echOOl näher bezeichnet silnd. sind 
a.meri1kamiecher HesrkUlDlft. Der Aufbau 
verrät, d'aM das vorlieg emde Gerät k ein e 
Ein z e I a n f e r t i gun g. also kein Ba.- 
stelgerät ist., son.dern. in mehrfe.cher Aue- 
fertigung existieren ml\.18S. Bel dies.em Ge- 
;rät ist OOwue.st auf jedes l'Ill!!tM.Imem.t ver- 
zi(:htet vvord-an. Mam bebaU silch mit leicl1tt. 
auswecheelba.ren R€EIOrli1b8JJ1IZ-Lämpohen. Die 
Bedienunjl; darecheri.scheD 
Ansch,lages in selIDer ganzen grauen- 
haften Endzielsetz\1Jng verhindert. ItI 
der Nacht vOllIl 8. zum 9. November 193
 
versuchte der VeTloo-echer EIser in dt1r 
Nähe von Konstanz in die Schweiz zt; 
gela.ngen. dabei wurde er verhaftet. 
0"0 strasser, der auf die Ankunft 
seines Werkzeuges gewartet hatte und 
nunmehr nach U Stunden erfuhr, dass 
der Anschlag auf den Führer doch wie- 
der mlssglilckt, der Täter selbst an- 
scheinend beim Ueberschreiten der 
Grenze abgefangen worden war, verUess 
daraufhin am 10. November die 
Schweiz, um nach London zu seluen 
Au1traggebem zurftckzafahren. 
Sechs deutsche Bumbet" über 
den Shetlandinseln 
Am ster d a 00, 23. November. 
Wie wir ergänzend zu unseren an ande- 
. rer Stelle wiedergegebenen Meldungen er. 
fahren, sind gestern über den She
land- 
inseln erneut 6 deutsche Bomber erschIenen 
Sie warfen mehrere Bomben ab, durch die u 
a. ein britisches Flugboot zerstört wurde. 
Von 11,35 bis 12,35 Uhr gab 68 in Nord. 
frankreich Fliegeralarm. 
Ein italienischer 7000-'I'onnen-Dampler 
lief an der englischen Südostküste auf ein
 
Mme. Er konnte sich trotz schwerer Beschä- 
digungen über :Wa.sser halten, bis Hilfe her- 
baikB.lPo
		

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			OIUfER t-tuaJ:UaT" 




 23. November 193t1. SeIte 2. 


DIe Neutralen ZIR" Enttarvung des ."lnteHiget1Ce Service" : 


"Der Gipfelpunkt des politischen 
Gegenwartsdramas!'1 
Die LeIstungen der Geheimen Staatspolial werden allgemein bewundert 


S t oe ik hohn, 23. November 

 Au1dec!kUlI1g des von den Bea.uf- 
'tragten der britischen Regierung ge- 
8Chmiedeten Komplottes 7JUT Beseiti- 
gumg der deutschen Führerscha.1t im 
Zusammenhang mit der IGärumg des 
Münooener. Sproogstofl.wnschl.agea hat 
im gesamten neutralen AuaJsnd grös.9- 

 Aufsehen e:ITe8t und w1.rd als ge- 
1m1tige Sansa.tion bezekbnet. . Die 
groose Stock.holmer ZeitUJl1g ..Af'ton- 
bIadet.. fa.sst den tiefen Eindruck, den 
die il"asche 'DIIld grilJndl.iche Ar!beit delr 
deutschen Geheimen Staart.spdH.zei, 
deren Leisbumge.n alilg€lIIM!lin bewundert 
werden. in den Ineutra!len Länderm. hin- 
terJ.aSgeID. h8Jt, im. die Worte zusammtm: 
..DIe deutschen MItteilungen enthftll- 
Ren eine DramaUk von phantastischen 
Ausmassen. Es sei der Gipfelpunkt In 
&tem. grossen Gegenwartsdrama, das 
sich vor den Augen der Mitwelt ab- 
&piek. 


. 
Ne w Y o;r k, 23. Nowmber 
Die New Yorker Blätter sind be9oo1- 
lIers !beeindrudkt von der EnthüUumg 
der bri'U.schen Terroristen-Tätigkeit im 
Ha88. Es wiird he1"V'Ol"gehoben, dass 
Otto Strassar in den T.a.gen n
h dem 
Attentat im. Lcmdon erwartet wm-de. 
M&n müsse 8.IIlrn.ehmen, zur &ri.ch t- 
I!Il'Stattumg ülber den Erfolg des An- 
te.b3.ages. - 


'* 
Bei g:r a cl, !3. Novmnlber 
Die Belgrader Zeitlmg "Vreme" 
6ringt an erstar SteMe eilne MeildUlIlg al1B 
Paris, derzufolge Otto Strasser dem 
,,/paris Soir" gegenü!ber ßllei,ch na..ch den 
ersten Nach:rkbten über d&'3 A tten1at 
JOO.usser.t habe. dass die s das Wer k 
.. e j In e Ir. F iI" e U lJl d e sei. 
* 
"EIn Meisterstück 
iIer Geheimen Staatspollzet" 
Rom., 22. November. 
Die AnJdeclrong der Hintergründe 
hs Attentats von München n.n.d die 

rii£isen Ergebnisse der bisherigen amt- 
.ch
 Untersuchung werden von der 


römischen Presse unter grÖ6ster Anf- 
machung anf der ersten Seite veröffent- 
licht. In hiesigen politischen Kreisen 
hat man mit lebhafter Genugtuung da- 
von Ken.n tnis genommen. dass es der 
deutschen Polizei in kürzester Zeit ge- 
lungen ist, des erbärmlichen Attentä- 
ters habhaft zu werden und den unwi- 
derleglichen Beweis dafür zu erringen, 
dass der Intelligence Service hinter dem 
ruchlosen Anschlag steht. Geradezu ei.n 
MeisterstüClk der geheimen Staatspoh- 
zei sei auch die Verhaftung des Leiters 
des englischen Geheimdienstes für 
Westeuropa und eines seiner engste.n 
Mitarbeiter an der deutsch-holländI- 
schen Grenze. 
* 
Kopenhagen. 22. November. 
Die deutschen amtlichen Mitteilun- 

n über die Aufdeckung des Münchner 
Anschlags, die Verhaftung und das Ge- 
ständnis des Taters. sowie die Feststel- 
lungen über die englischen Hinter- 
männer werden von dpn dänischen 
Blätter.n in vollem Wortlaut an der 
Spitze der Morgenausgaben wiedergege- 
ben. Die dadurch erneut entlarvten ver- 
brecherischen Methoden des britischen 
Geheimdienstes haben in der dänischen 
&völkerung einstimmige Entrüstung 
hervorgerufen. 
* 
S 0 f i a, 22. Nwvember. 
Die Erklärungen des Reichsführers 


U. Himmler über die Verhaltung des A
 
tentäters von München und die Hinter- 
gründe des Anschlages stehen am Mitt- 
woch im Vordergrunde der Morgen- 
presse und des allgemeinen Interesses 
der bulgarischen Hauptstadt. Die Blät- 
ter veröffentlichen die Nachrichtf1n in 
grosser Aufmachung und an erster 
Stelle. In den Ueberschrifte.n tritt der 
aufsehenerregende Umstand hervor, 
dass der Attentäter mit führenden VeT- 
tretern des englischen Geheimdienstes 
in Verbindung stand und dass der 
Sprengstoffanschlag vom ..InteJIigenee 
Service" unter Beihilfe von Emigran- 
ten organisiert wurde. 
* 
Otto Strasser hat sich nach 
England begeben 
B e r J. i 111, 22. November 
Eiln 'bezeichnendes Licht auf die 
Hintergründe des MÜJI1chene:r Attentats 
U/Ild die enge Zusammenarbeit zwischen 
Otto Stras.ser und" dem britischen Ge- 
heimdienst wirft die Tatsache, da.ss be- 
reits am 16. November d.ie Agenrt:m- 
Stef.ami aus Ber:n meldete, es werde iIn 
dortigen Krei,seIl davon gesprochen, 
dass otto Strasser, der &ich in der 
Schweiz aufhie'lt, in das MÜIIlchener 
Attentat verWiokeLt sei. Daraus erlden Schritt Mlt- 
echliesst. nachdem es die britische Marine 
nooht fähig iet, für eine sichere Schiffahri 
in ihren GewABsern Sorge !tu tragen. 
Die Schu
d an den Schi
fekat8Strophen 
a.n der engliSchen Küste trägt in erster 
Linie der Maulheld Winetoo Churchill, der 
trotz besseren Wissens die englische "SM- 
herrschaft" rühmt, der die neutralen Schiffe 
mit Zuckerbrot und Peilt&che in die britl, 
sehen Koo.trollhäfen lookt und danrl,t in die 
eigen tUche Gefahrenzone erst hineinlotsl 
Die Schuld trägt daneben die ganze briti- 
sche Regierung, d-m diesen Krieg; mutwillig 
erst Vom Zaume gebrochen h8lt, um ihn 
dann nicht mit militärischen Mitteln gegen 
Deutschland, 8O'IJdern mllt der Aushun- 
.. . .. >gerungewaffe gegen die u.nschuldigen 
1'" Vorerst mussen dIe Geg",,",-satze Frauen und Kinder aller Festlandsvölker 
J'JWis.chen. UIl18 und den an der Zusam- zu führen. Haben wir England oder haben 
mena.rbein AufBi'ChtBbefu.ognieseI1 des bri- 
schen Ansicht, daSlS sf.ch Interessen- 
gegem.sä:me zwischen den beiden VöIl- 
ker.n kaum denken lassem und dass die 
ru.s.sisch-ungar.ischen Ve:rbindUlIlgen a.U!f 
wirtschaftliehem Gelbiet stark ausge- 
baut werden körunten. 
Da Ulllg.a.r:n ni.cM am 
riege teil- 
nehme, hätt.en sich seine Beziehungen 
zu Frankreich UIlld Eingl8Jl1d nicht ver- 
änder.t. Hierbei gab Graf Cs-aky der 
HoffnulJlg Ausdruck, dass die Presse 
dieser Lä,nder die - wie er sagte - von 
den HeI'1"em Benesch umd OsUSlky ge>lei- 
tete Agitation in der Beleuchtu;ng be- 
WIOO"te die aus der Märchen- und Fa- 
bel weh Jor 20 ..Jlren durch die nüch- 
terne WIrklichkeit geruckt wurde. Es 
müsse festgestel,lt werden, dass in brei- 
ten Schichten der UIIlgarischen Oeffent- 
Hchkeit die Tatsache starke Beden:ken 
ausgelöst harbe, dass übe r die 
"Ts.c h e 
h 0- S 10 Wa k ei" Erklärun- 
gen laut. werden, &ls ob die verflosse- 
nen umglücklichen 20 Jahre ;noch im- 
mer nicht genÜgt hätten, Erfahrungen 
zu sMn.mellll. 
Das kürzlich mit der SloWakei a:b- 
geschlossene wirtschaft.spo1iti.sche A'b- 
kommen könne zum Ausgangspunkt 
einßl" erneuten Besserung der Beziehun- 
gen zwischen den heiden Nachharm. 
werden 


Buenos Air'ee, 
. November. 
Die argentinJsche Regierung hat gestern 
besehJossell, den gesamten Ezport nach 
englischen und franzlslschen Häfen mit 
Rticksicht auf die starke Gefährdung der 


6raf [saky über Ungarns Aussenpolitik 
Betonung der tnditioaellen herzlichen Freundschaft zum Reich 


B 11 d a p e 8;t, 22. November' 
:rm Rahmen. der Deba:tte über den 
Hs:ushMt des A'ossenro.lnisteriU'IIlS gaID 
&m Dienstag Aussenkomm.issa:r Graf 
Csalky im Abgeordnetenhause einen um- 
:fassenden Rüdklblic'k über die SteUUlng 
1md die :PIrdIi1em(J Utnga:1'1I1B in der se- 
genrwiLrtigen. Welt1age. 
Die ungarlsche Nat10n habe m.tt 
auJrlchUgem. DaDk die vom &teutschen 
Ffihrer In seiner ßI'OSSI8n Rede vom 
&. Ok.tober an Ungarn gerichteten 
lreundschaltUchen Worte aufgenom- 
men, mit denen er die tmdiUonelle herz- 
Hche Freundschaft und. die EndgfilUg- 
keit der deutsch-ungarlschen Grenze 
festlegte. "Im heutigen gigantischen 
Ringen der deutschen Nation wollen 
wir ffir keinen AugenbHeik vergesse n", 
sagte Graf Csaky, "d:ass die Sßhne dieses 
grossen Volkes bn Weltkrieg zn Tau- 
senden mit den Unseren an den unga- 
rischen GreDmn gefalle lind.. Doch 
haben .fiberdies die bitteren Ertahnm- 
gen &ter nahen Vergangenhett UDS auch 
die Lehre eI:i1geschlrlt, was eiDe &hwll- 
chung &tes Reiches lfir gftDIZ EuT0p8 be- 
deuten wO.rde. Vom ungarischen Oe- 
dchtsp.1mikt BUS konnten wir sehen, wie 
tUe StfirkUIDß des Deutschen Relehes 
die Vermehrung umJel'eS eigenen 
Landes zur Fo1ge hatte, Indem sie na- 
tll.rHcherweJse die Al1flllsnng des kftnst- 
Uch zuJUllrm:me ngefilDten tschecho-slo- 

hen Staates herbe1ffihrte, 
Mit It.aJien veroialdeUnga;m vertrau- 
teste Freundschatt. Ulllg.ams Verhältnis 
ZU 1ugoslawien sei in erfreuUcher Bes- 
serung begriffml. Die Ent.wicklUiIlg des 
befreumdet.en Bullgarien werde vom 
Unga.mJtum mit aufrichtiger Sympathie 
verfolgt. RumAmien gegenüber habe Un- 
ga.m die IlIl'Irtiartive ztm" En:tgiftung der 
Atmosphälre 1JW'ischen den "heiden LäJn- 
dem ergnffen
 
Zu der Frage einer s 11 dos t eu r 0- 
päfsehen BlockbildulJlg betont.e 
darI Mia:Iäster: "Wi.r Bind iber>eit., mit je- 

m-r-nlft mm Wohle des Friedems zu.. 


sammen.zu.a.r1be.iten., Wie wir es des öfte-o 
rem. bewiesen h8JbEm, doch hat eine 
event.ue:l'le Zusammen8J'\beit von ständi- 
gerem Charaklter UJnserEmSei1B zwei 
Vorbedi-ngungen: 
1. Sie kSJIm sich ifl
.cht gegen dritte 
Sta..aten richten.. 


ti8eben Se9räuberetla8lt9B u'l1'terwerlen, H. 
ein Teil} jener Schuld 8JIl den. 
tör,!ngen 
des MmenikIrieges beschlossen. WliT fuhren 
Krieg gegen Englt8.lI1d mit a.Uen Mittel;n, 
die E'm.gIan.d 6Iuch gEIgen UJDS wn
ood
 
Seine BamlDgutIfBUI bea.nty,'OO'ten \Wir 
 
UU1ßerer BanngutliBte, seimen Hand

 
mit drem UII1S>eII'eD, seine KOIIlIbrolle und 881- 
n
n MiJmmkrieg ebea1Bo. DaBS wir mitt Mi- 
nen bea991' umgehen kÖ11!nen a.ls die Eng.- 
li.nde:r, ist nur der allgemeinen Anerkeo- 
n'UIlg wert. Mögen. deshalb die n-eutNl>I
 
ScJIiffske.pitä.ne Seewege oonurttlen, diI 
nichrt im Kriegegebiet, d. h. in d-er Nähe dBII 
engliBch8ll Küste liegen. Mögen sie unsert- 
wegen Il8tCh d>e>u.1schen Häfen flahiNm, da be- 
k8JIliJ1tHch der V-er'kehr auf doo von UM ge- 
6chii'fmten Teilen der NocdBee 90Wlie auf d91 
()s,fJgee völ!lig gefahrlos ist. 


Abennals deutsche Flieger 
über London 
Am,.terdam. 2:
, No,"emb
r. 
Nachdem erst am Dien
tag LondoD 
durch deutsche Flieger aufgeschre.ckt ,,,ur- 
des hat sich der Besuch deutscher Luft. 
streitkräfte tiber der englischen Haupt. 
stadt, wie Reuter meldet, wiedel.hcU. Aber. 
mals wurde, da die Flugzeuge ganz ü"er- 
raschend erschienen, kein Alarm geg,
ben. 
Die deutschen Flugzeuge flCigen, wie auch 
am Vortage, sehr niedrig tiber Lond'JJ\ da- 
hin sodass das völlig tiberraschte Pn1}l1- 
k
 auf den Strassen und Plätzen die 
eisernen Kreuze auf den Maschinen deut. 
lich erklßltDen Iwnnte. Wie ReuteI' fen!er- 
bio mitteilt, setzten die deutschen MU'Ichi- 
nen, Dachdem sie lAngere Zelt übe:. :t.on- 
don gekreist hlUen, ihren Flu" ins Innere 
Englands fort. Das englische AbwehrleueJ 
blieb v6lUg unwirksam. 
* 
Am 8.t erd a m, 22. November. 
Die Tatsache, d8B5 deutsche Flugzeug
 
nicht nur über den südlichen Graf&chaften 
England,;. son
1"ern auch über London und. 
den Ork.neys gewesen sind, hat in der eng- 
lischen Oeffen.tlf.cMteit starkes Aufsehen 
erregt. Die Londoner Morgenblätter berkh- 
ten il\1 g>rösster Aufmachung und in &ll
r 
Ausführlichkeit über diese rege deutsche 
Lu
ttätilgkeit. Die Blätter bringen eine 
n- 
ze Reihe von Augenzeugenberichten, 11. a. 
von Londoner Eitnwohnern, die beoba.chte- 
tel!., wie ein hoch über London fli
endee 
deutsches Flu
ug von Flakartillene u!1- 
ter Feuer genommen wurde, Aus den SchIl- 
derungen von Bewohnern e1ldöst1ich
 
Küstengebiete geht hervor, dass nlllr WIll! 
durch ein Wunder keine Verluste unter der 
Zi.villbevölkerung durch die GranatspIHter 
der Fl8lk enltetanden sind 
eilnd'ügen 


Japan betOftt Entdands Schuld 
an den SchIffskatastrophen 
A.m 8 t erd a m, 22. November 
Der japanische 12 000- To.-Dampfer 
Terukuni Ma.rn" ist. am der Ostküste 
Engl.amd8 auf eill1e eng.lis.che Mine ge- 
laufen UIlld gesunken. Alle Passagiere 
UIIld die gesamte Besatzung konnten ge- 
:rettet werden. Mehrere Boot.e mit Ge- 
retteten sind bereits gelandet, andere 
siJnd UIIlterwega. 
Am M()IThtag ist der 329 TOIr1m.en g.rosse 
Trawler "swea.pea.r" auf eine englische 
MiiIle gelaufen. - Die M.ann.scha.ft 
.ke.rlain erging sich darauf in 
weitschweifigen AusführWlgen über die 
Bestimmungen des Minenlegens. Er 
sprach von elementaxen Fordet'Ull1gen 
der Menschlichkeit, die DeutS>cM8.Jßd 
missachte. was sich im MUIllde Cham- 
berlain
, der für den Krieg gegen deut- 
sche Frauen Uind Kinder verSlJ\rtwort- 
HoCh ist, besonders erh
bend .BIl1hört8. Im 


Zusammemha.ng mit diesen VorwÜrren 
erkJäJ..te der britische Prem.ie.rminist
., 
dass Seiner Majestät Regierung ctie.l'E 
von ihm im pathetischen und heuchle, 
ris.chen Ton angeprangerten I-
riegs- 
methoden nicht ohne \V i e der v e l
- 
gel t u III g zu ,lassen. 
"I
h darf das Haus daran erin.nPI'n. 
dass im letztell1 Kriege die Export.güter 
deutscher Her:kunft oder deut5che-n Be- 
sitzes als "gerechtfertigte RCI'reSl'R I i 1'" 
für die U-Bootangriffe auf Handel:,,- 
schiff.e der Beschlagnahme auf hohel' 
See unterworfen wurden." Chambcrlainl 
kÜndigte sodann am. dass die rJ'i!isch-e 
Regierung zu dem Entschluss gekom- 
men sei, die beiden Massnahmen jetzt 
gegEn den deutsrhen ExTtort, der be. 
k8lJ\ntlich auf den Sc Ii i f fe n der 
Neutralen vor I!icb g.eht und in 
erster Linie die NeutrAlen trifft, iM 
Kraf:t zu setzen. Eine solche V erordn
 
würde demnä.cllet he.ra u.()m
		

/Czasopisma_001_01_424_0001.djvu

			Beftp 3. Donnmmag, %3. ft"ovem'ber "nB1, 

 - 


THORN 



arife für Auto-Garagen 
T h 0 r.n., 2:3. November 
Für die Auto-Garagen in ThoTn sind 
jetzt neue Miettarife erlas.se:n worden, 
die einheitlich nach der Beschaffenheit 
der einzelnen Rämne geordnet s.ind. 
Für eine einfache Garag>e zahlt ma'11 
12 Zloty, für Garage mit Wascheinrich- 
tumg 15 Zloty und wenn noch Heizung 
dazu k,()IffiiIIl't, beträgt die Mioete 20 Zloty. 
Für ganz komfortable Garagen mit 
Wascheinrichtung, Heizung und GruJbe 
macht der Preis 30 Zloty für den Mo- 
nat. Weitere Bestimmungen sind im 
'leutigen Anzeigenteil der "Thozmer 
""reiheit" naehzule&elI1. 
* 


Standesamt Thom 


'\ 


vom 22-23 November 
Gestorben: Andreas Sikorskl, 
Ta
b
tr. 7, 4
 Jahre alt. - Theodor Na s t, 
Abiturlent, Welsshöferstr., 19 Jahre alt. - 
SaloI11a R u t k 0 ws k i, Brombergerstr. 31 
82 Janre alt. - Theodor GI ins k 1, Schowe- 
rinstr. 69, 62 Jahre alt. - Bogdan G r abo 'W_ 
B k 1, Kurzestr. 3, 4 Monate alt. - There5e 
Malinowski Gosslerstr. 75, 3 Jahre alt. 
Geboren: Landmesser Josef K wap i- 
11 Z e ws k 1, eine Tochter, Lydia. Den Arbei- 
ter Josef K u p c z a k, eine Tochter, Christi.ne. 
* 


ERNENNUNG BEI DER FEUERWEHR 
Thorn, 23. November. 
Bel der städtischen Feuerwehr ist zum 
Obe
BrandingenieurHaTSchae
 
fe r ernannt worden. 


t 


Monatspriiche aus allen G
'tl
n 
Im November, in dem die Son1!e in das 
Zeichen des Schützen tritt, wird der Herz- 
schlag der Natur schwächer. Die Bäume ver- 
lieren ihren letzten Schmuck, Felder und 
Fluren veröden, dunkle nasskalte Tage zie- 
hen herauf, und nicht selten schl.iesst der 
..Nebelung" mit Frost und Schneegestöber. 
Dem Landmann ist der Sclmee, wenn er 
. zu Beginn des Monats fällt, willkommen als 
Schutz der Wintersaat: ..Je mehr Schnee zu 
Sankt Leonhard (6. Nov.) fällt, desto frucht- 
bringender wird das Feld". Doch bringt ge- 
rade das Novemberwetter oft Überraschun- 
gen, so dass man in Mitteldeutschland sogar 
noch einige schöne Tage erhofft: "Allerheili- 

en Sormenschein, tritt der Spätsommer ein." 
im allgemeinen behält der Oberchlesier recht, 
werm er sagt: ..Alle Heiligen sehen sich nach 
dem Winter uml" Daher versichern auch die 
Märker: ..Der Allerheiligensommer dauert 
drei Wochen, drei Tage oder drei Stunden." 
In den rauhen Bergen der Schnee-Eilel heisst 
es kurz und bestimmt: ..Nach Allerheiligen 
Miss (Messe), ist der Winter gewiss, wenn 
er gleich nicht kommen mag, kommt er doch 
zu Martinitag!" Im Harz und auf dem Eichs- 
feld behauptet man: "Allerheiligen feucht, 
wird der Schnee nicht leicht". In Oberitalia. 
3.ber herrscht die Zuversicht: "Wenn die Hei- 
ligen das Wetter verderben, machen es die 
Toten (2. Nov.) wieder gut", und wenn es 
a.rn Allerseelentag regnet, sagen die Dalma- 
tiner: ..Die Toten weinen." 
Ein alte Ueberlieferung, die bei nahezu 
sämtlicben europäischen Völkern in gleicher 
Ft)rm al.lftntt, lautet: 
..Ist an Martini der Buchspan trocken, 
wirst im Winter gern hinter'm Ofen 
hocken, 
ist aber der Span nass und nicht leicht, 
So wird derWinter statt trocken, feucht" - 
Die Mitte des Monats bringt 
! ast im m e r kaI t eTa g e, nicht selten 
msdauernden Frost. Der Venetianer kenn- 
zeichnet die steigende Kälte durch einen 
'1übschen Spruch: 
..An den Toten hüllen sich die Frostigen eIn, 
an Martini tut es gross und klein; 
die schönen Mädchen tuIJ's a.m Frauentag 
. (21. Nov.) 
und selbst die eitlen a.m Katharinentag 
(26. Nov.)." 
Schon a m 23. No v e m b e r sagt der 
Däne: ..An Sankt Klemens fällt sich der 
Winter einen Zahn aus", um anzudeuten, 
wie kalt es oft um diese Zeit schon ist, und 
am Niederrhein heisst die Losung: ..Kathari_ 
nenwinter - Plackwinterl" Auch steht Ka- 
tharina in dem Ruf, Schnee zu bringen: 
.,8a.nkt Kathrin liebt die weissen Kleider." 



 

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An "THORN-130" fehlt noch der 
Rückstrahler 


Auch in unsenn Kreis müssen alle Autos neu zugelassen 
werden 


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in Ordnung sein WIld selbst für die Aus- 
führung des Nummers.chHdes gibt es ge- 
naue Anweisungen. 
nDie polnische Schlampend mUlIs endUch 
aufhören", 
sagt der Beamte :zu U!Df! und bemerkt, daeB 
man gerade über die bisherigen polnischen 
VeI'lkehrsmethoden und Zulassungen ganze 
Strafmandate in Buchform zusammen- 
stellen könm.te. Ert wenn die Zulassung d 
h. die Verkehrssiocherheit erneut beS'tätigt 
die vorläufip;e Thorner Nummer angebl"ach
 
ist, dann be.kommt man bei der Vel"'kehrs- 
aJrteilung de.n }'()ten Winkel und die n.eueo 
P3jpiere. 
Damit wiIl'd em Ueberp;angssta.dium k'UI1'3 
und energisch beendet. Mit den veralte1en 
VeI'lkehrsvorschriften, die hi'erzulande bis- 
her üblich waren versehwinden aUlCh die 
voo;kehrsgefährenden Autos aus dem 
Stra.ssenleben und deutsche Ordnung und 
Verkehrsdisz.ipliln halten ihren Einzug. 


"Chausseefloh" sem aktuell 
T ho r n, 22. November. 
Wer von uns, sei er Thorner oder Dan- 
ziger, hat nicht in FriedenßzeLten, als stole 
ur selbstbeW'tlMter Autofahrer über die 
Klein-Motorfahrz.euge auf de.n LandBtras.sen 
mitleidig gelächelt und gerin
chätzig solch 
einen Chausseefloh mit seinem Wagen sm. 
den Stra.ssenrand gedrückt. 
Doch die Zei.ten habe.n skh geändert. 
Unser stolzes Vehhkel steht gut geschmiert 
im Stall und jene Chauss-eeflöhe beherr- 
Slchen heute die Strassen. Gerade i!n den 
Kreisen des befreiten Gebietes, bei uns be- 
sonders im Landkreis ThoN!., sind ja die 
Wege sehr schlecht und dort kommt mam. 
mit B'Olch eiJD.em leichten Rad am besten 
durch und... apart ausserdem J3enziln.. Am 
pr&ktisch&ten siJD.d die Motorfabrräder. 


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T ho r n, 23. N{)'Vember. 
In Thorn und den ande.ren Kreisen des 
befreiten Gebietes sieht man immer noch 
sehr viele Kraftfahrzeuge mit ungenügen- 
der Kennzeidmunp; im VeI'lkehr. - Viele 
Besitzer solcher Fahrzeuge erhielten nun 
in diese.n Tagen die freundliche, abe.r be- 
stimmte Aufforderung ihren Wagen der 
Poliwi vorzuführen, um folgende Voraus- 
setzunp;en prüfen zu lassen: 
1) Ist es notwendig, dass der Wagen in 
der jetzigen Kriegszeit verkehrtY 
2) Ist der Wagen betriebs- 1100 verkehrs- 
sicher? 
So tritt nun jeder Autobesitzer und alle 
Chauffeure der Firmen, die jetzt noch d3l'lu 
"'erbstrei'l1igune: sän1t1icher -,.ezwungen sind Autos in Betrieb zu haJ- 
Ab-U:J.ssgi-äben ten, den Weg zur Prüfungsstelle 8JIb. 
Denn alle Fahrzeuge milssen neu zugelassen 
T h 0 r D, 23. November. werden. 
!ffi. eme
 heutigen Be.kanntmachung im 
AnZ€lgenteIG der "Thorner Freiheit" wird. DiJe hiesige Prüfstelle befinde1 sich bei 
die Herbstreinigung sämtlicher Abfluss- der Kraftfahrstaffel der ThoMer Poli
i, 
!!'räben,. Entwässerungsgräben, Kanäle und Cul
er Chaussee 44. .. 
Wasserröhren, sowie der Wasserdurch- DIe Kraft
ahrstaffel, deren eIgenthche 
lässe und Ueberfahrten im Gebiete der' A",:.fgabe es lS
, den Wagenpark der Poli- 
Stadt Thorn angeordnet. Die Reinigung z
lO:gan
 betrleJ:>sferbg 
.u haben, hat vor- 
musa 60 durchgeführt werden, dass bis ZUJII\ laufllg dIe techDlsche P:ufung aller neUllU- 
10. Dez.ember sämtliche gen8lThD.ten Eilnrich- zulassenden !,"ah.rzeug
 ubertragen erh
Hen. 
tungen von Schlamm, Pflanzen und frem- Dann erst hamdlg! dIe Ve
e
n!abtellung 

e)J. Gegenstä.nden frei sind und t'im.e (lU) der Staa
hchen Polrunverw8;ltuIl;g 
':!tauung der Gewässer nicht eintreten kaI1D Th{)rn nach Prufung der NotwendIgkeit 
* . des Betroobes die eigentliche Zulassung, 
den roten Winkel aus. 
Ohne roten Winkel darf kein Kraft-Fahr- 
zeug mehr verkehren. 
In der Prüfstelle draussen macht ein 
erfahrener PoUzeimeiste.r von der Stetti 


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'le'ktrische Bäder sowie.auch Inha- 
lationen, Therapie und viele andere 
Heilmittel Deshalb ist der Name Sal- 
zeneck für Ciechocinek nicht zutref- 
fend. Wir wünschen, dass unser Bad in 
Zukunft die Benennung He i Ibo r n 
führen soll 
Auch die mnliegenden Dörfer sollen 
deutsche Namen erhalten. Jedoch soll 
die geschichtliche Vergangenheit der 
Ortschaften berücJksichtigt. werden. 
Letzteres betrifft TI. a. das Dorf 
S 1 0 n s Ir, einer uralten deutschen Sied- 
lung an der Weichsel, zu. Als Ortsname 
wird Slonsk znm ersten Male i.n der 
Geschichte im Jahre 1158 erwiihnt. Da- 
mals war Slonsk eine Ritterburg uJ!d 
Kreisstadt. Im Kampfe Polens mit dem 
Deuts.chen Ritterorden spielte Slonsk 
eine ansehliche Rolle. Auch in der spä- 
teren Geschichte ist Slonsk oft der Mit- 
telpunkt der Ereignisse. Aus geschicht- 
lichen Gründen sollte Slonsk deshalb 
seinen altEm Namen behalten, höchstens 
die deutsche Schreibart des Namens an- 
nehmen, also SchlonS'k heissen. Uebri- 
gens wurde das Dorf auch nie anders 
von nns. Deutschen, genannt. Für die 
umliegenden Dörfer werden folgende 
Benennungen gewünscht: Für Neu- 
Ciechocinek - Wallikaten, für Kumek 
- Kutschke, für Raci
k - SchloBs- 
berg, für W oluszewo - Wollschan, für 
Podole - TaldorL 
Der AU8zug der Kinder 
18 r a e I aus Ciechocine'k nahm in der 
vergangenen Woche seinen Anfang. Nur 
etwa 8 Jude.nfamilien bekamen von den 
Sicherheitsbehörden den Abzugsbefehl. 
Der Rest der Juden verliess den Ort 
freiwillig. Gegenwärtig sind noch etwa 
8 bis 10 Familien Juden hier. die aber 
wahrscheinlich in Bälde ihren Glau- 
bensgenossen folgen werden. 


... 


E. M. 


Drei Hauptschulen wenlen 
geöffnet 
T h 0 r n, 23. November. 
'Dte Hauptschulen Nr. 5, 6 und 10 in der 
Wies9Il5trasse werden morgen, am Freitag 
wieder eröffnet. Die Kinder haben 3bch um 
8 Uhr in dßr Schule einzufinden.
		

/Czasopisma_001_01_425_0001.djvu

			","BORNER FREIHErr- 


Aus dem Reichsgau : 
Griindung der BauIn...... 
B,rombertr 
Bromberg, 22. n 
Auf eineIr ZU/3I3I!IlmeIDIkun!t aller Mei- 
sber des Maurer-, Zimm.ermaam-, KU!IISt8teil1- 
urnd BetongewEn'bes femd im. Bromberg die 
Gründung d'8l" BauiIl'Il:UDg statt. DeAbei 
wulI"d'8 der lI1eue ObermeJster der BaiuinoUlng, 
Basumeoi.eter Ri-chard Mg. e .. k e, in aed!D. Amt 
eirngeführt 1liIlId feierlich vtmpfliJohtet. Die 
Miotg1i
der de!l' Bauinnung beechl
, d:M 
Betlmg, der ill1 der Kaeee der ,pomiechen. 
Ba.uiamurng vorgefunden WU!Tde, der NSV zu 
üben-weiBen.. Dioe amwesenden M-eiBt.er 
elch- 
naten 9:Jda:Im arngemeegeln.e Beträge tmd 
scbu.fen ooanrit dde fiInantriel1e Grundlage 
fÜ'r den Aufbau der InIll11mg. 
Regi
9rbawat Firoe6e 8p1'l8ch 
Über das B1"OII)jb.eorgar Bauprogu-amm d-e6 
näob8teI1 JahTes. Dabei teiLte er mit, dIIISs 
d.ie Stadt eilD.en Betrag zur VEriügung 
stel!!e. um. dde beschla.gna:hmten haJb- und 
d 1 reivieJ'ltel-ferl1igeID Häuser bea;ugsreLf w 
ma.chen. Durch dieee Arbeitem 80Illen die 
Ha.ru:l
ker Beechäftig'UlIlg arhaltlm. Die 
Baui'IJllung wird eich ma dem L
 in 
VerbiIndJung 89!rl.eIIl. um dein Wi.edenwfOOu 
der ml'8törten Gehöfte 8lUf dem l.8I1de 
d'uIrohZ'utüh1'8n. 


Der deutsche Charakter 
des befreiten Ostens 
BIa8 DOue BIlderschrift der BeJch.belm- 
Zeutrale 
B e r I i 11 , 22. November. 
"Deutsche Kultur im Osten" nennt sich 
itine neue Schrift, welche die Reichsbahnzen- 
I.rale für den Deutschen Reiseverkehr (RDV) 
.oeben herausgegeben hat. Mit dem Wahr- 
J:eichen des deutschen Ostens, der Marien- 
burg, auf der Umschlagseite geschmückt, 
kündet sie in Wort und Bild von den deut- 
.chen Kulturleistungen im Osten, die ion 
Eahlreichen Bauten und amteren Kunstwer- 
ken deutscher Meister ihren unvergängli- 
chen Ausdruck gefunden haben. Thorn, 
Bromberg und Kulm, Pelplin, Gnesen und 
8chwetz, Krakau und Graudenz zeigen eben- 
80 die schöpferische Kraft deutschen Wesens 
wie Danzig und Königsberg, Marienwerder 
oder das weltberühmte Ordensschloss Ma- 
rienburg. ..Das Entscheidende der deutschen 
Kultur im Osten" - so heisst es im erläu- 
ternden Text, der die Bilder aus den ge- 
nannten Orten begleitet - ..ist die Reinheit 
ihrer Erscheinung". Im Westen erwuchs sie 
aus dem nachbarlichen Zusammenfluss ger- 
mani'Scher und romanischer Blutströme, im 
Osten jedoch entstand sie als deutscher ko- 
lonisatorischer Wille, von dem die markan- 
ten Burgen, Schlösser und Kirchen des Deut- 
schen Ordens heute noch zeugen. 
Als ein Beitrag zur Aufklärung 'Über den 
deutschen Charakter des nunmehr befreiten 
Ostens wird' die neue interessante Schrift 
Ihren Weg Im alle Welt nehmen. 


SPORT 


Übergangsbestimmungen zum Schutze 
f.ür den Landstand 


Dan z i g, den 22. November. 
Zum Schutze der Land- und Ernährungs- 
wirtschaft im Reichsgau Danzig hat der 
Landesbauernführer R e t tel s k y wichtige 
Verordnungen erlassen, die sofort in Kraft 
treten, aber nur solange Gültigkeit haben 
bis das Reichsrecht im Reichsgau eingeführt 
wird. Dagegen se-tzen aiese Verordnungen 
des Landesbauernführers alle einschlägigen 
polnischen Gesetze und Verordnungen 
aU86er Kraft. 
Die eine Verordnung bringt Durchfüh- 
rungsbestimmungen für die Einrichtung von 
Ernährungsämtern im befreiten Gebiet und 
bestimmt, dass bis zur Einführung des 
Reichsrechts das Landesernährungsamt 
Danzig ermächtigt wird, alle Massnahmen 
durchzuführen, die zur Sicherstellung der 
Ernährung der Bevölkerung notwendig sind. 
Insbesondere hat es Vollmacht, eine vorläu- 
fige Regelung zu treffen über die Erzeugung 
und den Absatz von landwirtschaftlichen 
Erzeugnissen. 
Den Ernährungsämtern im befreiten Ge- 
biet, deren Leiter er ernennt und deren Tä. 



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Ugkeitsbeginn er verfügt, stellt der Landes- 
bauernführer folgende Aufgaben: Sie haben 
für die ordnungsmässige Wirtschaftsfüh- 
rung in den Erzeugerbetrieben Sorge zu tra- 
gen, sowie alle Massnahmen zur Sicherung 
des Anbaus, der Viehhaltung, der Ernte und 
der rechtzeitigen Ablieferung von Erzeug- 
nissen sowie der Bewirtschaftung und Ver- 
teilung zu treffen. Insbesondere haben sie 
für j eden landwirtschaftlichen 
Betrieb im befreiten Gebiet 
ein e Hof kar t e fortlaufend zu führen 
zur Feststellung des Ernteertrages, der Vieh- 
bestände und aller sonstigen im Betriebt 
gewonnenen Erzeugnisse, des dem Selbst- 
versorger zustehenden Eigenverbrauchs, des 
zur Fortführung der Wirtschaft erforderli- 
chen Saatguts und der von ihm abzuliefern- 
den Mengen. Ferner haben sie den Ver- 
brauch zu regeln, zunächst den Bedarf an 
Lebens- und Futtermitteln in ihrem Bezirk 
festzustellen und durch Aufstellung - von 
Haushaltslisten und Ausgabe von Bezugs- 
karten, Einführung von Kundenlisten, und 
weiter für die rechtzeitige und ordnungs- 


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In der Heimat heMen unsere P,llmpfe 
SChOD ID weu1geD WOCb.D babeD II1cb die llilfsmannlcbafteD der deutscbeD lugeud 
ft1' dI. FeuenrebnD Im Altnlcb bewlhrt uDd oft ein. gUlnz.Dde Feuerprobe bestaD- 
d.u. So scblt.sseD lI1e maDcb. Ltl.cke, die durcb Einberufeueu .ntlaudeu 1st 


Die gleiche Mannschaft wie in Bukarest 


BerliDs Stlldtvertretaag gegeD Dandg 


Danzig,22. t!1. 
Sofort na,ch dem g:l'IOe88ID. F'Ilesball.lkampf 
ßeriliJn. 
egen Buk e. r e B t, dar 8IIIl ver- 
gamgenen Sonntag m der ru mll.n,w-.,b OO 
Hauptstadt Bta.ttf8lnd und in dem die 
Reichshauph9täd,tea' nur 1:0 unterl
en. 
W'Ufrde die BerlilD.er Man.nscha.ft fü!r du 
StOOteepiel gegen Dan z i g na.mha4t ge- 
ma.cht, dI!IB ja bek.a.nn.u.ich am 26. November 
1030 iIIl der D8JJ!Liger Al-bert-FomtelI"-Kempf- 
bahn stattfindet. 
1111 BerU,n ist ma.n d'11l1"cha.UiI im Biolde, 
d>B88 dlie emOOJte eportt.lliche BegegD1UII1g m1t. 
D8iIlZiR' auoM dieseemal nicl1t leicht zu neh- 
men ist, ja, man ist dort über die be8lChtli- 
clb.e Verstä.rkumg der DaniLiger Stadtma.nm.- 
schaft dUJI'ch die Hinzu:z.iehu:ng VOlIl Ga8t- 
spiel
 im Billde und dieses kQDlllDlt. in der 
staa"ken M.a.DII1iSCha.fit ZUJID AUßdIrudk, die 
BeMn lIach Da.nzig eIlJtMnIden wirdl 
JwI1. jedecn Falll !könnem wiIr ums zu der 
MI8 BerlilIl gena.nm.ten Mem.nscbaft mIll" b
 
glüC!kwü.f1lschen, deoo d'ie verstä
 DaJD- 
z
er Vertlretumg wird eie IZUT restl06en 
H
 ihre6 KÖThIlell1f! ZJW'iJngen. Be1"ldn 
wird also mit der gleichen S1Jreoi.tma.ch-t den 
Kampf lliuf,nehmeal, wie ver
enen Sc:mn- 
te.1\' in B'Ilikaresl;: 


Jahn 
Appel Krause 
BuchmalIllIJ. BoesiIDaDn Gaede 
ßn.Kel'brecht Gelleech Berndlt Fa.biam. Sa.Mech 
Di-eae Miama1socha.ft stelilt ZUI1" Zeit das 
Stä.-rkste da.:r, WIUI Berlin il!8 Feld zu 8W!:1- 
lan vermag. Diese V&t.ret.'Il1Og haJt iIIl den 
letmen Wochoo K&n,z 8'1"Ck :".'11 8e'bz(III't" mittelifl.t, bat die 
Deutsche Siporthilfe ee,..._
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Valla schuf Weltrekord 
Bluen Deueu Weltrekord Im beidarmi..... 
Drickeu stellte der Wiener ValIa auf. Er 
druückte 115 kg (blsber 11& kg).. 
(Schirnel', NJ 


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1 


Domumrtag. 23. IIcwember tlSt, Seite , 


mAssige Verteilung der Lebens- und Futte!'oi 
mittel zu sorge:p. 
Die zweite Verordnung macht den E!'oo 
werb von Grundstücken genehmigunga.c 
pflichtig, beschränkt also den freien Ver- 
kehr mit Grundstücken im Interesse der Er.. 
nährungswirtschaft. 
Nach dieser Verordnung bedarf die Auf- 
lassung eines Grundstücks, die Bestellung 
eines dinglichen Rechts zum Genusse der 
Erzeugnisse ,die Verpflichtung zur Uebereig- 
nung eines Grundstücks oder die Nutzung 
eines Grundstücks zum Gegenstand hat, 
wenn es zum Betriebe der Landwirtschaft 
bestimmt ist, zu ihrer Wirksamkeit der G
 
nehmigung des Landesbauernführers, der 
diese Genehmigung von Bedingungen und 
Auflagen abhängig machen kann. Gegen die 
Entschaidung des Landesbauernführers gibt 
es keine Berufung - sie ist endgültig. 
Nicht erforderlich ist die Genehmigung bei 
Rechtsgeschäften des Reiches oder einer vom 
Staate als gemeinnützig anerkannten Ver- 
einigung, die sich mit der Besiedlung von 
Grundstücken befasst. Recht.sgeschäfte, die 
zur Umgehung dieser Verordnung abge- 
schlossen werden, sind nichtig. Ist.im 
Grundbuch auf Grund eines nicht geneh- 
migten Rechtsgeschäft.s eine Rechtsänderung 
eingetragen, so kann die Eintragung eines 
Widerspruchs. bewirkt werden. AU,ch Pacht- 
verträge landwirtschaftlicher Grundstücke 
sind genehmigungspflichtig. 
Eine dritte Verordnung führt die öffent- 
liche Bewirtschaftung für Oelsämereien und 
-früchte durch das Landesernährungsamt 
Danzig ein und erklärt alle Vorräte als be- 
schlagnahmt. Aus dem Ausland eingeführte 
müssen unverzüglich gemeldet werden. Lie- 
ferungsverträge werden ohne die Genehmi- 
gung des Landesernährungsamts unwirk- 
sam. Schliesslich wird eine B e s t a n d s. 
auf nah m e angeordnet. 


Aus Darme 
lbJ'en ..eu.ndgsten Geburtstag beging 
Fräul&.in .Aun6dde Kre6m im Altersheim Pe- 
1000000en in Olive.. Sie war bis zum Welt- 
k-ri
 eim hallbeis Jahrhundert als Wlilrtr- 
schafteri.o iIIl g.r0B3M Häu8em in Pe!.e11'8- 
burg tätig geoweeen. 
UJD&Ug ANI_ wichtiger Beblrdea. Der 
St.aa.tBkommiss.aa- für die BeechlJa@moa.hme 
polnischen Vermögems UiIld die Sfllliat&ba:nk 
der F.reiElll Sit&dlt verieg:tan Ül4"e Dien&t- 
r&l.IIIDe VUl H8.lMi&pla
 16 na.ch LalDlgew 
'[.a.rikrb 17. 


MiHionen von Anfragen an den 
Kaufmann 


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z". 
 


B. r 11 n, 16. November. 
Selten sind die Kaufleute und ihre Mitaf'o 
beiter soviel gefragt worden wie in der letz- 
ten Zeit, vor allem aber in den ersten Wo.. 
chen nach Einführung der Bew1rtscb.aftuna 
Der ..Pressedienst des Einzelhandels" be- 
merkt dazu, dass. der Käufer nur selten ei.Doo 
zusehen vennöge, wie sehr das Fragen und 
Antwortgeben für den Verkäufer zu einer 
Geduldprobe werden könne. Der Käufer stelle 
seine Frage zum ersten Mal, der Verkäufer 
dagegen habe sie womöglich am gleichea 
Tage schon 20- oder BO-mal gehört und habe 
gestern und vorgestern zur gleichen Frage 
Auskunft erteilt. Trotzdem die Nerven nicht 
zu verlieren, das werde manchmal 8Cbwer. 
Aber nur weil man sich hinter dem Laden- 
tisch diese Selbstdisziplin im allgemeinen 
auferlegt habe, konnte man dem Einzelhan- 
del bestätigen, dass er in den verfl.ossenea 
Wochen sei ne B e w ä h run gl pro b . 
bestanden habe. Wenn einmal etwas härter. 
Worte gewechselt wurden, 80 se! das die 
Ausnahme geblieben. Sachliche und klare 
Antworten auf Millionen von Fragen, da. 
lei die Regel gewesen. 
Auch für die Zukunft brauchten die Kauf- 
leute und ihre Mitarbeiter die Bereitschaft, 
auf viele Fragen dienstbereit einzugehen. 
Takt und Einfühlungsvennögen brauche der 
Verkäufer heute mehr denn je. Vom Käufer 
werde man erwarten müssen, dass er nicht 
mehr verlangt, als man ihm geben kann 
Auf die richtige Antwort komme es entschei- 
dend an. FB brauche nicht immer eine Aus- 
kunft zu sein, die nn Stil einer amtlichen 
Verlautbarung endgültige Feststellungen 
trifft. Der Verkäufer müsse aber beachtoo, 
1acs seine Antwort b e f r i e d i gen d sem 
müsse und nie 80 ausfallen dürfe, dass der 
Kunde 11m .Jersorgungswilleo des Kaufmann>, 
?weifeln könnte. 


, 


Preisausschret.ben der 
"Sirene" 
Das driOOJltlicht. E8 steht uIl!t.er dem 
Mo1Ibo "Fliegera.l&1"lIl1 - Was :mmY" und 
soll die AufgooEmteilu.n
 im Sel!b6t&chutz 
d.all'8tellen, die l"NI.ge 811so, WI8I8 dieser UJ1I4 
W81S jener iIm F:rnede.n und im Kriege 
pf1icllJtgemÖSl! zu tun 001, dalIni1 in der 
Selb9t.8ch'U!tl7:irom.t !keine Lücke emsteht. Be 
8ind i'llSogeEl8aDt 2000 RM 841 Pre1sen und 500 
gut. Bücher a1sTTostprei&e &/UJsgeeebzt. Di. 
LÖ!mn.ge.n mÜ\!I8en bi6 zum 5. Dez6IDb8ll 
1939 beim V&la.g der ,,su-en.e" eLngeplDS8Ia 
MIiD.
		

/Czasopisma_001_01_426_0001.djvu

			po. 
elte S. Donnerstan, 2'3. NOY8IDtier tl3l. 




 


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. .OOD Preisschild ver5ehen eeiJll, wnd 
die K'leIDhändlar eollen eine Messlatte be- 
re
t halten, diamirt alUf Verlange fallen 
liass. 
Von nun am schwieg die Unterha;l- 
tung. Klose hatte skh auf seilnem 
Ku'fs.chiboek iIß seilnen Schafpe.lz ei!l1ge- 
mummeli, deal er ails vorsichtiger Ge- 
birgler VOll" "Himmelfahrt" nicht ai})- 
legte. Allerdings wehte hier in umnit- 
tel barer Nähe das Gebirges das Mai- 
lüfterl auch noch eilIl wenig fris-ch, 90 
dass Dr. Brores, obwohl ihm Klose eine 
struppige pferdedecke über die Beine 
gebreiWt. h8Jtte, in seLnem Mamtel frö- 
stelte. 
Die fünfvieNelstündige Fahrt., wäh- 
rend der zuletzt der brave BraUJl1e in 
Schritt fiel, wei.l der Weg ziemlich 9teil 
a.nstieg, bot immer grössere land&ehaft- 
liche Reize, UJl1d Dr. Baltes söhnte sich 
einigerm&SBen mit der Beschaulichkei:t 
der Fah:rt aus; denn so hatte er genü- 
gend Musse, Berg, Feld UJl1d Aue zu ge- 
ni essen. Lmmer wieder wa.nd sich die 
Strasse um einen Bergvorsprung, lief 
neben eiIßem geschäftig zu Tal rieeelJn- 
den Bach her, überquerte ihsn auf 
schmaler hölzemer Brücke, kreuzte 
dieses, kreuzte jen
 Dorf, durehsdmitt 
tief
chatiet eilIl &tü-cJk Nadel'WSIld und 
wand sich endlich oogenreich einem. 


2. Für alle jüngeren Soldaten - 
bis zum vollendeten 24. Lebensjahr, die die 
aktive Offizierslaufbahn anstreben Wld den 
Bedingungen der Ziffer 1 entsprechen, be- 
steht ausserdem die Möglichkeit, aktiver 
Offizier zu werden, wenn sie von ihren 
Vorgesetzten auf Grund ihrer besonderen sol- 
datischen Eignung hierfür vorgeschlagen 
werden. Über die Uebernahme aller anderen 
- lebensälteren - Soldaten in das aktive 
Offizierskorps wird erst nach dem Kriege 
entschieden. 
3. Schiller höherer L ehranst al- 
t e n oder diesen gleich zu achtender Schu- 
len, die den Offizierberuf anstreben, könner. 
sich daher nur freiwillig melden. Sie werden 
als "Bewerber für die Offizierlaufbahn" ein- 
gestellt. Ihr weiterer Werdegang entspricht 
dem aller anderen Soldaten. 
4. Voraussetzung für die Einstellungen 
der Bewerbe für die Offizierlaufbalm ist der 
Besitz des Reifezeugnisses und die Vollen- 
dung des 17. Lebensjahres sowie die Ver- 
pflichtung zum Dienst in der Wehrmacht auf 
unbegrenzte Zeit. 
5. Schiller, die zum Frühjahr 1940 in die 
8. Klasse versetzt werden, können sich in 
der Zeit vom 1. 12. 39 bis 1. 7. 1940 zur 
voraussichtlichen Einstellung zum 1. 10. 1940 
m
en. 
6. Meldungen sind an das :fiir den dauern- 
den Wolmort des Schülers zuständige Weh r- 
bezi r k skomman do zu ric
ten, das die 
Meldungen prüft. 
7. WUnsche auf Zuweisung in einen ge- 
wünschten Truppenteil können angemeldet 
werden. Über ihre Berücksichtigung entschei- 
det das Wehramt auf Grund der Offizierer- 
satzlage. 
Alle anderen Einzelheiten enthalten Merk- 
blätter, die ab 1. Dezember bei den Wehr- 
bezirkskommendos, Wehrrneideämtern und 
Arbeitsämtern erhältlich sind. 
W. kann sich für die Lu ftwaffe 
melden? 
Jeder Bewerber für die Berufsoffizierlauf- 
balm der Luftwaffe (Fahnenjunker) muss 
folgende Voraussetzungen erfÜllen: 
1. Er muss das Reifezeugnis einer höheren 
Schule (Gymnasium, Oberschule) oder einer 
Lehranstalt, die auf Grund ministeriellen Er- 
lasses dieser gleichgestellt ist, besitren. - 
Dabei ist zu beachten, dass auf Grund der 
vom Minister für Wissenschaft, Erziehung 
und Volksbildung a.ufgestellten Richtlinien 
den Schillern der 8. K.lasse, die zur Wehr- 
macht einberufen sind, das Reifezeugnis 
zuerkannt werden kann, wenn Führung und 
Klassenleistung diese Massnahme rechtfer- 
tigen. Wer also Ostern 1940 in die 8. Klasse 
einrückt, dem kann bei seiner Einberufung 
zum Wehrdienst die Reife zugesprocheu 
werden. 
2. Der Bewerber muss am Einstellungs. 
tage (1. 10. 40) das 17. Lebensjahr vollendet 
und soll das 24. Lebensjahr Dicht überschrit 
teIl haben. 
3. Er muss deutscher Relchsangehöriger, 
4. wehrdiensttauglich, ., 
5. arischer Abstammung sein und 
6. sich zu unbegrenzter Dienstzeit in der 
Wehrmacht verpflichten. 
Ferner müssen Bewerber der Flieger- 
truppe 
7. flugtauglich und 


Hamg empor, auf dessen weit ausladen- 
der Hochfläche sich ein 9ta.ttlichas 
Dorf mit mer Kin:he urnd amderen 
grösseren Gebäuden den Blicken dar- 
bot. Da wandte sich der rtosselenikeI' 
plötzlich um, wies mit der Pe.itsche 
n.a,ch vom und knmTt.e hervor: "Da sein 
IDe.T'; sehen Se, daß isnämlich Ullers- 
darf, UJl1d dor.te c1.ri1ben. da liegt de 
Aptheke, UJl1d gleich im Dorfe nauf, da 
wob1nt der Dukter." 
Dir. Ba;ltas folgte der weisenden Peit- 
&ehe mit den Augen UJl1d entdeckte eilIl 
von einem grösseren Garten umfriedetes 
Haus 1IIl etwas ver8Jlte'Wm läJndlichem 
VillenstiiJ. Das musste wohl die Apo.- 
theke seiln; der Garten sp.ra.ch da4ÜT. 
Und richtig, etw&!I die Doo'fstmsse aUlf- 
wärts entdeckte er noch ein ähnliches 
Gebäude. Ob dort. Dr. Felgendreher woh- 
nen mochte? NUJl1, er würde es ja baJ1d 
erfahren. Nach zehin MiIIluten hielten 
sie vor der Apotheke. KI()se maUte laut 
mit der Peitsche. woraufhin zunächst 
eim Ideill1er HUJl1d unbestimmbarer Ras- 
se kläffend aus der Haustür fuhr und, 
aIü! er das Gclähn erkam.nte, dem bra- 
ven Gaul jaulend lI1ach dem M&ule 
schina.W
. Und M1lIIl trat aus der Tür, 
die ZU1' eigentlichen Apotheke führte, 
ein junges Mädchen heraus. :roJ.ose, der 
immer noch auf diem Kutschbock sass, 
winkte ihr zn und reichte ihr, ale sie 
heram.trai, den Sack herwnw. 
"Verpucht schwer is er, Fräulein., da 
ff! wieder vie1 Gelumpe dri:rme." MaID 
sah dass es dem Mädchen nicht leicht 
wu.rde, den Sack Ibis zur Haustür zu 
tragen. Am lielbsten wäre Dr. Ba.lrtes 
ausgestiegen und hätte mit zugegri,f- 
fen; aJber!Gose hatte dem Bra
en 
schOll wieder in Gang gebraoCht.. . EiIIl 
paar Minuten später hieItem l!Iie vor 
einer G&rtenpforte, die, weiJn:laooum- 
r&n1kt, dem. A u.&bUck nach dem dahlll1ter- 
liegenden Gebäude fast verdeckte. 
..Je1.ze kÖl1f11en Se ausst.ei
en; biel" 


",YIIORNER FR
hl
fT'" 


am 23. NCYVemher 1939. 
Sonnenamgang 7 Uhr 36 Miln. Sonnenuuter- 
gang 15 Uhr 58 IIln. 
Monduntergang 3 Uhr 28 Min. Mondamgaur 
16 Uhr 23 1I1n. 
2Je. 
 Ire utiq,e 5'..a.fI üc det 

 


912: Kaiser Ot1o I., der Grosee, in Wal- 
hausen geb. (gest. 973). - 1830: Der Bild- 
hauer Ka9par v. Zumb\U!ch in Herzebrock, 
Westfalen geb. (gest. 1915). - 1839: Der Kar- 
tograph Bruno Haseenstein in Ruhla geb. 
(gest. 19(2). - 1945: Der Bildhauer Karl Be- 
gas in BerUn geb. (gest. 1916). - 1800: Her- 
zog Adolf von Nassau wird Gro8sherzog des 
seitdem selbständigen Luxemburg (gest. 
1905). - 1914: (23./24.) Durchbruch des Re- 
servekorps Scheffer-Boyadel und der Divi- 
sion Litmnann bei Brzezlny. - 1938: Unter- 
zeichnung des Kulturabkommens Deutsch- 
lands mit Italien und Japan. 


Weihnachtsausstellung 
Danziger Malet- 
D anzoi,g, m. 1L 
Dar Leiter der .Abtei1ung "Bildende 
KUIDat." in d-oo- Landet3kulitur1kJ8mrnar Da&- 
rldg HaJIoon IJI1"Öffmete am Dienstag in der 
KuDStk.almmer die tra.ditlOiM'lle WeihIIl8lChts- 
VookaUlfsauseteUung Daznrzigar Ma.ler. Es 
ist die erste AUBBteLlu.ng Da.Il2Jigar KilInBtler 
n8lOh der WiedereiDgliederung DaJruligB im 
Reich, uaid es ist ein stolzes Bewuset.sein, 
d.aes dI61r Krieg dIßS Da.DJZiger KUIDSIileben 
nicht ZUIID AbsterbetD gebMcht hlllt Im 
GegenteiQ, die Kampfh6J!1dlungen vor den 
Toren dar Stadt ooben 1.!JI}OOl'eIIl DamrLiger 
KÜ:ru3It1em neue glr08S6 VOJ'Iwürfe g9gabem.. 
So finden wir s.uf dieeer Schau, die etwa 
100 Qelgemälde, Aqu.arrelle, Zei
bnUJDgelll, 
Rad.ieI"lllIlgen und Uth
hien vereinig:t 
bereiJts eine f!1IlIIlzs Arumhl V()lll Motiven aus 
d'l!lll Krriege.oondlungen um 
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/Czasopisma_001_01_427_0001.djvu

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Der Feind auf Schleichpfaden 


ten Fäulniserreger auf gesunde 
Früchte übertragen werden. Den Ge- 
fangenen wurden sog. ..extirpateurs" in 
die Hände gespielt, klei.ne 
räte. die 
man sich über den Finger ziehen konnte 
und mit denen die Keimstellen der Kar- 
toffeln leicht herauszuschälen waren. 
Diese "extirpateurs" wurden in Frank- 
reich fabrikmässig m. Hunderttausen- 
den hergesteIl t. 
UeberaD Sabotage 
In auffälliger Weise häuften sich 
damals Brände auf Gütern. in Mühlen 
und VorratBspeichern. In den meisten 
Fällen konnten Sabotage durch Kriegs- 
gefangene nachgewiesen werden. Sie 
erhielten von ihren Drahtziehern im 
Ausland. mitunter auch von deutschen 
Hochverrätern Zündschnüre. Ln.ntßn. 
Brenngläser. ja Brandhülsen mit Zeit- 
brenner. die dann unter der Ei.nwirkung 
der Luft in Bra.nd gerieten. In Tausen- 
den von Fällen konnten Sabotageakte 
gegen die Fleischversorgung aufge- 
deckt werden, nicht selten versuchte 
man auch. dem. Vieh durch Fremdkör- 
per wie Nägel. Schrauben. Glassplitter 
usw.. gesundheitliche Schädigungen bei- 
znbringen sogar Gift und Bazillen ka- 
men in die Hände der Gefangenen. 
Kassiber In Kuchen und Schuhkreme' 
Bis ins KleiIlBte wurden diese Ver- 
brec.hen in den Büros und Laborato- 
rien in Paris und London nnd in den 
vielen Zweigstellen der Organisation 
im neutralen Ausland. ja schliesslich 
auch in Deutschland selbst vorbereitet. 
Die raffiniertesten Schmugglertricks 
wurden erdacht. um den Gefangenen 
und den sonstigen im Solde dee Feindes 
stehenden Helfern Nachrichten und 
Material zrkommen zn lassen. Schuh- 
kremedosen. Arzneiartikel. Schokolade 
Kuchen u. a. anscheinend harmlos
 
Dinge wurden als Verpackung für Sa- 
botagewerkzeng aller Art verwandt. 
Die Sendungen wurden häufig mit einer 
Fälschnng des Etiketts des Bel"ner 
Hilfsbüros ..Das Büro steht dafür ein. 


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/Czasopisma_001_01_428_0001.djvu

			Seite 7. Donnerstap, 23. November 1139. 


EHtjlisclie .:A.!ifeAdote 


Es war kurz vor dem \Veltkrieg. Der 
Zug nach Kohlenz war in Köl!Il einge- 
fahren. Ein deutscher Reisem.der hatte 
in einem Abteil dein noch freien Fen- 
sterplat.z bele-gi umd begaJb sich in den 
Gang des \Vage/ns, um sich noch ei:n- 
mwl von Bekannten zu verabschieden. 
Als er in das Ahteil zurückk-ete 
Shaw. 
..Aber warum ist. das so seltsa:m?" 
"Es ist merkwürdig, dass sie sich 
ein Meru;chenleben Ia'llg bemüht halJen, 
den Nordpol zu finde.n, an dem keinem 
Menschen etwas gelegen ist, und nie-. 
mals daran gedacht haben.. ein Mittel 
gegen den Kopfschmerz zu finden, an 
dem so vielen Mens'chen etwas gelegen 
wäre. ' 


11lieu und die Vaue'UDU'tSt 


Er-zählung von Rober.t Betsch. 


Dieses kleine Erlebnis spielt iun Kriegs- 
jahre 1916, zu einer Zeit, als eine Dauer- 
wurst ein fast unvorstellbarer Begriff ge- 
worden war. Mein Freund Tweer ist Ab- 
nahmepiIot, das hei6St, er fliegt neue Kisten 
eilD und prüft ihre TauglichJkeit fürs Feld. 
EiJD.e8 Tages sehe ich ihn in einer WoLke 
erscheinen, und wenige Milnuten später rollt 
er mLl, &einer Kiste über den Platz. Er 
springt heraus. und der Monteur rei.cht ihm 
(:n längliches PElliret 
ach. 
"Ich habe eine Nüt1andu
 gemacht", 
s
t er schmunzelnd und 
hiebt das Paket 
in di'e Achs.elhöhle. .,WasseI"Purna:>e hat ge- 
fressen, Schwein gehabt". 
"Schwein gehabt?!" 
"Natürlich, hier biltte, rieche!" Trium- 
phierend zeigt er das Paket, ja, er hält 813 
mir umter die Nase. 
"Da 1&t weilSs der Henker eine Wurst 
drinnen", sage ich und muSS schlucken. 
"Klar, eint! richtige Dauerwurst", ant- 
wortet Tweer, "einfache Geschichte, Wasser- 
pumpe frisst in 3000 Meter, in der Nähe von 
Soltau muse ich notlanden. Bauernhof in 
der Nähe. Bauer zetert bissel weil loch ihm 
ilI1ß Kornfeld geraten bin, wird dann aber 
neugierig. Icb Ias.ge ihn in dile Kiste rein- 
gucken, am Knüppel drehen und am Gas- 
hebel spielen. Paar Minuten später sitze ich 
in der Stube und frühstücke Eier mit 
Schinken". 
"Eiler mit Seh - -tr" 
"Jawohl, und mein Framtz. murkst an der 
Wasserpumpe herum. dann isst er aU/ch 
Eier mit Schinken. Als ich eine Stunde spä- 
ter starte, habe ich auch noch eine Wurst. 
Hier bitte rieche!" 
 - 
Eilnige Tage später sind wir zusammen 
auf 3500 geklettert, da !!:ibt mir Tweer einen 
Rippenstoss, zeIgt n&ch unten und brüUt: 
,.furt liegt Soltau!" 
Solta.u, Wumt und WasseI"Pumpe ver- 
schmel.zen bei mir sofort zu einem GedlJ;n 
ken. 
"Menscb", brülle ich nach hint.en. .,die 
Wasserpum,pe frnsst!" 
Er llIIOht. dass der 
ldene Eckzahn 
bUt.zJt, und dreht Konkemdehempiralen. WiJr 
lamden bei Soltau. Da drüben scheint so 
pine Ar.t Guts
ebäude .zu sein. Kommt nicht 
einer mit SchaftstilefeIn aus dem Hoftor? 
Und hinterher ein Junges Mädel mit ge- 
lJlümter Schürze!! Natürlich. Es ißt seine 
Tochter, Mieze ge.nam.nt. Twee.r sagt nichts 
davon, dass er vor wenigen Tagen schon 
eimnal hier iln der Nähe notgelandet i@t. 
Er 
eht mit Herrn Schlöns zum Früh- 
<;chQlJJl'P8n, während Ich mir von der To!'bter 
den Rimdvieh- und Schweinebe8tand urnd 
das Luderleben des Federviehs zeigen IBiSSe. 
Wir 
hen auch noch ein St'ttt'!k...."Ober dte 
Felder u.nd ilch versäume den Frühschop- 
pen. Die Dauerwurst rüc.kt immer merk- 
licher in@ Nebelhafte, Je tiefer ich in Mie- 
res braune Au
en 
haue. Ich zwin
e mich 


fast z
 einem passenden Uebergang auf die 
S<;hwe.mezucht UlD.d ilbre BedeutuiDJg bei der 
t
.lwelsen .oder totalen Verwurstelurng. Und 
wahr
nd SIe von der Schönheit des Fliegens 
sc
warmt und auf meinen Hämdedruck mit 
leleh
en: Erröten &ntwortet, kann ich doch 
unmoghch auf ei
e Dauerwurst 7JU 8pre- 
?hen .
().mmen. Wl.r gehen Arm iln Arm, urnd 
IC
 fuhle, wie sie sicl1 an mich schmiegt. 
EIn 
ump, 
er jetzt von Dauerwurst redet! 
l
 
mem KIefernstand küssen wir uns. 
FI'nIS Dauerwurst, denke ilch. Wir verp8lSsen 
auch noch das MittageB8en. Als wiIr zurüt'lk- 
kommen, höre ich den Propeller laufen. 
"Mensch", ruft Tweer, ..höchste Zeilt. Wo 
. ast du denn deine LederjackeY" Miefte e.iJt 
ms Haus nach meiner Lederjaöke. 
Mit. ehrliieher Herzlichlkeit nehmen wir 
A
chled und landen eine Viertelstunde 
später zu Hause. Als wir über den Flug- 


Volkswirtschaft 


,,'rIIORN'ER FREIHEIT' 


platz rollen, zieht Tweer ein länglLches 
PaJket heraus. Mir wird gam nasekaJ.t im 
Rücken. 
..Wo haBt d8IlJIl du deine Wurst'" EI 
betonte das "du". Soll das viJelleicht eine 
Spitze sein? 
"Wurst?! Woher .Wurst, wieso Wurst?!' 
I eh spiele den Erstaunten. 
"Na Mensch, Schäfers-tunden kannst du 
hier haben, d8JZU braucht keine WaSBer- 
pumpe zu fressen. Natürlich. wenn du den 
verliebten Pennäler spielst, kannst du kei- 
ne Wurst kriegen". 
Ich bin gekniokt. Da stehe ich, und er 
hat das Paket unterm Arm. Als ich später 
meine Lederja.cke aufhänge, fühle ich etwas 
Rurndes, Dicke6, Weiches. Das habe ich 
Y'OI"hin schon j!"efühlt, aber für Handschuhp 
und KopfschütJzer gehalten. l'ch ziehe es 
hervor und habe einen }deinen Rollschin- 
ken iJn der Ham.d. In nackter, uneinge- 
wickelter WirkUchikoeit. Mieze, dcnke ich, 
SODBt nichts. Wann hat sie denn bloss den 
Rollschinken da hineilß
e6teoktY RichtIg, 
als sie mir die Jacke hülte. RiJchtig! 
.. Ach, wenn doch die Wa.s&eIl>umpe noch 
otter fressen würde! 


...... 


Wer trägt die erhöhten Transportkosten ? 


B er I in, 22. November. 
Durch die Inanspruchnahme von Fahr- 
zeugen auf Grund des Wehrleistungsge- 
setzes ist häufig eine Erhöhung der Trans- 
portkosten entstanden, weil anstelle eigener 
jetzt fremde Fahrzeuge benutzt werden 
müssen. Dadurch ist die Frage aufgetreten, 
wer diese Kostenerhöhung zu tragen habe. 
In einem Erlass des Preiskümmissars an die 
Preisbildungsstelle Münster ist klargestellt 
worden, dass grundsätzlich diese Erhöhung 
den Abnehmern nicht in Rechnung gestellt 
werden darf. Die Vorlieferanten des Einzel- 
handels können demnach erhöhte Fuhr- 
kosten nicht berechnen, Ausnahmeanträge 
sollen abgelehnt werden. Nur in Fällen, in 
denen eine Verweigerung der Abwälzung zu 
einer ernsthaften wirtschaftlichen Gefähr- 
dung des Betriebes führen würde, kann nach 
dem Erlass einem solchen Ausnahmeantrag 
nähergetreten werden. Es wird - so heisst 
es -auch dann stets sorgfältig zu prüfen 
sein, in welchem Umfang eine Abwälzung 
der Transportkostenerhöhung unbedingt nö- 
tig ist. In den weitaus meisten Fällen werde 
es ausreichen, eine teilweise Weiterberech. 
nung zu gestatten. 
Für die Inanspruchnahme von Kraftfahr- 
zeugen der Fahrbereitschaften hat der 
Reichsinnenminister bestimmt, dass für die 
Beförderung von Gütern im Nahverkehr 
höchstens der Betrag gezahlt werden darf, 
der vor dem 1. September 1939 für eine glei- 
che Leistung mit einem nicht auf Grund des 
Reichsleistungsgesetzes in Anspruch genom- 
menen Lastkraftfahrzeug oder Anhänger be- 


, 


In der Londoner Gangsterzentrale 
ChamberlalD: "So, meiD FnDDd, hier tlt Ihr DeDes ArbeitsfeldI" 
, ZuchthäDsler: "No, Sir - verzichte I DerBetrIeb Ist mir ZD IchmDtzlgl" 


3chaftsmini- p r eu s sen ist die Devisenstelle Dan z i g, 
ster Erläuterungen zur Verordnung über für den Reichsgau Wartheland die neu er- 
die Einfnhrung der Gesetzgebung über die richtete Devisenstelle Posen, für die in die 
Devisenbewirtschaftung und den Zahlungs- Provinz Ostpreussen eingegliederten Ostge- 
verkehr mit dem Ausland in den in das biete die Devisenstelle Königsberg und für 
Deutsche Reich eingegliederten Ostgebieten die in die Provinz Schlesien eingegliederten 
vom 17. 11. 1939. Danach gilt vom 20. 11. 1939 Ostgebiete die Devisenstelle Troppau zu- 
a n das ge sam 1. e d eu 1. s c h e D e v i-ständig. Der Runderlass enthält ferner Vor- 
sen r e c h 1. i n den in das D e u t s c h e schriften über den Warenverkehr, den Kapi- 
R eie h ein g e g I i e der t e nOs t ge - talverkehr und sonstigen Zahlungsverkehr 
bi e 1. e n. Gleichzeitig wird eine Ver wal _ ausserhalb des Warenverkehrs, den Reise- 
tun g s - und D e v i sen g ren z e zwi- und Grenzverkehr sowie über die devisen- 
schen diesen Gebieten und dem Generalgou- rechtliche Stellung der aus dem Reichege- 
vernement, das ein gesondertes Devisenge- biet in das Generalgouvernement abgeord- 
biet mit eigenem Devisenrecht darstellt, ge- neten Beamten. 


Die polnische Misswirtschaft 
in Ostoberschlesien 


Unvorstel'lbares Siedlerelend nach Wegnahme des deutschen 
G-nn1dbesitzes . 


G lei w i t z , 22. November. 
Bekanntlich hatte der polnische Staat 
zum Zwecke der Polonisierung der deut- 
schen Grenzgebiete eein besonderes Augen- 
merk auf die polnische Besiedlung der in 
deutscher Hand befindlichen grösseren Gü- 
ter gerichtet. Das bekannte Agrarreform- 
Gesetz bot ihm die Handhabe, deutschen 
3auern- und Grossgrundbesitz schnellstens 
.11 polnische Hand zu bringen.' Zumeist 
wurden Küngress- und OstpoIen angesiedelt, 
denen man Wirtschaften zu 20, allerhöch- 
,;tens 40 Morgen zuteilte. Doch finden sich 
'tuch Siedlungen mit sage und schreibe 2 bhl 
i Morgen Landl 
Die Zustände auf den Siedlungen in Ost. 
')berschlesien sind für unsere Begriffe grau- 
enhaft. Die polnische Siedlungsgesellschaft 
Slonzak, die diese Umsiedlung durchführte, 

rbaute in den meisten Fällen Wohnräume 
mit nur einem einzigen Raum. Selten waren 
die Häuser aus Stein und Ziegelwerk. In 
vielen Fällen - die fürchterlichsten Sied- 
lungen befinden sich bei Rybna im Kreis 
Tarnowitz - sind el einfache Bretterbuden, 
durch die der Wi1\d von ",ll
n Seiten !lfelft. 


So verpflamte man kulturlosestes Kongress- 
polen mit seinem ganzen Schmutz bis dicht 
an die ehemaligen Reichsgrem;en. Alle diese 
Siedlungen sind für deutsche Begriffe völlig 
unmöglich. Die Siedlungen werden daher zu- 
sammengefasst, einheitlich bewirtschaftet 
und dann zur Bildung deutschen Bauern- 
tums nep verteilt. Die Bretterbuden und an- 
deren polnischen Siedlungshäuser aber wer- 
den vernichtet, weil das GrossdeutSche Reich 
eine S	
			

/Czasopisma_001_01_429_0001.djvu

			.,'I'J'nRNER FR rilDtilY- 
- 


den neuen Bauernhöfen werden tüchtige 
und wertvolle deutsche Bauern angesetzt. 
Bei dieser Umsiedlungsaktion muss auch 
Rücksicht auf die Neugestaltung der Dorf- 
anlage genommen werden und die im Laufe 
der letzten 20 Jahre entstandenen unschö- 
nen Dorfbilder werden verschwinden Denn 
auch die deutsche Baukultur muss auf die- 
sem Lande wieder Einzug halten. 
* 
"Politika.. wftrdlgt das deutsch-russISche 
Wlrtschaftsabkom.men 
Bel g rad, 22. November 
"P.ooitika" bemer:kt zu dem unlängst 
in M-oskau abgeschlossenen deutsch. 
russischen Wirtschaftsabkommen. es 
stünde aus drei Gründen einzigartig in 
rier Geschi-chte da: 1, wegen der S
hnel- 
ligkeit, mit der es erzielt wurde; 2. we- 
gen des riesigen Umfamges der da.bei 
vereinbarten Abschlüsse; 3. wegen der 
GrosszÜgigkeit, die beide Seiten ooi 
'lieser Gelegenheit an den Tag gelegt 
hätten. 


17 Schafe von einem Bund genssen 
R eva -1, 22. NoV>ember 
Die Bauern der Gemeinde Aud.ru Ulßd 
die Besi tzer der im Dorfe Oara gelege- 
nen Höfe Loona Ulßd Tönne stellten 
dieser Tage fest, da.ss ilIl deJ' Na.cht ihre 
Schafherden von einem Wolf gerissen 
worden sind. 17 Tiere waren getötel 
Die Bauern legten sich ilIl der nächsten 
Nacht au! die Lauer und stellten fest, 
dass der Räuber eilIl wn einem Nach- 
bargesi'l1de ausgebrochener Hund war. 


Verordnung Hr. 65. 
Ober tUe Vermietung von Autog.arag8D. 
1. MonaWche Mletss'lItze: 
e.) Garagan eit:ufoa.che ohne Heizung für 
1 Wagen 12,- ZI'Üty, 
b) einfBJCh mi.t Wo88Cheinrichtung 15,- Zl, 
c) mi,t Waseheinrichtium.g und Heizung 
20,- Zloty, 
d) Garage mit WescheiJnrich-tumg, He.!- 
zung und Grube 30,- Zdoty. 
2. Allgemeine Bedingungen
 
Die Miete ist monwUich lnn W'I"6lUs 8ID 
den Ga
enbesitzer od,er den Treuhän- 
der roT d'8.8 beschlagnahmte Vel'IDögen 
:DU zaMen. Bei der Aufgwbe der Garage 
ist dieoselbe im ordmllDge.gemässem Zu- 
sbamde und die - chlüssel Ml den Besitzer 
oder Verwe.ltea' m überge:bea1.. 
3. Anmeldung. 
SämtJ.i.che G8ma.genbeslofrtJer OO'QI" Ver- 
walter sind verpflichtet, sowei.t die Ga.- 
ragan bei dem W ohnun,ge- und QU9J"bier- 
MD.t noch nicht BiIJgerneldet sioo, diese 
Anmeldu:I1R im Amtshl\.U8 Thorn - 
Theaterplatz 2, Zimaner 156 bis 00. No- 
vember 1939 VONUiDehmen. 
AUS&6rdem sind f.reiwerd.ende Gera- 
gan V'OIJl F8J.l zu Fa.l1l ebeInfaJ,ls dort. zu 
meldeID.. 
T h o;r D, 8IDl 2L 11.. 1939. 
Der Ir. Oberbürgermeister 
1290 (-) Jak ob. 


Bekanntmachung. 
Aufforderung 
l:ur Berbstrelnlgung der Abfl1188grlben USW. 
Hiermi,t OiI"dne ich die Hmb6-trei.nigung 
sämtlicher ßnltwäeserungsgrä.ben, Kanäle 
u:nd W
öhren. 19()I..vie der W8.I3I9E!Irdurch- 
lässe und Ueberfa.hrtea1 im Gebiete der 
Stadt Thorn 8111. 
Die ReindguDg mUSB d'Urch die Pfllchti- 
gen in folgender Weiße erfolgen: 
D&s Bett fer Gräben usw. m'1.l&'5 bis rom 
10. DezemIDe1" d. Js.. von Schlamm, Pf1l181D.Z8D 
und allen GegenstäJnd-en, die ein Sta.u.e.n d
 
WaeBer8 ve.-ru.rsachen kÖoIllnen. gereinigt 
werden.. 
Pel'6OO1eD., dde der Remigu
f1icht bis 
zu dem feos-fgesewten TerIndn n1cll.t m.ch- 
kommen oder die Räumung una.ulänglic-h 
ausführeo, werden be9t..raft. 
T h 0 r:o, den 13. November 1009. 
Der k. OherbOrgennelster 
1289 (-) Jakob. 


Obwieszczenie. 
Wezwame do I-I_ego 
oczyszczeDla row6w aplywowych It4. 
:-lin-iejezym u.rzf\da.Bm jeeienne oceyaz,cze. 
(\ ie wszystkich rowtIw od
I8.j'e.cych, kia- 
nalow t ru.r WQdIJlych oraa; przepu&tOw wod- 
ny,ch i pnz:eja.zd6w w ob
le. miasta ThoM. 
OczY5lZlCZen.ie pt"ZM: zoOOW1
h musl 
naet..wif w neaU)puj&oy spos6b: 
Koryto row6w itd. mU6i byf do dI!I:Ia 
O. 
g.rudnia br. oczy6IL
e z mulu. roSldJD. 
(wszYßtlkich przedmiatOw, mogl\CYcll epo- 
W'o(}oW&
 mtamorwa:nie wody. 
Osoby nde spelniajq,ce oboIwi
u 0CJ&y- 
sz
enia w wyz:naaxmYm tea-minie 100 prze- 
prowa.dz;a.j
e czyszcz.enie w spoe6b med\()- 
s.tMeczny, zostalIU\ uke.ratWI. 
T h 0 r n, dni.a. 18 läBtope.da 1939 ( 
K. Oberb1lrgermelatel' 
12:89 .(-) Jak 0 b. 


Nahkampf mit Bajonett und 
lfandgranaten! 


PK-Sonderbericht von Willi Stöhr 


Soeben haben 6 französische Gefangene 
unter der Bedeckung einiger leichtverwun-. 
deter deutscser Soldaten einen ihrer schwer- 
verletzten Kameraden geschultert, als wir 
unter Ausnutzung einer Feuerpause den un- 
ter schwerem Beschuss durch die französi- 
sche Artillerie liegenden Ort erreichen, der 
im Verlauf der um die süd-westlich Pirma- 
sens gelegenen Höhen geführten U:ämpfe 
in unseren Besitz gelangte. Die Bedeckung 
der gefangenen Franzosen hat UI)S nur g.
z 
kurz einweisen können. Sie haben es eilIg, 
über die Höhe zu gelangen, auf die immer 
wieder gut gezielte Lagen der franz
.si.sche
 
Artillerie einschlagen. Ihr franzoslscher 
Sprachschatz "Allez vit
, allons" genügt 
aber durchaus, die Gefangenen in schnelle 
Bewegung zu bringen. Ihnen ist es offen- 
sichtlich recht, bald aus dieser Gegend zu 
verschwinden. 
Vorsichtig in den Ort eindringend, stossen 
wir bald auf eine feste Scheune, in der die 
Reservegruppe eines Zuges mit dem Zug- 
führer Unterschlupf gefunden hat. Der Zug- 
führer, ein Leutnant, der bereits den Welt- 
krieg mitgemacht hat, ist gerade dabei. 
einen Melder für seinen Kompagnieführer 
abzufertigen. Die Auskünfte, die uns inzwi- 
schen die Männer seines Zuges über die Ein- 
drücke dieser Nacht und des soeben über- 
standenen Handgemenges mit den Franzo- 
sen geDen sollen, sind zunächst sehr karg. 
Schwer hat ihnen das ununterbrochene Ar- 


Bekanntmachung. 
Die Haupfechulen. Nr. 5, 6 UJIld 10 in 
Thorn, Wieseustraroe werden a:m F'u"eit.ag, 
den 31,. NovemlDer 1930 wi-ede;r eröffnet. 
Die Kinder habem sich um 8 Uhr in dw6'Zechne D!l" 5, 6 i 10 :ooetaj& 

tw
e: 24. list.op.a,da. 1939 r. poalolWD!ie 
:

iort la.
dwlrls[haftl. 
D:Dieci eta:Wli" eif: w szk()ile 0 go.drzdlD.ie 8. Eleven od. lung. Beamten 00 ' 
Der KreIsbeauftragte lilr WlssenschaJt, Es kommen nur Volksdeut- 
E -' h u. Volksbildun g Stadt Thorn sehe In Prage. Angebote UD- 
......e u.ng , ter Th. 61. 
gez. B. S y I d a t h. 
De:r K. OberbürgemneistBr 
LV. 
gez. Dr. K r a e gel 0 h 
K. Stadtrat. 


1291 


Ogloszenie. 


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Donnerstan. 23" Novemtier 1!t
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Schraube Qbriggeblieben war, die sie nicht 
mehr unterbringen konnten. . 
Bezeichnend für die Geistesverfassung 
der französischen Führung und Truppe ist 
einmal der Befehl, die französische Truppe 
erst dann zu verpflegen, wenn sie ihr befoh- 
lenes Angriffsziel erreicht hat, und zum an- 
deren die geradezu kindische Angst der 
französischen Gefange'llen vor Misshandlun- 
gen. Sie baten die deutschen Soldaten durch 
Gesten und Zeichen, ihnen nicht die Hände 
abzuhacken oder die 
urgel durchzuschn
i- 
den. Erstaunen und Ubsicherheit malte sicb 
dann auf ihren Gesichtern, als die deutschen 
Soldaten Zigaretten mit ihnen teilten und 
die Fürsorge der deutschen Sanitäter fiir die 
schwerverletzten Ffana'sen nicht 
E'ringer 
war als für die verwundeten deutschen S:Jl- 
daten. Demgegenüber schossen an der glet- 
chen Stelle vor einigen Tagen französi
che 
Soldaten noch auf einen bereits verletzt in 
seinem Fallschirm hängenden deutschen 
Flieger, der aus beschädigter Maschine ab- 
gesprungen war. Es gelang noch, den FliE'.
 
ger zu bergen. aber zu seinen bereits erlitte- 
nen Verletzungen hatte er durch diese Be- 
schiessung neue Verwundungen erhalten. 
Wir haben nicht verfehlt, die französi- 
schen Gefangenen auf diese unterschiedliche 
Behandlung verwundeter Gegner aufmerk- 
sam zu machen. 


Verantwortlich für den Gesamtinhalt: Kar. 
Baedeker, Stellvertreter: Gerhard Zinck 
für den AnzeiK&nteil: Werne-f putzberg 
sämtlich in Thorn. Verlag: ..Der DanzigeJ 
Vo:"posten" G. m. b. H. Danzig, Druok: 
.. Tß::::ler Freiheit". ThoN)" KatharmeD. 
stra&Soe .. 


01
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CBfldltml'm. 
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CJrt4Ttung4ftf]mrl1tO, CBrfppr 
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5 :tropfm oul t 6tillt 3ulfer oPer tO 
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ffd :mofrrr rlngmomo 
mtll. II>lrhn DOrJOglI
. 1>.1 :DIogmo .. 
f)Grmbr(
lI>rr\)rn. u.tlDoOllrln. :DI1gr4nr, 
60\)l>rmnm ullP- AMOL 111 dn rll(llled 
eou4mllldl - AMOL 111 DldJdllgl - 
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ab 80311'1. In !lIpolOden 11ft\) f)u.e
le. 


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' 00 


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" 


Alle in polnischen und jüdischen 
Wirtschaftsunternehmungen 
eingesetzte 
TREUHÄNDER 
haben mir bis zum 
Montag, den 27. November 1939 
die in ihrer Bestallung angeforderte 
93estandsaulnaftme 
&töI/nunqsSilan!Z 
.. und das 
'Uß.ecnaftmep'totoAoU 
bei mir im Hause Grabenstrasse 111, 
 
Zimmer 10 einzureichen. 


den 22. 11, 1939. 
Industrle- und Handelskammer 
(-) Dr, Kammler 


Thorn, 


Heirate 
Entlaufen el
r:
:

er 
gebr..cht, buft sofort 
o ht tr 9 Hund Vorderploten welss. L d I t 
eree es . . gel/en Belohnung abzul/eben an w r 
Z Arbelt
plerde 
'::.a
::32,l



Ir: Brelte- ?lSti.


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k:


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I Siedlung. ansl2. Lsndmldel ur 
aur bald. Helnt. Angehnte 
ZU kaufen psucht. Wo. uR! OrossenSllfbeac1acbabverl. bitte VOll 2b Jahren aufwln. 
dIe Thoner Prell:.lt 1302. Abang. 2. Belob. Waldstr.4. unter Th. 100 


n 
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unIere Be lieber 


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1 mal mon a tI ich 
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